Cop Bruce Willis rettet Zeuge Mos Def in "16 Blocks"
.
16 Blocks
(tsch) Ein Polizist gegen alle. Ein Cop gegen das System, das ihn ernährt. Ein Alleingänger ist er; ein Mann, der zu dem steht, was er sagt. Wer könnte eine solche Figur besser verkörpern als Bruce Willis? Dem Star war das Action-Genre zwischenzeitlich fremd geworden. Er drehte Komödien und Gruselfilme. Doch dann kehrte er 2005 in sein vermeintliches Lieblingsfach zurück und überzeugte in "Sin City" ebenso wie in "The Hostage". Es folgte der vierte Teil der "Stirb Langsam"-Reihe und "16 Blocks" (2006), den ProSieben nun wiederholt. Und auch 2009 kommen die Willis-Fans auf ihre Kosten: In der Comic-Verfilmung "The Surrogates" legt er sich ab 22. Oktober wieder mit der halben Welt an.
Anzeige
In Richard Donners "16 Blocks" spielt Willis einen kantigen Cop, der zum Beschützer eines Verbrechers namens Eddie Bunker (Mos Def) wird, der vor Gericht gegen korrupte Polizisten aussagen soll. Die sind skrupellos und versuchen, den plappernden Gefangenen auf der Fahrt ins Gerichtsgebäude zu beseitigen. Dafür haben sie 16 Straßenblocks Zeit, denn so weit ist es bis zum Ort der Zeugenaussage. Natürlich heißt der gute Cop Jack, ein neben John stets wiederkehrender Name in der Karriere des fast 54-jährigen Schauspielers.
Jack also muss jemandem das Leben retten, der gegen seine eigene Zunft wettern soll, damit langjährige Kollegen vor den Kadi ziehen könnte. Jack macht das, weil er ein Mann mit Prinzipien ist, seinen eigenen natürlich. Und wenn er meint, es geschehe Unrecht, dann sollen seine Gegner mal sehen, was ihnen blüht. Männer wie Jack haben schnell mal Feinde, weil sie nicht so wollen wie die anderen, die meistens korrupt sind oder anderweitige Charakterdefizite haben. Natürlich ist das nicht von Anfang an so. Jack braucht Zeit, um wachgerüttelt zu werden von der Schlechtigkeit der Welt. Doch die Erleuchtung kommt schneller, als es seinen Gegnern und Kollegen lieb ist: Also haut und schießt Jack um sich, aus Prinzip eben. Keiner kann das so gut wie Bruce Willis.
Eigentlich passen Beschützer und Beschützter nicht zusammen: Willis, der passionierte Handmade-Rocker, und Mos Def, der introvertierte HipHopper, sind ein skurriles Schauspielgespann, was der Glaubwürdigkeit ihrer Rollen nur gut tut. Sie tauschen quasi ihr Naturelle: Der eine wird für den Film zum stummen Beißer, der andere zum nervtötenden Plappermaul.
Regisseur Richard Donner, der schon mit seinem staubtrocken-humorigen Action-Quartett "Lethal Weapon" ähnliches Terrain beackert hat, lässt die Hand des Routiniers erkennen. Willis und Mos Def dürfen drauflos spielen, dass es zumindest für die "Stirb Langsam"-Fraktion im Publikum eine Freude ist. Die Dialoge sind so geschliffen wie ironisch und so trocken, wie sie nur aus den Mündern harter Männer kommen können. Bruce Willis trägt übrigens Schnurrbart. Und er gewinnt. Natürlich.
Jan Treber
Der New Yorker Cop Jack Mosley (Bruce Willis) bekommt einen eigentlich harmlosen Auftrag. (ProSieben / Nu Image)
Cops haben es auf den Kleinkriminellen Eddie Bunker (Mos Def) abgesehen. (ProSieben / Nu Image)
Jack Mosley (Bruce Willis) kämpft mit aller Kraft um das Leben von Eddie. (ProSieben / Nu Image)
Leider kann man die Menschen ja in aller Regel nicht mehr danach fragen, was in den letzten Augenblicken vor ihrem Ableben in ihnen vorging. Doch stimmt die Rede vom inneren Film, der vor dem Exitus abläuft, ...
Ja, er kam zurück, der Terminator. Im Frühsommer war "Terminator: Die Erlösung" mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 369 Millionen US-Dollar allen Unkenrufen zum Trotz abermals ein Erfolg. Die ...
Die Rolle des „X-Men“-Mutanten Wolverine machte Hugh Jackman zum Star. Er hatte das Glück, dass gerade seine Figur für aufregend genug befunden wurde, um einen eigenen Film zu bekommen. Das Prequel „X-Men ...
AKTUELLE ERGÄNZUNG VOM 3.1.2010: "Titanic"-Regisseur James Cameron hat´s wieder allen gezeigt: Nach nur drei Wochenenden hat "Avatar" bereits über eine Milliarde Dollar weltweit eingespielt. Schon jetzt ...
Das „Star Trek“-Universum hatte dringend eine Verjüngung nötig. Damit sind nicht bloß mehr Effekte gemeint, nein, der mittlerweile fast 50 Jahre alte SciFi-Klassiker musste sich wirklich verändern, um ...
Mehr Transformers, schnellere Schnitte, bombastischere Action und noch mehr atemberaubende Effekte gab es in Michael Bays „Transformers – Die Rache“, dem zweiten Teil seiner Spielzeug-Action-Zerstörungsorgie. ...
Anzeige
Konzert-DVD im Stream Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream