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The next Sarah ConnorSchauspielerin Lena Headey (mb/tsch) Die Hauptrolle in der Action-Serie "Terminator: S.C.C.", die ProSieben ab dem 12. Januar 2009 immer montags um 21.15 Uhr ausstrahlt, spielt die 35-jährige Britin Lena Headey. Genre-Erfahrung bringt sie bereits mit, auch wenn ihre Rolle als Königin Gorgo in der bereits jetzt legendären Comic-Verfilmung "300" keine Kampfszenen für sie bereithielt. Dafür geht Lena Headey jetzt regelmäßig ins Boxtraining. Den Vergleich mit Linda Hamilton aus den Terminator-Kinofilmen kann sie trotzdem nicht mehr hören. Lena Headey will ihre eigene Version der Action-Ikone Sarah Connor durchsetzen. Anzeige Als die Filme mit ihrer Vorgängerin in die Kinos kamen, sei sie noch ein junger Teenager gewesen, erinnert sich Lena Headey, geboren 1973. "Ich war nie ein großer Fan. Ich habe mich zu der Zeit mehr für romantische Komödien, Jungs und Schuhe interessiert." Filmische Vorbildung hin, Reizthema Linda Hamilton her - die taffe Britin schlägt sich hervorragend als Mutter des Maschinenzeitalter-Messias John Connor (Thomas Dekker; Christian Bale ist ab 28. Mai in dieser Rolle im Kinofilm "Terminator: Die Erlösung" zu sehen). Die Auftaktfolge des Action-Krachers, der nach den ersten beiden "Terminator"-Streifen spielt, bescherte dem US-Sender Fox im vergangenen Januar den besten Serienstart seit drei Jahren. Derzeit läuft in den USA bereits die zweite Staffel der "Sarah Connor Chronicles" (Um Verwechslungen mit der gleichnamigen Sängerin vorzubeugen, verzichtete ProSieben auf den vollen Original-Titel). Vielleicht mag sie zierlicher sein als Linda Hamilton, doch Lena Headeys Sarah Connor ist ebenso entschlossen, verbissen - und stinksauer. Kurzum: Sie hat das Herz einer Löwenmutter. Die Terminatoren sollten sich vor der Powerfrau in Acht nehmen. "Beim Boxen habe ich gelernt, dass es nicht auf die Muskeln ankommt", sagt die Engländerin bestimmt, die im Londoner Stadtteil Brixton in einer kleinen Halle trainiert. "Es geht um Geschicklichkeit, Konzentration, Entschlossenheit. Das hat mir für meine Rolle, aber auch privat sehr geholfen." Die meiste Zeit verbringt Lena Headey, die auf den Bermudas geboren wurde, derzeit allerdings nicht in ihrer Londoner Heimat, sondern am Drehort Los Angeles, oder besser in "Lala", wie sie die glamouröse "Stadt der Engel" nennt. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich es im verrückten L.A. so sehr mögen würde", gesteht die eher pressescheue Schauspielerin. "Ich vermisse London zwar schon, aber in Kalifornien scheint einfach immer die Sonne. Das hebt die Stimmung enorm. Es ist ein schönes Leben." Und außerdem habe sie dank "Terminator: S.C.C." nun endlich einen festen Job und damit auch einen festen Wohnsitz. "Ich finde Hotels schon lange nicht mehr romantisch", seufzt sie. Als Schülerin begann sich die Tochter eines Polizisten, für die Schauspielerei zu begeistern. "Es war eine Art Realitätsflucht." Mit 17 wurde sie bei einer Theateraufführung entdeckt und durfte 1992 in "Waterland" an der Seite von Jeremy Irons ihr Film-Debüt geben. "Ich habe die Schule nicht abgeschlossen. Meine Eltern machten sich furchtbare Sorgen. Sie glaubten, ich gerate auf die schiefe Bahn", lacht sie. Zahlreiche Fernseh- und Kinoproduktionen später dürften die Familie nun einigermaßen beruhigt sein. Die klassische Schönheit, die in der Rolle der Königin Gorgo im Blut-und-Pixel-Spektakel "300" das Publikum betörte, ziert unter anderem regelmäßig Fantasy- ("Brothers Grimm") oder Historienfilme ("Onegin", "Der Rote Baron"). Gelegenheit zur Realitätsflucht hat sie bei der Arbeit also genug. Doch nun, nach 16 Jahren, sieht die 35-Jährige das Business nicht mehr so romantisch. Die Schauspielerei sei ein harter Job. Heute freut sich Lena Headey, die im Mai 2007 Musiker Peter Paul Loughran heiratete, vielmehr über Stabilität und Normalität. Geflüchtet wird ins Privatleben. "Ich mag es ganz simpel. Nach einem langen Drehtag gehe ich nach Hause. Ich habe einen großartigen Ehemann, Tiere. Ich koche gerne. Alles ganz normal. Die Welt da draußen treibt uns genug in den Wahnsinn." Immer seien so viele Menschen um sie herum. Und sie wolle allen stets ihr Bestes geben. Was auf Dauer einfach unglaublich anstrengend sei. Um zu entspannen, fotografiert sie und scheibt. Auch Drehbücher, denn Lena Headey träumt davon, einmal selbst Regie zu führen, "wenn es für mich so weit ist", sagt sie lächelnd. Viel Zeit wird ihr für Mann und Hunde (einer heißt Angela Lansbury, "weil er so aussieht") wohl nicht bleiben. Neben ihrer TV-Rolle als Terminator-Schreck arbeitet die Brünette weiterhin fleißig an ihrer Filmkarriere. Nachdem sie 2008 als Krankenschwester Käte dem "Roten Baron" Matthias Schweighöfer schöne Augen machte, lehrt sie derzeit vor allem das Fürchten. Auf den Gruselthriller "The Brøken" sollen 2009 mit "Tell-Tale" (frei nach Poe) und "Laid to Rest" zwei Horrorfilme folgen. So bleibt "The next Sarah Connor" auf der kleinen wie der großen Leinwand präsent. Grund zur Freude, sollte man meinen. Für Lena aber auch Anlass zur Furcht: "Ich würde es hassen, wirklich berühmt zu sein", sagt sie. "Es ist doch eigentlich lächerlich, wenn man mal genauer darüber nachdenkt: Ich habe keine großartigen Geheimnisse und kann der Menschheit auch nicht mit bedeutendem Wissen weiterhelfen. Ich bin einfach wie jeder andere." Da wäre es schon seltsam, wenn Menschen plötzlich in ihre Intimsphäre eindringen wollten. "Ich hoffe, es kommt nie dazu!" Und wenn doch, kann sie ja austeilen. Ute Nardenbach |
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