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Kann man wieder und wieder schauen: "Pulp Fiction"

Pulp Fiction

"Es war einmal im von Nazis besetzten Frankreich ..." - So beginnt der Trailer von Quentin Tarantinos nächstem Kinofilm. Am 20. August lässt der Ausnahme-Regisseur seine "Inglourious Basterds" auf der großen Leinwand los. Der Auftrag von Brad Pitt, Eli Roth, Til Schweiger und Co. lautet: Nazis töten! Sicher ist: Ein herkömmlicher Kriegs-Film erwartet das Publikum nicht. Vielmehr verspricht Tarantino eine Art Spaghetti-Western im Zweiten Weltkrieg. Welches Genre auch immer: Zartbesaitete sollten das Werk jedenfalls meiden. Ebenso wie Tarantinos brutalen Kultfilm "Pulp Fiction" (1994), den vox nun abermals ausstrahlt.

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Eine Nacherzählung des Inhalts von "Pulp Fiction" ist ebenso schwierig wie überflüssig. Der Gewinner der "Goldenen Palme" von Cannes, bei der Oscar-Verleihung politisch korrekt mit einem Preis fürs beste Drehbuch abgespeist, lebt nicht von vielen einzelnen Geschichten; es ist die Kreativität, mit der sie Tarantino miteinander vernetzt.

Da sind eine Vielzahl von Protagonisten, deren Lebenswege sich kreuzen (oder auch nicht), eine abstruse Aneinanderreihung der skurrilsten Ereignisse, ein lässiger Umgang mit dem Thema Logik. All das findet einen mehr als brüchigen Rahmen in einem Zeitrhythmus, der sich nicht an solch abgedroschene Gepflogenheiten wie Chronologie halten will. Der Film ist ein zweieinhalbstündiger Drahtseilakt, doch Tarantino fällt nie, ja er schwankt nicht einmal.

Herausragend wird "Pulp Fiction" jedoch durch die seltsam anmutende Kombination erfahrener Darsteller, die Tarantinos filmischen Ausbruch offensichtlich genießen. Eine Übersicht mag einen groben Einblick in die Handlungsstränge geben. John Travolta und Samuel L. Jackson verkörpern zwei Berufskiller, die eigentlich nur dann nicht reden, wenn sie gerade wieder einmal schießen.

Bruce Willis spielt einen Boxer, der nach seiner letzten Schlacht im Ring nun seine letzte private führen muss, um schließlich und endlich auf dem Motorrad in ein neues Leben zu fahren. Dann wäre da noch die Gangsterbraut Uma Thurman, die Schwierigkeiten beim Umgang mit Drogen hat oder Harvey Keitel, der gut gemeinte Ratschläge für das Entfernen von Hirnresten gibt ...

Tom Ruder



Die beiden Auftragskiller Jules (Samuel L. Jackson, links) und Vincent (John Travolta) machen sich mehr als nur die Hände schmutzig.
Die beiden Auftragskiller Jules (Samuel L. Jackson, links) und Vincent (John Travolta) machen sich mehr als nur die Hände schmutzig. (vox / AE)

Auftragskiller Vincent soll auf Mia Wallace (Uma Thurman), die Frau eines Gangsterbosses, aufpassen.
Auftragskiller Vincent soll auf Mia Wallace (Uma Thurman), die Frau eines Gangsterbosses, aufpassen. (vox / AE)

Vincent (John Travolta) lässt sich auf einen heißen Tanz mit Mia ein.
Vincent (John Travolta) lässt sich auf einen heißen Tanz mit Mia ein. (vox / AE)

Datum: 23.04.2009

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Artikel ID 214848

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