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Code 46
Anzeige Das Leben besteht aus immer neuen Herausforderungen, denen sich Michael Winterbottom mit einem Film pro Jahr stellt. 2003 präsentiert er mit dem jetzt auf DVD erhältlichen "Code 46" seine Vision einer Zukunft, in der sehr viel geregelt, bestimmt und auferlegt wird. Doch Winterbottom lässt den Gefühlen einen kleinen Schlitz, durch den sie sich ihren Weg in diese sterile neue Welt bahnen. Eine Welt, die gestört werden muss. Diese Aufgabe übernimmt der intellektuelle britische Regisseur nur zu gern - mit großer Ruhe und Präzision. William Geld (Tim Robbins) ist ein Mann, der dem entmenschlichten System der Zukunft treu ist. Er reist von Seattle nach Shanghai, um herauszufinden, wer Pässe fälscht, die zur Einreise in die letzten bewohnbaren Oasen, die der Menschheit geblieben sind, nötig sind. Doch dann trifft er die kleine Trickbetrügerin Maria (Samantha Morton) und beginnt, das System in Frage zu stellen. Er verliebt sich in sie und hat damit sogleich ein weiteres Problem: Aufgrund des Klonens tragen beide zu viele gleiche genetische Informationen in sich, um sich ineinander verlieben zu dürfen. Da sie es dennoch tun und Maria schwanger wird, verstoßen sie gegen den Code 46. Die übermächtige Bürokratie und entmündigende Vorschriften werden mit den menschlichsten Gefühlen konfrontiert. Dieser ultimative Clash, den Winterbottom entwirft, hat mitnichten ein Happy End. Emotionen wie Liebe werden schwerer zu finden sein als die Rose des Kleinen Prinzen. Individuelle Regungen stören die allgemeine Ordnung und werden dem Allgemeinwohl geopfert. Ganz so weit hergeholt ist diese These nicht. Die kühlen, künstlich wirkenden Bilder werden gestochen scharf wiedergegeben, was ihrem Charakter Rechnung trägt. Der Sound beeindruckt durch seine Räumlichkeit, in der auch der Soundtrack eine große Rolle spielt. Ein kurzes, durchaus interessantes Making Of (16 Minuten) ist das Kernstück der überschaubaren Zusatzausstattung. Andreas Fischer bewertungsbox
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Credits: |
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