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"Skate 2" macht wie sein Vorgänger eine gute Figur

Gestanden oder gestürzt?

Üben, üben, üben - wie der Vorgänger ist auch "Skate 2" eine realistische Simulation geworden, bei der nur das Wenigste auf Anhieb gelingt.

(mb/tsch) „Skate 2“ ist eine gelungene Fortsetzung. Die hervorragende Grafik lässt das coole Treiben der Skater sehr realistisch aussehen. Das Skate-Simulationsspiel ist alles andere als einfach, schafft es aber, den Spieler durchgehend zu motivieren und bei der Stange zu halten. Zudem wartet „Skate 2“ mit vielen Neuerungen und witzigen Einfällen auf wie z.B. die „Hall of Meat“, in der besonders üble und spektakuläre Unfälle landen, um abermals bewundert und sogar der Online-Community präsentiert zu werden.

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Aller Anfang ist bei "Skate 2" schwer - zunächst allerdings verdammt witzig. Nicht nur EA bewies beim Introvideo Humor, sondern auch die Skater-Szene, deren Stars hier als Wächter und Insassen einen Knast bevölkern, aus dem der Spieler nach fünf Jahren Haft entlassen wird.

Vieles hat sich in der virtuellen Metropole San Vanelona in der Zwischenzeit verändert. Geblieben ist jedoch die unbändige Lust zu skaten, zu grinden und zu jumpen - und damit letztlich auf den Titelseiten der Magazine zu landen. Aber nicht nur die eigene Karriere will wiederbelebt werden - auch die unterdrückte Skater-Szene schreit geradezu nach einem Messias, der die frei befahrbaren Straßen und Spots zurückerobert, die von der Polizei und der ominösen MongoCorp bewacht werden ...

Unverändert ungewöhnlich: die als "Flickit" bezeichnete Steuerung. Im Gegensatz zur "Tony Hawk's"-Reihe wird hier reger Gebrauch von den Analog-Sticks gemacht. Anstatt beispielsweise mit einem Druck auf die X-Taste einen Ollie hinzulegen, muss der "Skate 2"-Spieler den rechten Analog-Stick zunächst nach unten ziehen und dann blitzschnell nach oben schnalzen lassen. Andere Richtungskombinationen ergeben Kick- und Heelflips, Grinds oder One Foots. Wie hoch oder weit der Sprung geht, hängt davon ab, wie schnell der Anlauf war und wie lange der Stick in der unteren Position gehalten wurde. Exaktes Timing ist dabei das A und O - und entscheidet letztlich über "gestanden" oder "gestürzt". Apropos: Besonders üble Unfälle landen in der "Hall of Meat" oder lassen sich dank Videoaufzeichnung immer wieder bewundern und sogar der Online-Community vorführen.

Für "Skate 2" haben die Macher noch tiefer in die Trickkiste gegriffen und das Repertoire deutlich erweitert. Mit den Sticks und den beiden Schultertasten lassen sich nun auch schräge Stunts wie Handplants und Hippy-Jumps vollführen. Bei Letzteren springt der Spieler etwa über eine Sitzbank, während sein Board drunter hinwegrollt. Bis das jedoch klappt, heißt's: üben, üben und nochmals üben. "Skate 2" ist alles andere als leicht zugänglich, aber motivierend genug, um am Brett zu bleiben. Man ruht nicht, ehe man die nächste Herausforderung im Karrieremodus gemeistert hat.

Deren Bandbreite reicht von Downhill-Rennen über Duelle gegen Profis wie Danny Way oder Chris Cole bis hin zu Challenges, die von einem weiteren neuen Feature Gebrauch machen: Auf Knopfdruck kann der Spieler nun vom Brett steigen, Treppen gehen und herumstehende Objekte wie Mülltonnen, Rampen oder Bänke nach Belieben umordnen. Ganze Spots lassen sich so kreieren, abspeichern und ebenfalls mit der Community teilen.

Zahlreiche Detailverbesserungen bei der ohnehin schon hervorragenden Grafik, dem Bedienkomfort (eigene Rücksetzpunkte) und dem Video-Editor machen "Skate 2" bereits zu einer gelungenen Fortsetzung. Dazu kommen ein halbes Dutzend Online-Modi, mitunter krude Mini-Games (Wer fabriziert die meisten Knochenbrüche?) und eine frei befahrbare Stadt voller Skater-Parks, Bowls und irrer Halfpipes. Wer noch mehr Features in Form freischaltbarer Mini-Addons will, muss allerdings bezahlen: rund sechs Euro für das "Filmer Pack" mit zusätzlichen Kameraperspektiven, vier Euro für Locations aus dem alten "Skate" und noch einmal vier Euro für Rob Dyrdek's "Fantasy Factory" nahe L.A. ...

Bernd Fetsch




Datum: 01.02.2009

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