Autostunts statt Inhalt in "Transporter - The Mission"
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Transporter - The Mission
(tsch) Rund 32 Millionen Dollar hat "Transporter - The Mission" (2005) gekostet, was den Film von Louis Leterrier ("Der unglaubliche Hulk") zum bislang teuersten Audi-Werbespot aller Zeiten machen dürfte. Quasi zur Tarnung wurde dem Actioner, den RTL nun mit perfektem Timing pünktlich zum Kino-Start des dritten "Transporter"-Teils wiederholt, eine reichlich debile Story um Drogen, Viren und wahren Heldenmut aufgesetzt. In deren Verlauf dürfen Jason Statham und der eigentliche Hauptdarsteller, ein Dickschiff aus Ingolstadt, unnatürlich glänzen.
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Es ist schon ein tolles Gefährt, das der einst für die Unterwelt tätige Kurierfahrer Frank Martin (Statham) da sein Eigen nennt. Es bricht durch Mauern, kracht gegen Metallstangen, fährt über Häuserdächer, wird von unzähligen Kugeln getroffen, segelt 30 Meter durch die Luft, streift dabei eine Bombe am Unterboden ab, landet - und das alles, ohne auch nur einen einzigen Kratzer davonzutragen. Das ist wahrer Vorsprung durch Technik - oder einfach nur perfektes Product-Placement bar jeder Logik.
Die hanebüchene Geschichte von "Transporter - The Mission" geht zwischen heißen Verfolgungsjagden, wilden Schießereien und furios-choreografierten Martial-Arts-Fights (Höhepunkt ist eine Keilerei mit einem Feuerwehrschlauch) zwar völlig unter, sei aber der Vollständigkeit halber erwähnt: Der kleine Jack Billings (Hunter Clary), Sohn des Leiters der US-Drogenbehörde und Schutzbefohlener von Frank, wird im Namen des kolumbianischen Kokainkartells entführt und mit einem tödlichen Virus infiziert. Er soll damit seinen Dad (Matthew Modine) anstecken, der wiederum vor Kollegen aus aller Welt einen Vortrag zu halten gedenkt.
Eigentlich ein prima Plan, doch der Gangster Gianni (Alessandro Gassman) und seine Lakaien, darunter das stets nur Strapse tragende Psycho-Chick Lola (Kate Nauta), haben die Rechnung ohne den "Transporter" gemacht. Der Man in Black bläst zu einem unerbittlichen Rachefeldzug zu Lande, zu Wasser und in der Luft, um an das Gegenmittel zu kommen. Tiefgang ist in diesem Film, zu dem Luc Besson ("Das fünfte Element") das Drehbuch lieferte, selbst dann noch ein Fremdwort, als ein abgeschmierter Privat-Jet mit Frank und Gianni an Bord im Meer absäuft.
Und dennoch: Für Jason Statham, der sich auf schnelle, harte und mitunter abgefahrene Actionfilme spezialisiert hat, sind es rosige Zeiten. Bereits im vergangenen November durfte er im Kino in "Death Race" Gas geben. Nach der Fortsetzung "Transporter 3", in der der rasante Kurierfahrer zu allem Übel mit einem hochexplosiven Armband ausgestattet wird, ist Statham ab 16. April in dem elektrisierenden Sequel "Crank 2: High Voltage" zu sehen: Dem Helden wird darin sein Herz gestohlen. Allerdings nicht von einer netten Dame, sondern einem Triadenganoven, der ihm wiederum ein Kunstherz einpflanzt. Fortan muss Statham gezwungenermaßen ständig unter Strom stehen.
Gerd Hilber
Frank Martin (Jason Statham) nimmt einen vermeintlich ruhigen Job als Fahrer an. (RTL)
Frank Martin (Jason Statham) soll nur den kleinen Jack (Hunter Clary) sicher zur Schule und wieder nach Hause bringen. Glaubt er zumindest. (RTL)
Durchgeknalltes Psycho-Chick: Lola (Kate Nauta) läuft am liebsten nur in Unterwäsche herum. (RTL)
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