"Der Herr der Ringe - Die zwei Türme": Tolkiens Magnum Opus Teil 2
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Der Herr der Ringe - Die zwei Türme
(tsch) "Wir wollen ihn, wir brauchen ihn, wir müssen ihn haben, den Schatz. Sie haben uns den Schatz gestohlen. Garstige kleine Hobbits." Es ist wieder "Herr der Ringe"-Zeit, und diesmal ist es Gollums Zeit. Jenes schlüpfrige Computer-Wesen mit den großen Augen, das am längsten der dämonischen Wirkung des Ringes ausgesetzt war und alles daransetzt, ihn wieder in seinen Besitz zu bringen. Nachdem vox kürzlich den ersten Teil ausstrahlte, zeigt Schwestersender RTL nun "Die zwei Türme" (2002).
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2002 stand Peter Jackson, der Regisseur aus Neuseeland, vor ähnlichen Schwierigkeiten wie die Gefährten: Jede Verheißung konnte ins Gegenteil umschlagen, Erfolg und Scheitern lagen dicht beieinander. So wie dem Ring unbegrenzte Macht, aber auch grenzenlose Verführung zu eigen sind, ziehen Tempo und Action zwar das beständige In-Atem-Halten der Zuschauer nach sich, zugleich aber auch die Gefahr, dass die Atmosphäre der Geschichte auf der Strecke bleibt. Kroch die Bedrohung in Teil eins (unbedingte Voraussetzung, um "Die zwei Türme" zu verstehen!) noch langsam heran, schlug sie nun mit aller Gewalt zu. Dem Anfang wohnte ein Zauber inne - der Fortsetzung nicht mehr.
An seine Stelle treten andere Dinge. Jeder der drei Erzählstränge hält eine besondere Herausforderung bereit: Gollum, Baumbart und den Angriff auf Helms Klamm. Peter Jackson bleibt der Vorlage zwar treu, sparte sich das letzte Drittel des zweiten Bandes aber für später auf. Auch so ist der Drei-Stunden-Film monumental genug und zog ein Großaufgebot an Special-Effects-Experten, Modellbauern, Rüstungsschmieden, Modedesignern und künstlichen Intelligenzen nach sich, das alles bis dato da Gewesene in den Schatten stellte.
Kern der Ereignisse: Frodo (Elijah Wood) und Sam (Sean Astin) sind auf dem steinigen Weg nach Mordor, dem Land des dunklen Herrschers Sauron, weil der Ring nur dort vernichtet werden kann. Bald merken sie, dass ihnen jemand auf den Fersen ist: Gollum. Die Hobbits lassen sich auf ein gefährliches Spiel ein: Sie zwingen ihn dazu, ihnen den Weg zu weisen.
Gollum selbst war Ausdruck einer neuen Dimension der digitalen Animation: So real wirkte noch kein künstliches Wesen auf der Leinwand. Es kriecht, springt, frisst und hadert mit sich selbst, als wäre es aus Fleisch und Blut. In Wahrheit ist es eine Mischung aus Mensch und Maschine. Die Vorarbeit leistete der Schauspieler Andy Serkis, der in einer unscheinbaren Fabrikhalle auf Neuseeland Gollums Mimik und Gestik vorgab. Die Computer griffen die daraus gewonnenen Daten auf und übertrugen sie auf die Leinwand - ein digitales Meisterwerk!
Noch zwei weitere Male wird sich Peter Jackson in die magische Welt von Mittelerde begeben - allerdings nur als Produzent. Denn beim Zweiteiler "Der kleine Hobbit", der die Geschichte von Frodos Onkel Bilbo erzählt, überlässt der Neuseeländer seinem mexikanischen Kollegen Guillermo del Toro ("Hellboy", "Pans Labyrinth") den Regiestuhl. Die Dreharbeiten sollen 2009 beginnen, der erste Teil kommt voraussichtlich 2011 in die Kinos.
Jan Treber
Einer der Gefährten: der Elb Legolas (Orlando Bloom). (RTL)
Eine furchterregende Gestalt: der Kämpfer aus Saurons Armee. (RTL)
Die Gefährten gehen getrennte Wege, doch verfolgen sie weiterhin ihr Ziel: die Zerstörung des Rings. (RTL)
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