Über den Film "Monsters vs Aliens" dürften in erster Linie die Eltern lachen, das Spiel richtet sich eindeutig an deren Kids. Eine der besseren Hollywood-Umsetzungen ...
(mb/tsch) Zum Animationsfilm-Erfolg der Dreamworks-Studios “Kung Fu Panda” erschien ein passables Computerspiel. Nun läuft ein weiteres Zeichentrickabenteuer derselben Produktionsfirma im Kino an - “Monsters vs Aliens” – und pünktlich zum Kionstart erscheint auch das Game dazu. Wieder einmal ist es ein überraschend gutes, was bei Lizenzprodukten bekanntlich nicht gerade oft der Fall ist. Die vielfältigen Monster, die die Menschheit vor der Alien-Invasion retten sollen, machen wirklich Spaß. Allen voran: ein blauer, alles fressender Schleimball, der einfach unersättlich ist…
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BoB, so der Name des hirnlosen Glibberpuddings, rettet zwar nicht im Alleingang die Welt vor der Invasion durch den Alienherrscher Gallaxhar, dafür jedoch das Videogame vor dem Mittelmaß. Ohne schleimen zu wollen: In den insgesamt zwölf Level sind seine Einsätze die mit Abstand abwechslungsreichsten, was vor allem seiner Konsistenz zu verdanken ist. Die blaue Blubber-Amöbe kann an Decken und Wänden entlangkriechen, durch Gitterstäbe sickern und ebenso Kisten wie Wachmänner verschlucken. Letztere benötigt er unter anderem, um durch Sicherheitstüren zu gelangen. Aber auch kurzweilige Fadenkreuz-Ballereien stehen bei BoB auf dem Programm ...
Gehörig Tempo bringt Gigantika ins Spiel. Die 20-Meter-Frau, die eigentlich Susan heißt und durch intergalaktischen Steinschlag zur Riesin mutierte, skatet vornehmlich auf Jeeps durch die Gegend, springt über Abgründe und stemmt gewaltige Stahltüren in die Höhe. Das Mischwesen Missing Link, halb Fisch, halb Affe, prügelt sich dagegen Genre-getreu und überraschungsarm durch Heerscharen von Robotern, hüpft über Plattformen und weicht dank seiner Akrobatik feindlichem Raketenbeschuss aus. Kaum zu übersehen und dennoch etwas zu kurz gekommen: Insektosaurus, eine gewaltige Atom-Made, mehr als 100 Meter hoch. Sie steuert der Spieler immer dann, wenn es - wie im Film - in Godzilla-Manier gegen die Riesenroboter von Gallaxhar geht.
Letztes Mitglied der verkannten Monstertruppe ist Dr. Kakerlake. Ein geradezu geniales Getier, das sich jedoch mit einer Assistenzstelle zufriedengeben muss. Gelegentlich ist es möglich, dass ein Freund ins Geschehen einsteigt und dem Spieler mit Hilfe von Dr. Kakerlakes Drohnen unter die Arme greift.
Während sich die Monstertruppe der Filmvorlage folgend durch die wichtigsten Schauplätze schlägt, geht nicht nur jede Menge zu Bruch. Es werden durch das Einsammeln von Monster-DNS auch zahlreiche Extras freigeschaltet: Bildergalerien, Minispiele, entfernte Szenen. Besonders witzig: die Audiokommentare der Helden! Allein deshalb lohnt es sich, die Level noch einmal anzugehen, wenngleich es grafisch nicht allzu viel zu entdecken gibt. Klar, dass die Next-Gen-Versionen für PS3 und Xbox 360 noch den besten Eindruck hinterlassen. Aber die Unterschiede zur Wii-, PC- und PS2-Fassung sind eher marginal. Leider wurden auch nicht die Original-Synchronsprecher des Films verpflichtet. Statt Diana Amft, Oliver Kalkofe und Ralf Moeller muss man sich nun mit mittelmäßigen Soundalikes zufriedengeben. Und auch der bissige Humor und die zahllosen Anspielungen des Films finden sich im Activision-Game nicht wieder. Nichtsdestotrotz: Für ein paar Lacher und vergnügliche Stunden ohne großen Anspruch ist "Monster vs Aliens" gerade recht.
Gerd Hilber
Datum: 28.03.2009
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Diskussion: "“Monsters vs Aliens” überrascht positiv" lesen
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