Astronomie
Weißt du wie viel Sternlein stehen?(tsch) "Das Weltall: Du lebst darin - entdecke es!" - So lautet das Motto des kommenden Jahres der Astronomie 2009. Und wie sollte es anders sein: Das Weltall ist auch im Internet. Ob Hobby-Sternengucker oder Profi-Astronomen, jeder kann online den Himmel erkunden. Seit Galileo Galilei vor 400 Jahren als erster Mensch mit einem Fernrohr in die Sterne gesehen hat, ist einiges passiert: Die Teleskope wurden größer, Berechnungen genauer, und dank Raumfahrt und Kosmologie kann der Mensch sogar ins Weltall reisen und seinen Ursprung ergründen.
Für Einsteiger und Astronomieerfahrene bietet www.astronomie.info den wahrscheinlich umfangreichsten Service im deutschsprachigen Web. Angefangen bei den Auf- und Untergangszeiten der Sonne bis hin zu Nordlichtwarnungen und Hinweisen auf Himmelsphänomene: Astronomen können sich hier informieren, wann der Ausblick auf Sternenbilder und Planeten am besten ist. In aktuellen und archivierten Meldungen lässt sich nachlesen, womit sich Raumfahrer und Wissenschaftler gerade beschäftigen: Kürzlich wurde beispielsweise auf eine besondere Konstellation von Venus und Jupiter hingewiesen, die am Abendhimmel zu beobachten war. Die Seite bietet zudem ein Lexikon, das sich auch direkt über lexikon.astronomie.info aufrufen lässt. Die Einträge sind nach Themen geordnet, wer jedoch gezielte Informationen sucht, wenn er Begriffe wie Oberon (ein Mond des Uranus) oder Akkretion (Ansammlung von Materie) aufgeschnappt hat, kann sie auch seitenintern suchen. Eine erste Hürde dürfte es für die meisten Einsteiger sein, sich am für Laien unübersichtlichen Sternenhimmel zurechtzufinden. Eine Hilfestellung kann in diesem Falle die interaktive Online-Sternenkarte auf www.astroviewer.de sein. Man kann sich eine Karte für jeden beliebigen Zeitpunkt und jeden Ort auf der Erde anzeigen lassen, und auch ein kostenloser Download für den Offline-Gebrauch ist möglich. So sollten dann der Kleine und der Große Bär schnell gefunden sein, und sogar die sichtbaren Planeten kann man sich zu den gewählten Angaben anzeigen lassen. Am besten und geselligsten lernt es sich aber immer noch unter Anleitung erfahrener Sternengucker. Fast 70 Kontaktadressen von Astronomie-Clubs in ganz Deutschland bietet das englischsprachige Portal www.astronomyclubs.com, auf dem zudem nach Planetarien oder Astronomie-Museen auf der ganzen Welt gesucht werden kann. Doch auch in Webforen findet reger Austausch über Beobachtungen, Probleme oder sogar den Eigenbau von Teleskopen statt - wie auf www.astrotreff.de. In Threads wie "Neues aus der Astronomie" oder "Was habe ich beobachet?" werden nicht nur Textbeiträge, sondern auch Bilder von Himmelsphänomenen eingestellt. Der Astrofotografie widmet sich auch der 26-jährige Student Sebastian Voltmer. Seine Aufnahmen wurden bereits in zahlreichen Fachzeitschriften veröffentlicht und können auch auf seiner Homepage www.astrophoto.de bewundert werden. Ob Mond, Kometen oder die Atmosphäre: In verschiedenen Galerien ist die Schönheit des Alls zu bewundern, für die sich Voltmer bereits als Zwölfähriger begeisterte. Kinder mit demselben Hobby können auf www.kinder-astronomie.de ihr Wissen über die Sterne erweitern. Die Seite wird von der Sternwarte Dortmund betreut und erklärt alle wichtigen Phänomene in kurzen, leicht verständlichen Texten. Auch hier gibt es ein Lexikon sowie Tipps zur eigenen Sternenbeobachtung. Überhaupt sollen die Forscher der Zukunft im kommenden "Jahr der Astronomie" natürlich nicht zu kurz kommen. So haben in Deutschland Ki.Ka und ARD eine 3D-Trickserie namens "Cosmic Quantum Ray" produzieren lassen, die in 26 Folgen sowohl Schwarze Löcher als auch die Gravitation erklären wird. Im Januar soll die Serie bereits auf Sendung gehen. Diese und andere Neuigkeiten zum Jahr der Wissenschaft 2009 kann man im Blog astrojahr.blogspot.com nachlesen - oder man schaut zur schnellen Terminübersicht direkt auf die deutsche Seite: www.astronomy2009.de. Alexandra Petrusch |
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