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Singt "Notorious B.I.G." eine Hymne auf den Rapper?

Notorious B.I.G.

Nachdem Eminem in „8 Mile“ (2002) und 50 Cent in „Get Rich Or Die Tryin'" (2005) ein filmisches Porträt bekamen, ist nun die Zeit für einen weiteren HipHop-Film reif: Ein Biopic mit dem schlichten Titel „Notorious B.I.G.“ soll den Rap-Superstar der Eastcoast ehren, der am 9. März 1997 ermordet wurde. Gespielt wird Notorious B.I.G. von einem Rapper aus Brooklyn – dem Stadtteil, in dem auch „Biggie“ zu Hause war – namens Jamal Woolard. Beim HipHop-Biopic, das am 26. März in den deutschen Kinos startet, stand George Tillman Jr. („Men of Honour“) hinter der Kamera.

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Regie: George Tillman Jr.
Hauptdarsteller: Jamal Woolard, Angela Bassett, Derek Luke
Kinostart: 26. März 2009
Verleih: Twentieth Century Fox

Der New Yorker Rapper Notorious B.I.G. fiel 1997 dem Krieg zwischen den zwei verfeindeten HipHop-Labels „Bad Boy Records“ (New York) und „Death Row Records“ (Los Angeles) zum Opfer, oder kurz gesagt, dem Gangster-Krieg zwischen East Coast und West Coast. Ein halbes Jahr früher trauerte die HipHop-Gemeinde um ein anderes prominentes Opfer – B.I.G.`s grössten Rivalen Tupac Shakur – und so nimmt man bis heute an, der eine musste mit seinem Leben für den Tod des anderen bezahlen.

B.I.G., der Mann, der 1,90 Meter groβ und 160 Kilo schwer war, wurde nur 24 Jahre alt. Doch schon vor seinem Tod war der Rapper bereits zu einer Legende geworden. Aufgewachsen war er in einem Problembezirk Brooklyns, wo er schon früh sein Geld als Drogendealer verdiente: die klassische Vergangenheit eines Gangsta-Rappers.

Währendessen verfasste der damalige Teenager bereits Rap-Songs und bekam die Chance, sein Brot als Musiker zu verdienen und wenig später zu dem vielleicht gröβten Superstar der HipHop-Geschichte aufzusteigen.

Im Biopic „Notorious B.I.G.“ wird der Werdegang des kleinen Dealers zum gefeierten Star beleuchtet, seine Freundschaft zu Puff Daddy (gespielt von Derek Luke, „Pieces of April“), die Ehe mit R&B-Sängerin Faith Evans sowie die Liebesbeziehung zu Skandal-Rapperin Lil Kim. Ein klassisches Biopic also, harmlos und nett. Schlieβlich wollte Puff Daddy, der diesen Film mitproduzierte, seinen ehemaligen besten Freund in einem positiven Licht darstellen. B.I.G.`s Mutter Voletta Wallace (im Film verkörpert von Angela Bassett, „Strange Days“) soll auch am Projekt mitgewirkt haben.

Also wird der East-West-Konflikt im Film zwar angesprochen, 2Pac taucht auf, gespielt von Anthony Mackie (Papa Doc in „8 Mile“), doch der Streit zwischen den beiden verfeindeten HipHop-Stars wird kaum thematisiert. Auf eine Darstellung des kriminellen Treibens aller Beteiligten wurde zugunsten einer Glorifizierung des Porträtierten nicht ausreichend eingegangen, hielt man dem Biopic in Amerika vor. US-Kritikern missfiel auch die klischeehafte und brave Inszenierung des kontroversen Gangsta-Rappers, der ganz nach dem Schema von „Walk The Line“ und „Ray“ zu einem Heiligen stilisiert wurde, der er sicher niemals sein wollte.

Und so bewegt sich „Notorious B.I.G.“ wahrscheinlich eher im harmlosen Biopic-Genre, ohne zu einem Gangsterfilm oder gar zu einem sozialen Drama wie etwa Eminems Meisterwerk „8 Mile“ heranzuwachsen. Alle, die HipHop lieben, werden mit diesem Film trotzdem ihren Spaβ haben. Denn Musik gibt es in „Notorious B.I.G.“ mehr als genug.

Vanya Müller


Das offizielle Plakat zum Film. Foto: Fox
Das offizielle Plakat zum Film. Foto: Fox

Tupac Shakur (Anthony Mackie) und Notorious B.I.G. (Jamal Woolard). Foto: Fox
Tupac Shakur (Anthony Mackie) und Notorious B.I.G. (Jamal Woolard). Foto: Fox

Der erste Angriff auf Tupac Shakur 1994 fand in einem New Yorker Studio statt. Foto: Fox
Der erste Angriff auf Tupac Shakur 1994 fand in einem New Yorker Studio statt. Foto: Fox

Datum: 26.02.2009

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