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Nashville Pussy rocken hart in "From Hell To Texas"

Nashville Pussy From Hell To Texas

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Anständiger Rock'n'Roll ist unanständig. Das wissen Nashville Pussy. Ihr Debüt dürften selbst Leute kennen, die außerhalb ihres Dunstkreises stehen. "Let Them Eat Pussy" hieß es, entsprechend fiel die Covergestaltung aus. Weniger skandalös gestaltete sich der Inhalt, die nächste Hausnummer in der Straße der heiligen Dreifaltigkeit von Sex, Booze und Rock'n'Roll war besetzt. Ihr fünftes Album "From Hell To Texas" fällt in die tiefe Baugrube, auf deren Grund sich allabendlich Menschen treffen, die Songs mit Namen wie "Dead Men Can't Get Drunk" oder "Speed Machine" verfassen.

Die Grundstückspreise steigen in dieser Straße. Im vergangenen Jahr gingen AC/DC-Platten wie kaltes Bier über den Tresen. Nashville Pussy aus Georgia stellen sich hinten an. Es sind zwei Männer und zwei Frauen, die rocken wie vier wild gewordene Präriehunde. Es gibt keine Suche nach Kniffen und Tricks, es gibt es auf die Schnauze. In Willie Nelsons Studio wurde aufgenommen, in einer Badewanne voll Whiskey wurde vielleicht die ein oder andere Zeile verfasst. "I'm so high, gotta look down to see the sky." Der zugehörige Song hat tatsächlich was von AC/DC, und Danko Jones ist als Gast dabei. Anderes atmet Südstaaten-Flair, skandinavischen Rotzrock oder Blues, die sehr naive Glam-Händeklatscherei von "Why Why Why" sowie eine entspannt schaukelnde Harp-Country-Rock-Nummer namens "Lazy Jesus" verbreiten Hitze und vertreiben den Kater.

Skandalös ist dabei gar nichts. "From Hell To Texas" wird hochprozentig und pur angeboten. Entweder du säufst das Zeug bis zum Umfallen, oder dir wird bereits vom Geruch schlecht. Zum Geschmack der Woche taugen Nashville Pussy nicht. Auch an die teuer gehandelten Marken reicht ihr erneut von Daniel Rey (Ramones) destilliertes Gesöff nicht heran. Aber in Holzfässern wurde es gelagert. Und mit Liebe behandelt. Das schmeckt man.

Alexander Diehl


Datum: 10.02.2009

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