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"Sand und Tränen" konfrontiert mit dem Völkermord in Darfur

Sand und Tränen

(cg/tsch) George Clooney ist einer jener Hollywood-Stars, die sich für die Dritte Welt engagieren. Der Darfur-Konflikt im Westen des Sudans liegt dem Schauspieler und UNO-Sonderbotschafter seit geraumer Zeit am Herzen. 2007 versuchte Clooney nebst anderen Hollywood-Gröβen, die Welt auf den schrecklichen Völkermord in Darfur aufmerksam zu machen, indem er in der Doku „Darfur Now“ mitspielte. Im selben Jahr produzierte er gemeinsam mit Regisseur Paul Freedman den Dokumentarfilm "Sand und Tränen", der in authentischen Bildern von der „ethnischen Säuberung“ von Hunderttausenden nicht-arabischer Zivilisten durch die Miliz arabischer Abstammung erzählt, vor der alle Regierungen lange die Augen verschlossen hielten.

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Schon seit Jahren engagiert sich Hollywood-Schauspieler und UNO-Sonderbotschafter George Clooney für die Opfer des Darfur-Konflikts. Er sammelt im Zuge dessen allerdings nicht nur Spendengelder, sondern will vor allem auf das Schicksal der Menschen aufmerksam machen, die tagtäglich vom Völkermord bedroht sind. Deshalb produzierte er gemeinsam mit Regisseur Paul Freedman den Dokumentarfilm "Sand und Tränen" (2007), der in aufrüttelnden Bildern bewusst machen soll, wie schlimm die Lage wirklich ist, vor der alle Regierungen die Augen lange verschlossen hielten.

Seit Jahren herrscht Todesangst unter der schwarzafrikanischen Bevölkerung in Darfur im Westen des Sudans. Es schwelt ein Konflikt zwischen Einwohnern arabischer Herkunft und solchen mit nicht-arabischen Wurzeln. Da die Regierung des Sudans nur aus arabischstämmigen Mitgliedern besteht, kam es im Jahr 2003 zum Aufstand schwarzafrikanischer Rebellengruppen, die mehr Mitspracherecht von Nicht-Arabern bei der Staatsführung forderten.

Die Antwort der Zentralregierung in Khartum folgte in Form von Milizen, den sogenannten Janjawid, die seitdem durchs Land ziehen und nicht-arabische Männer grausam töten, Frauen vergewaltigen und selbst Kinder nicht verschonen. Nicht die aufständischen Rebellen allein sind ihr Ziel, sondern die Zivilbevölkerung. Die Folge ist einer der schlimmsten Fälle "ethnischer Säuberung". Mehrere Hunderttausend haben in diesem Völkermord bislang ihr Leben verloren, rund 2,5 Millionen Menschen wurden aus ihren Dörfern vertrieben und leben nun in Flüchtlingslagern.

Das schreckliche Schicksal der Einwohner Darfurs wird in "Sand und Tränen" in der deutlichsten Drastik dargestellt, die dieses Medium hergibt. Es werden immer wieder grausame Bilder von Toten gezeigt, die mit eingeschlagenem Kopf oder Schusswunden seit Tagen im Wüstensand liegen und verwesen. Es stellt sich allemal die Frage, ob der Film wirklich bereits ab zwölf Jahren freigegeben werden sollte. Neben der Lage der Menschen im Sudan hat die Dokumentation aber noch ein weiteres, überaus wichtiges Thema: die Reaktion der UNO-Staaten auf den anhaltenden Konflikt in Darfur. Die internationale Gemeinschaft schaffte es nicht, sich geschlossen für ein Mandat in Darfur einzusetzen und sich somit aktiv an einer Lösung zu beteiligen. Hier wurden die Augen lange vor der Problematik verschlossen.

Erläutert werden die Zustände im Sudan von verschiedenen Aktivisten, Journalisten und Sudan-Wissenschaftlern. Selbst ein Rebellenführer und der jetzige US-Präsident Barack Obama kommen zu Wort. Als Erzähler der amerikanischen Originalfassung fungiert Produzent George Clooney.

Leider lässt die technische Qualität der DVD zu wünschen übrig. Das Bild ist grobkörnig und leicht unscharf. Der Ton hingegen wirkt stets klar. Zusatzmaterial ist auf der DVD nicht enthalten.

Elisabeth Singer

bewertungsbox

bildformat 1,78:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (DTS / DD 5.1), Englisch (5.1)
untertitel Deutsch
extras Keine
laufzeit 97 Min.
tonsystem DTS / Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 17 Euro
bewertung bild ausreichend
bewertung ton gut
bewertung extras keine Wertung

Credits:
(USA 2007, R: Paul Freedman)


Hollywood-Schauspieler George Clooney produzierte den Dafur-Dokumentarfilm "Sand und Tränen" (2007).
Hollywood-Schauspieler George Clooney produzierte den Dafur-Dokumentarfilm "Sand und Tränen" (2007). (Sunfilm)

Der jetzige US-Präsident Barack Obama setzte sich schon als Senator für die Menschen in Darfur ein.
Der jetzige US-Präsident Barack Obama setzte sich schon als Senator für die Menschen in Darfur ein. (Sunfilm)

Rund 2,5 Millionen Vertriebene leben in Flüchtlingslagern.
Rund 2,5 Millionen Vertriebene leben in Flüchtlingslagern. (Sunfilm)

Datum: 26.02.2009

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