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In "Left 4 Dead" geht es ums Überleben

Vier Freunde müsst Ihr sein!

Vier gegen den ganzen untoten Rest: "Left 4 Dead" mag auf den ersten Blick wie ein hirnloses Zombie-Game wirken, erschafft aber ein unglaubliches Zusammengehörigkeitsgefühl.

(mb/tsch) Das Spiel "Left 4 Dead" ist einfach zu begreifen: Es geht ums Überleben, denn Unmengen blutrünstiger Zombies verfolgen den Spieler. Der Kampf gegen sie ist beängstigend und spannend, wenn auch etwas stupide. „Left 4 Dead“ ist als Multiplayer-Game konzipiert, kann aber auch allein gespielt werden (ersteres macht jedoch viel mehr Spaß). Vergeblich sucht man nach den Gründen für diese Epidemie der Untoten, denn es wird in „Left 4 Dead“ nicht viel geredet. Das stört auch nicht weiter, schafft es doch das Spiel, eine bombastische Atmosphäre und eine große Anspannung zu erzeugen.

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Alle guten Zombie-Filme - ja, die gibt es - zeichnen zwei Elemente aus: Den Streifen gelingt es, die Anspannung, die die Überlebenden verspüren, auf den Zuschauer zu übertragen. Gewalt ist nur ein Mittel zum Zweck und dient einem Ziel: den Untoten zu entkommen. Das zweite Merkmal ist das Zusammengehörigkeitsgefühl, das die Überlebenden zusammenschweißt. Sie wissen: Nur als Gruppe haben sie die Chance, ihre Haut zu retten. "Left 4 Dead" vertraut ebenfalls auf diese beiden Elemente, was das Game zu einem echten Hit für erwachsene Action-Fans macht.

Die Introsequenz zeigt schonungslos, was den Spieler erwartet: eine Frau und drei Männer stehen Tausenden Zombies gegenüber, die in dem EA-Titel als Infizierte bezeichnet werden. Woher die Zombies kommen und warum sie ausgerechnet diese Gegend heimsuchen, bleibt im Dunkeln. Dem Spieler hat aber sowieso keine Zeit, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Denn sobald "Left 4 Dead" beginnt, lautet die Devise: fliehen und kämpfen. Und zwar durch insgesamt vier Kampagnen, die in jeweils fünf Abschnitte unterteilt sind.

Verstecken hilft nichts, da die ungewöhnlich clever agierenden Untoten Leitern hinaufklettern, über Zäune springen und sogar Türen einschlagen. Zudem sind die Frischfleischfanatiker verdammt schnell. Um sich zur Wehr zu setzen, kann jeder Überlebende zwei Pistolen und ein dickeres Kaliber tragen. Im Gepäck befinden sich auch Medi-Packs, eine Dose Pillen, mit denen die Gesundheit kurzzeitig wieder auf Vordermann gebracht wird, und etwas Explosives.

Die Gegner sind unbewaffnet, doch die schiere Masse macht aus ihnen eine echte Gefahr. Zudem gibt es einige besondere Zombies. Der dicke Boomer schleimt die Überlebenden voll, schränkt dabei ihre Sicht ein und lockt zudem eine Horde von Zombies an. Hunter sind sprunggewaltig und katapultieren sich mit hoher Geschwindigkeit auf die Überlebenden. Smoker haben extrem lange Zungen, die sie als Würgeseil einsetzen. Witches sollten nicht in Rage gebracht werden. Und Tanks sind einfach nur riesengroß.

"Left 4 Dead" ist klar als Multiplayer-Game konzipiert, lässt sich aber auch alleine spielen. In diesem Fall werden die drei Begleiter vom Computer gesteuert. Die Künstliche Intelligenz verdient sich ihren Namen zu Recht, sodass sich der Spieler über mangelnde Unterstützung nicht beschweren muss. Der Spaß bleibt dennoch auf der Strecke. Zum einen lassen sich die KI-Kollegen nicht befehligen. Zum anderen will sich der Teamgedanke nicht einstellen. Ganz anders sieht die Sache aus, wenn sich vier Freunde über das Internet oder die Online-Plattform "Xbox Live" zusammentun. Die Atmosphäre ist bombastisch, die Anspannung steigt mit jeder Sekunde, und dank Sprachkommunikation ist das Zusammengehörigkeitsgefühl überwältigend.

Neben der Kampagne stehen auch einige Multiplayer-Modi zur Auswahl. In diesen kann sich der Spieler auch den Infizierten anschließen und gegen die Überlebenden kämpfen.

Spaßige Idee: Aufgemacht sind die Kampagnen wie Kinofilme. Zu Beginn wird ein Plakat gezeigt, nach Abschluss der Level läuft der Abspann. Dieser enthält allerlei Statistiken - unter anderem, welcher Spieler die meisten Infizierten erledigt, wer am wenigsten Schaden erlitten und wer die meisten Teammitglieder geheilt hat. Auch erfährt man, wie viele Zombies das Zeitliche segneten. Diese Zahl dürfte nur selten kleiner als 1.000 sein …

Artur Hoffmann




Datum: 04.01.2009

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