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Cineastentreff Kino Film Fernsehprogramm Kino Film Auch die Star-Power kann "Wild Wild West" nicht retten
Auch die Star-Power kann "Wild Wild West" nicht retten

Wild Wild West

Früher, als der Duke noch durch die Prärie ritt und dort für Recht und Ordnung sorgte, war der Staub des Wilden Westens noch so nah, dass er dem Zuschauer förmlich zwischen den Zähnen knirschte. Als Ober-Cowboy John Wayne dann Ende der Siebziger ging, starb mit ihm langsam das Genre. Filme wie "Der mit dem Wolf tanzt" reanimierten es Anfang der Neunziger nur kurzzeitig. 1999 wagte sich Regisseur Barry Sonnenfeld an eine völlig neue Interpretation des Themas. Nicht weniger als sechs Autoren vermischten im Drehbuch von "Wild Wild West" Elemente des Westerns mit Science-Fiction, Action und Komödie. ProSieben wiederholt das Experiment nun zur besten Sendezeit.

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Der gewagte Mix tut sich schwer, ein harmonisches Ganzes zu ergeben. Dank der ungeheuren Starpower hatte "Wild Wild West" in den USA zunächst einen ordentlichen Erfolg. Doch die Neugier an den Kinokassen legte sich nach dem furiosen Auftakt schnell. In Deutschland wollten den Film immerhin 2,5 Millionen Zuschauer sehen.

Der Regierungsbeamte Jim West (Will Smith) erhält gemeinsam mit seinem Partner Artemus Gordon (Kevin Kline) den Auftrag, das Verschwinden bekannter Wissenschaftler aufzuklären. Es dauert nicht lange, bis sie mithilfe der geheimnisvollen Rita (Selma Hayek) der dunklen Seite auf die Schliche kommen. Der überaus charismatische Bösewicht mit dem markanten Namen Dr. Arliss Loveless hat sich zum Ziel gesetzt, die Macht im Wilden Westen an sich zu reißen. Seine futuristische Vision: Die Wissenschaftler sollen ihm eine Riesenspinne und allerlei andere Scheußlichkeiten bauen, die alles platt machen, was sich ihr in den Weg stellt.

Was Kenneth Branagh in der Rolle des durch und durch Bösen abliefert, würde einen überzeugenden Bewerbungsfilm für eine 007-Produktion abgeben. Um so enttäuschender ist da der Auftritt des Duos Smith / Kline. Natürlich werden Erinnerungen an Smith und Tommy Lee Jones als "Men in Black" wach, die 1997 ebenfalls von Barry Sonnenfeld in Szene gesetzt wurden. Damals stimmte die Chemie. Diesmal jedoch sind die Dialoge wesentlich uninspirierter. - Demnächst will Smith erneut als Produzent auftreten. Sein zehnjähriger Sohn Jaden soll im Remake von "Karate Kid" an der Seite von Jackie Chan den Martial-Arts-Klassiker neu beleben.

Jan Treber



Gemeinsam mit dem Geheimagenten Artemus Gordon versucht Jim West (Will Smith), ein formidabler Schütze und zäher Kämpfer, einem bösen Wissenschaftler das Handwerk zu legen.
Gemeinsam mit dem Geheimagenten Artemus Gordon versucht Jim West (Will Smith), ein formidabler Schütze und zäher Kämpfer, einem bösen Wissenschaftler das Handwerk zu legen. (ProSieben / Warner Bros. Pictures)

Die Geheimagenten Artemus Gordon (Kevin Kline) und Jim West versuchen sich gegen die Angriffe der stählernen Riesenspinne zu verteidigen.
Die Geheimagenten Artemus Gordon (Kevin Kline) und Jim West versuchen sich gegen die Angriffe der stählernen Riesenspinne zu verteidigen. (ProSieben / Warner Bros. Pictures)

Der böse Dr. Loveless hat mit den von ihm entführten Topwissenschaftlern des Landes eine stählerne Riesenspinne gebaut, mit deren Hilfe er alle Macht an sich reißen will.
Der böse Dr. Loveless hat mit den von ihm entführten Topwissenschaftlern des Landes eine stählerne Riesenspinne gebaut, mit deren Hilfe er alle Macht an sich reißen will. (ProSieben / Warner Bros. Pictures)

Datum: 25.04.2009

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Artikel ID 215150

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