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Kylie Minogue Boombox - The Remix Album 2000-2009Anzeige Spätestens seit Madonna ihren Namen in Glitzerschrift auf einem T-Shirt trug, kann Kylie Minogue getrost über den Dingen stehen. Wer einmal derart von der "Queen Of Pop" geadelt wurde, kann sich auch ein musikalisches etwas maues Album wie "X" leisten. Und einfach nur noch voll auf die Marke "Kylie" setzen, unter der inzwischen Damenunterwäsche, Bettwäsche, Parfums und Duschgel verhökert werden. In eine ähnliche Kategorie fällt leider auch die "Boombox", die 16 Remixe von Kylie-Songs der letzten zehn Jahre enthält. Will heißen: Auf dem Album stehen natürlich ihr verkaufsfördernder und Glamour versprechender (Marken-)Name und die einiger Schwergewichte wie etwa Chemical Brothers, Fisherspooner und Mylo drauf, der Inhalt ist aber höchstens zweite Wahl. Das gilt sowohl für den Club-DJ, der die auf maximales Vier-Minuten-Popformat gekürzten Remixe wohl kaum in sein Set einbauen wird, als auch für den normalen Kylie-Fan. Denn jener wird mit "Boombox" sicher auch nicht das heimische Wohnzimmer in eine Privatdisco verwandeln. Bezüglich der meisten hier versammelten Remixe gilt: Lieber das Original hören. Schließlich bilden stets zeitgemäß kühle Elektro-Beats seit ihrem Album "Fever" das Erfolgsgerüst ihrer Musik, und von diesen entfernen sich die Bearbeitungen nicht allzu weit. Gut, "Slow" im "Chemical Brothers Mix" schraubt gegen Ende den Beatdruck etwas nach oben, Tempovariationen, überraschende Breaks oder wirklich bemerkenswerte Soundeffekte vermisst man aber. Und wer das Bootleg "Can't Get Blue Monday Out Of My Head" noch nicht kennt, in dem Kylies Überhit kongenial auf New Order trifft, hat bestimmt Spaß daran. Richtig weit vorne ist aber nur "In Your Eyes" im "Knuckleheadz"-Remix, bei dem das englische Produzenten-Duo den Radio-Pop- in einen schwer treibenen Hard-House-Hit verwandelt. Oder besser gesagt: verwandelte. Denn der Track stammt ja aus dem Jahr 2002. Diese "Boombox" ist eben alles andere als frisch. Aber sicherlich ganz gut zu vermarkten. Stefan Weber |
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