Gérard Depardieu und Jean-Paul Rouve sind "Zwei ungleiche Freunde"
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Zwei ungleiche Freunde
(tsch) "Gibt es auf einer Hochzeit alte Schachteln mit Alzheimer, stehen die immer auf mich", erklärt der eine, nachdem er einer Frau bereits zum dritten Mal verklickerte, dass er nicht mit ihr tanzen möchte. "Das war meine Mutter", antwortet der andere - der Beginn einer wunderbar verzweifelten Männerfreundschaft. Gérard Depardieu und Jean-Paul Rouve spielen "Zwei ungleiche Freunde" (2005), die ein gemeinsames Ziel verbindet: Die Suche nach Liebe. Das Erste reicht die Komödie anlässlich des 60. Geburtstags von Gérard Depardieu nach, den er am 27. Dezember feierte.
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Die Stimmung kocht auf der Hochzeit seines Bruders, doch Claude (Rouve, "La Vie en Rose") sitzt allein am Tisch. Ausgelassenheit ist nichts für den schüchternen Informatiker, der vor zwei Jahren geschieden wurde. Ganz anders Serge (Depardieu), der mitten im Trubel mit einer Frau nach der anderen flirtet.
Als sich die beiden kurz darauf bei einem geldgierigen Kontaktvermittler wiedertreffen, wird Claude den Partylöwen nicht mehr los. Auch er ist geschieden und gewillt, seine Traumfrau zu finden. Nicht ganz uneigennützig nimmt er den einsamen Hypochonder unter seine Fittiche und schleift ihn von Date zu Date. Auch auf einer Hochzeit, wo Serge am liebsten wildert, soll Claude sein Glück versuchen - und verliebt sich prompt in die Braut.
Das Thema mag kein neues sein, den Regisseuren und Autoren Olivier Nakache und Eric Toledano gelang dennoch eine charmante Komödie, deren Komik in der Verzweiflung ihrer Hauptfiguren liegt. So besteht der Running Gag in Claudes Unfähigkeit, sich der Überredungskunst anderer zu entziehen. Er sagt nein, Schnitt, er tut genau das, was der andere von ihm verlangt.
Darum passt er beispielsweise plötzlich auf Serges Kinder auf, obwohl er sich zu einem Blind Date verabredet hatte. Die Töchter hingegen haben zu ihrem Babysitter bald ein innigeres Verhältnis als zum eigenen Vater. So lernt auch Serge aus der Verbindung mehr, als er anfangs eingestehen mag, und erweist sich am Ende als wahrer Freund. Einem Ende, das dem Zuschauer wieder ins Gedächtnis ruft, dass es Frankreich ist und nicht Hollywood.
Annekatrin Liebisch
Schüchtern, hypochondrisch und unfähig, sich durchzusetzen: Claude (Jean-Paul Rouve) kommt nicht wirklich gut bei Frauen an. (ARD / Degeto)
Serge (Gérard Depardieu) ist auf der Suche nach einer neuen Liebe - auch auf Hochzeiten, zu denen er nicht eingeladen wurde. (ARD / Degeto)
Serge (Gérard Depardieu, rechts) ist der Meinung, dass Claude (Jean-Paul Rouve) wegen seiner Ausstrahlung keinen Erfolg bei Frauen hat. (ARD / Degeto)
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