James Camerons Triumph: "Titanic"
Titanic(tsch) Er könnte in noch so vielen Martin-Scorsese-Filmen die Hauptrolle spielen: Trotz "Gangs of New York" (2002), "Aviator" (2004), "Departed - Unter Feinden" (2006) oder jüngst Ridley Scotts "Der Mann, der niemals lebte" wird Leonardo DiCaprio für viele weiterhin "nur" Jack aus "Titanic" (1997) sein. Der 34-Jährige sieht's gelassen: "Das Image wird wohl immer irgendwie an mir haften bleiben, weil ich in dem erfolgreichsten Film aller Zeiten die Hauptrolle gespielt habe. Ich werde 'Titanic' nie vergessen, ich bin stolz darauf. Der Film wird also immer ein Teil von mir bleiben. Darüber war ich mir aber im Klaren." ProSieben nimmt DiCaprios Karriere-Katalysator zu Heiligabend mal wieder ins Programm. Anzeige Der arme Schlucker Jack Dawson (DiCaprio) trifft an Bord der "Titanic" die reiche Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet), die sich aus Verzweiflung über ihre erzwungene Verlobung mit dem eiskalten Cal (Billy Zane) von Bord stürzen will. Jack schafft es, sie zu retten. Hals über Kopf verlieben sich die beiden. Klar, dass Roses Mutter (Frances Fisher) alles andere als begeistert über das Interesse des verwöhnten Töchterchens ist, schließlich steht eine Menge Geld auf dem Spiel. Dennoch entschließt sich Rose - kurz bevor die Stahlhaut des Ozeanriesen am 14. April 1912 von einem Eisberg aufgerissen wird -, mit Jack von Bord zu gehen. Von nun an wird der Katastrophenfilm endgültig seiner Beschreibung gerecht. Die "Titanic" sinkt in einem knapp 90-minütigen Showdown und nimmt den Zuschauer förmlich mit in die eisigen Fluten des Atlantiks. Etwa 1.500 Menschen reißt die "Königin der Meere" in den Tod, von der man glaubte, dass sie unsinkbar sei. Regisseur James Cameron gab für das Spektakel zwischen 200 und 285 Millionen Dollar aus, die Angaben schwanken. Technisch perfekt dargestellt mit damals noch nie gesehenen Specialeffects richtet sich der Ozeanriese am Ende des Films mit einem Winkel von mehr als 80 Grad im Wasser auf und bricht in zwei Teile. Und die Besucherzahlen brachen Rekorde: Knapp 18 Millionen Zuschauer wollten das Schicksal von Jack und Rose in Deutschland verfolgen. Zwölf Jahre, nachdem sie Schiffbruch erlitten, kommen Kate Winslet und Leonardo DiCaprio wieder im Doppelpack in die Kinos: Am 15. Januar startet das Drama "Zeiten des Aufruhrs", in dem das "Titanic"-Duo ein unglücklich verheiratetes Ehepaar spielt. DiCaprio freute sich sehr über das Wiedersehen: "Wir sind die ganze Zeit über Freunde geblieben. Sie ist die beste Schauspielerin ihrer Generation, das glaube ich aus tiefstem Herzen. Sie ist die beste Wahl für den Film, und vielleicht vergessen wir alle für einen kurzen Moment, dass wir schon gemeinsam in 'Titanic' waren." Auch Rettungsbootnachbarin Kathy Bates übernahm eine Rolle in der Richard-Yates-Romanverfilmung, bei der Winslets Ehemann Sam Mendes Regie führte. Jasmin Herzog |
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