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Im Auftrag des Teufels(tsch) Der Teufel war schon einige Male in Menschengestalt da. Man denke nur an Gabriel Byrne an der Seite Arnold Schwarzeneggers in "End of Days" (1999). Doch Al Pacinos Satansspiel im Thriller "Im Auftrag des Teufels" (1997), ist in außergewöhnlicher Erinnerung geblieben. Denn das Drehbuch gab dem Oscarpreisträger nahezu die gesamte Zeit über keine großen Effekte, keine spektakulären Bluttaten, keine lächerlichen Verwandlungen des Körpers. Pacino war ein erschreckend menschlicher Teufel. Anzeige Al Pacino, zuletzt an der Seite von Robert De Niro mit dem Krimi "Righteous Kill" im Kino, spielt John Milton, den Inhaber einer mächtigen Anwaltskanzlei in New York, der auf den talentierten Kevin Lomax (Keanu Reeves) aufmerksam wird. Der hat sich in seiner Heimat, einer kleinen Stadt in Florida, als skrupelloser Verteidiger erwiesen, dem die Schuldfrage völlig einerlei ist. Milton lässt ihm ein überwältigendes Angebot machen. Lomax kommt gemeinsam mit seiner Frau Mary Ann (Charlize Theron) nach New York. Dort werden beide buchstäblich durch die Hölle gehen, was sie freilich nicht ahnen, als sie dem charismatischen Chef erstmals begegnen. Der findet Gefallen an Lomax' Auftreten und beruft ihn bald schon zu Höherem. Der Junge aus Florida muss den Verführungen des Geldes, des Erfolges und der Macht erliegen, um vollends zum Auftragsausführer des Teufels zu werden. In der Zwischenzeit hat Mary Ann Visionen, die sie an den Rand ihrer psychischen Kraft bringen. Doch Lomax schenkt den Warnungen seiner Frau keinen Glauben. Lange Zeit hält sich Regisseur Taylor Hackford in seinen Schilderungen sowohl verbal als auch visuell angenehm zurück. "Im Auftrag des Teufels", der sowohl in Übersee als auch in Europa beachtliche Erfolge erzielte, ist mehr exzellent gespieltes Drama denn Effekt-Spektakel. Nur das überzeichnete Ende fällt aus dem Rahmen, ist aber dramaturgisch unumgänglich, um den Konflikt auf die Spitze zu treiben und schließlich aufzulösen. Keanu Reeves war 2008 nach zweijähriger Leinwandabstinenz in gleich zwei Filmen im Kino zu sehen: neben Forest Whitaker in dem Polizeithriller "Street Kings" und in dem Sci-Fi-Streifen "Der Tag, an dem die Erde still stand" als mysteriöser Alien Klaatu, der der Erde einen Besuch abstattet. Al Pacino hingegen steht momentan für den Film "Dali & I: The Surreal Story" als der große Maler und Begründer des Surrealismus Salvador Dalì vor der Kamera. Alexander Franck |
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