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Die erste Mondlandung

Fly me to the moon

(tsch) Als Neil Armstrong am 20. Juli 1969 als erster Mensch einen Fuß auf den Mond setzte, war dies der Höhepunkt des Apollo-Projekts der US-Raumfahrtbehörde NASA. Das Jahrhundertereignis jährt sich im Sommer zum vierzigsten Mal und während die Kinodokumentation "Im Schatten des Mondes" (Start: 29. Januar) schon jetzt eindrucksvoll daran erinnert, spürt man im Internet noch wenig von dem anstehenden Jubiläum. Ohnedies widmen sich viele Seiten ausführlich dem Apollo-Projekt Mondlandung (1961 bis 1975), seinen Astronauten und unweigerlich auch den Verschwörungstheorien.

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Noch verhältnismäßig nüchtern und faktentreu informiert die Homepage der NASA, spaceflight.nasa.gov. Da sich die Seite ausschließlich der bemannten Raumfahrt widmet, sind hier vorrangig die Apollo-Flüge aufgeführt, die jeweils mit drei Astronauten besetzt waren. Um letztlich einen Menschen unbeschadet zum Mond und zurück zu bringen, konnten die Wissenschaftler und Techniker der NASA nicht auf unbemannte Testflüge verzichten. Auch hierzu bietet die Seite Informationen - wenn auch etwas versteckt: Es gibt in der rechten Spalte der Seite einen Button, unter dem sich auch diese Flüge aufrufen lassen.

Insgesamt 17 Apollo-Missionen waren geplant, 14 wurden ausgeführt - doch schon die erste scheiterte: Bei einem simulierten Countdown starben am 27. Januar 1967 drei Astronauten, nachdem ein Feuer in der Kapsel ausbrach. Nach dem tragischen Unfall änderte die NASA ihre Pläne: Die Flüge der Apollo 2 und 3 wurden gestrichen und die Missionen 4 bis 6 unbemannt durchgeführt, bis Apollo 7 schließlich mit drei Crewmitgliedern an Bord zwölf Tage lang die Erde umrundete. Auf www.projekt-apollo.com werden alle wichtigen Details zu den Flügen aufgeführt. Die deutsche Seite hält außerdem Wissenswertes zu Technik, Astronauten und dem Mond (Seite im Umbau) bereit - zunächst jeweils in einer einführenden Übersicht, deren Details sich in einzelnen, leicht verständlichen Beiträgen aufrufen lassen. Ein Glossar beantwortet dem Raumfahrt-Laien kurz und knapp, was etwa ein Parabelflug ist oder wofür die Abkürzung GET steht.

Wer sich mit der Theorie nicht begnügen will, sollte einen Blick auf www.apolloarchive.com werfen. Neben den obligatorischen Eckdaten zu Chronologie und Crew der Apollo-Missionen findet man hier einen Simulator, in dem man die Landung der Mondfähre selbst ausprobieren kann: Ein gutes Handling der Schubkraftregulierung verhindert, dass das Gefährt am Boden zerschellt. Mit dem Innenleben der Fähre selbst kann man sich in einem Querschnitt unter "Diagrams and Maps" vertraut machen.

Zwölf Männer durften im Rahmen von Apollo 11 bis 17 - die gescheiterte Mission 13 verfilmte Ron Howard mit Tom Hanks als Kommandant Jim Lovell - auf dem Mond spazieren gehen. Ihnen sind nicht nur entscheidende Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Erdtrabanten und die chemische Zusammensetzung des Gesteins zu verdanken. Die Astronauten haben auch viele beeindruckende Fotos gemacht, die den grauen Begleiter in unwirkliche Nähe rücken. Die Homepage des Lunar and Planetary Institute in Houston, Texas, www.lpi.usra.edu, hat tausende Bilder zusammengestellt, die Erde, Mond und Mission aus Sicht der Crews zeigen.

Sicher, Bilder können lügen. Bereits 1969 gab es viele Zweifler, die partout nicht glauben wollte, dass der Menschheitstraum Mondlandung nun endlich in Erfüllung gegangen sein sollte. Bis heute halten sich die Verschwörungstheorien hartnäckig - www.apollo-projekt.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Theorien zu widerlegen: Nein, die von Neil Armstrong und Buzz Aldrin aufgestellte Fahne weht nicht, sie ist an einem Querstreben befestigt, der die Stars & Stripes entfaltet. Und die unterschiedlich langen Schatten der Astronauten erklären sich nicht durch Studioscheinwerfer, sondern entstanden aufgrund der Mondkrater. Diese und 30 andere Spekulationen werden auf der Seite entkräftet.

Die Crew der Apollo 17 kehrte am 19. Dezember 1972 vom letzten bemannten Mondflug zur Erde zurück. Aus finanziellen Gründen wurden drei weitere geplante Missionen gestrichen - das Projekt hatte bis dahin fast 20 Milliarden US-Dollar gekostet. Doch der Erdtrabant ist auch heute noch für die NASA interessant. Auf www.moontoday.net ist nachzulesen, dass erst am 19. Januar ein Mini-SAR, ein Radargerät, das seit November letzten Jahres den Mond umkreist, erste Bilder zur Erde schickte: Die Aufnahmen sollen den Forschern Aufschluss über mögliche Eis- und Mineralienvorkommen in den tiefsten Krater an den Mondpolen geben. Die Regierung Bush träumte gar noch von einer permanent-bewohnten Mondbasis.

Vor 40 Jahren dachte die Mehrheit der Beobachter der ersten Mondlandung wohl noch nicht an solch weit reichende Erwägungen. Als der erste Schritt auf das Mondgestein getan war, herrschte eine überwältigende Euphorie: Mit Neil Armstrong war die ganze Welt auf dem Mond. Dieses Gefühl der Einheit hielt nicht lange an, doch der Dokumentarfilm "Im Schatten des Mondes" (2007) lässt die Faszination und den Optimismus, der von dem Projekt ausging, nachempfinden - erzählt aus der Sicht der Astronauten, darunter Buzz Aldrin, Alan Bean und Jim Lovell. Viel mehr als einen Trailer bietet die Homepage des Films, www.imschattendesmondes.de, jedoch nicht.

Alexandra Petrusch


Infoseite der NASA zu den Flügen des Apollo-Projekts - oben in der rechten Spalte kann man die unbemannten Missionen aufrufen.
Infoseite der NASA zu den Flügen des Apollo-Projekts - oben in der rechten Spalte kann man die unbemannten Missionen aufrufen. (spaceflight.nasa.gov/history/apollo/index.html)

Eine ausführliche, informative deutsche Seite, die auch ein Raumfahrt-Glossar bildet.
Eine ausführliche, informative deutsche Seite, die auch ein Raumfahrt-Glossar bildet. (www.projekt-apollo.com)

Hier kann sich jeder User den Traum der Mondlandung im Simulator erfüllen.
Hier kann sich jeder User den Traum der Mondlandung im Simulator erfüllen. (www.apolloarchive.com)

Datum: 24.01.2009

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