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Britney Spears
Kinderfotos und RemixeSängerin Britney Spears (tsch) Mann, Mann. Was waren wir alle in Britney Spears verliebt. Ein kleines Teenage-Gör, das bei Fotoshootings auf einem Kinderroller posierte, Hotpants, auf denen "Baby" stand, am Hinterteil. Und die sang "Oops, I Did It Again". Diese "Ich will doch nur spielen"-Laszivität mit Lolita-Appeal dürfte wenige Männer kalt gelassen haben. Aber das war Ende der 90er-Jahre. 2005 ist Britney Mama, im Reisepass steht - zumindest Insider-Gerüchten zu Folge - Federline. Dieser Tage erscheint ein Remix-Album, das endlich wieder die musikalischen Qalitäten der Spears unterstreichen soll. Ob das klappt, ist freilich im höchsten Maße zu bezweifeln. Anzeige
Denn der Gossip rund um Britney und ihren Ehemann, den 27-jährigen Tänzer Justin Federline, nahm in den letzten Wochen schon seltsame Blüten an, was vor allem an der Geburt des kleinen Sean Preston lag. Denn ganze neun Wochen lang wartete die Weltöffentlichkeit oder zumindest der von der Yellow Press repräsentierte Teil derselben auf Bilder. "People" schließlich bekam satte neun Wochen nach der Geburt des Kleinen den Zuschlag für eine exklusive Fotoserie. Über den Preis schwieg man sich im Hause Spears lieber aus, er soll aber bei mehreren Millionen Dollar liegen. Das Pikante: Einige der Bilder tauchten bereits vorab im Netz auf - und führten zu erhitzten Diskussionen innerhalb des Familienclans, wer nun die undichte Stelle gewesen sei. Fans vermuteten sie eher bei Familie Federline - und stimmten in einem Online-Poll des Revolverblattes "The Star" gleich mal für eine Auflösung der Ehe, was das jung vermählte Paar freilich wenig kratzen dürfte, zumal es momentan genug um die Ohren hat: Federlines Ankündigungen, unter dem Namen K-FED in Zukunft ebenfalls Musik zu machen, sorgten für Spott und Häme, die die beiden noch mehr getroffen haben dürften, als Britneys Krönung zum "Worst Dressed Star" in einer britischen Fernsehshow. Dabei hatte alles so schön begonnen, nach diversen gescheiterten Versuchen bei "Star Search" - im Fernsehen. Britney als züchtiger Teenager, im Dunstkreis von Größen wie Christina Aguilera oder Justin Timberlake. Das war das, was man als "Good Clean Fun" bezeichnen konnte. Fleisch gewordener "Disney Club", Unterhaltung für Kids, ohne Drogen, Sex und böse Wörter, dafür mit vollendet gebleachtem Dauerlächeln. Als nach knapp drei Jahren die Show eingestellt wird, gelingt der zweite Teil der Karriere: "Baby, One More Time" etabliert Britney als Kindfrau, die zumindest ein bisschen schmutzig ist. Ein erotisches Pinup, das geschickt die Bedürfnise des Marktes bedient, gleichzeitig Projektionsfläche für die Popstar-Träume junger Mädchen und Sexsymbol ist. Was folgt, ist eine Karierre, die sich durch zweierlei auszeichnet: Einerseits Millionenverkäufe, andererseits - und das scheint wichtiger - ein Dauerabo auf die Klatschspalten aller Zeitungen. Britney betrunken, ein Jungferngelöbnis, die Beziehung zu Justin Timberlake, ein wirklich miserabler Kinofilm, eine peinliche Blitzhochzeit im Vollsuff, schließlich die Ehe mit Federline, die für ein Reality-TV-Format geschickt und finanziell lohnend zweitverwertet wird: Es wird nie langweilig. Und jetzt also wieder Musik: Produzentenpop, der nicht wirklich schlecht, aber nicht wirklich spannend ist. Solides Handwerk, das sich verkaufen wird, wie geschnitten Brot, aber kaum Stoff für die Tabloids hergibt. Warum auch, die beschäftigen sich lieber mit anderen Dingen. Etwa mit dem Gerücht, dass der Streit und das Gezicke mit Disney-Club-Kollegin und Konkurrentin Christina Aguilera ein Ende hätte. Oder auch mit der angedachten Broadway-Karierre. Oder der Tatsache, dass Britney Spears in Malibu einkaufen war. Gut möglich, dass sie auch diese Schlagzeilen genießt. Denn aller Ruhm ist vergänglich, verliebt ist in Britney Spears wohl kaum jemand mehr. Warum auch, kürzlich erschien eine CD von einem blonden Teenager-Mädchen. Sehr hübsch, sehr amerikanisch. Gerade 18 geworden, bisher schon erfolgreich in TV und Kino. Rühmliche Disney-Vergangenheit. Der Name: Hilary Duff. Aber lassen wir das, das ist ein anderes Thema. Jochen Overbeck |
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