Adam Sandler macht als "Mr. Deeds" überraschend Karriere
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Mr. Deeds
Der Clown kann auch Drama. In Filmen wie "Spanglish" (2004) und "Die Liebe in mir" (2007) stellte Adam Sandler unter Beweis, dass er mehr drauf hat, als den ewigen "Happy Gilmore"-Idioten. Mit seinem neusten Werk "Funny People", das am 13. August in den deutschen Kinos startet, wandelt der 42-Jährige zwischen den Genres. Er spielt den schwer kranken Comedian George, der nur noch ein Jahr zu leben hat und deshalb einen jungen Komiker als Assistenten und Freund engagiert. In der Komödie "Mr. Deeds" aus dem Jahr 2002 geht es weniger ernst zu. Sandler gibt zusammen mit Winona Ryder, die ab 7. Mai als Mr. Spocks menschliche Mutter in dem neuen Star-Trek-Film zu sehen ist, ein schrulliges Liebespaar. Sat.1 nimmt den Film nun erneut zur Primetime ins Programm.
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Naiver Hinterwäldler wird plötzlich zum Milliardär und geht nach New York, wo ihm alle nach seinem Geld trachten. Durch Tugenden wie Ehrlichkeit und Güte erteilt der Gutmensch vom Lande dem Zynismus der Metropole eine Lektion. Richtig, die Geschichte gab es schon einmal. Bereits 1936 spielte Hollywood-Legende Gary Cooper den Naivling in "Mr. Deeds kommt in die Stadt" - eine der besten Screwball-Komödien überhaupt. 2002 präsentierten Regisseur Steven Bill und Comedian Adam Sandler ihr Remake des Frank-Capra-Klassikers. "Mr. Deeds" kann zwar dem Original bei Weitem nicht das Wasser reichen, mit fast 1,3 Millionen Zuschauern in Deutschland lief der Film aber doch sehr ordentlich in den Kinos.
Longfellow Deeds (Sandler) backt Pizza in einem Provinznest und ist mit seinem Leben zufrieden. Doch dann steht eine überraschende Erbschaft ins Haus. Deeds findet sich als Besitzer eines gigantischen 40 Milliarden schweren Medienunternehmens in New York wieder. Während der Geschäftsführer dort versucht, das Landei über den Tisch zu ziehen, verliebt dieser sich in die angebliche Krankenschwester Pam (Winona Ryder). Doch Pam entpuppt sich als knallharte Reporterin Babe Bennet auf der Suche nach einer pikanten Story.
Wer den Comedian Adam Sandler mag, mag auch "Mr. Deeds". Breit grinst er in die Kamera und stolpert liebenswürdig-tölpelhaft von einer peinlichen Situation in die nächste. Leider gingen beim Remake der feine Witz und Charme des Originals verloren. Wo früher Pointen zündeten, herrschen jetzt derber Humor und Handgreiflichkeiten. Wahre Glanzlichter sind dagegen die Szenen mit John Turturro, der auf genial-komische Weise Deeds Butler spielt.
Jan Treber
Mr. Deeds (Adam Sandler, rechts) erbt das Unternehmen des milliardenschweren Preston Blake (Harve Presnell). (Sat. 1 / Sony Pictures Television International)
Die hübsche Babe Bennet (Winona Ryder) möchte eine Geschichte über Mr. Deeds schreiben. (Sat. 1 / Sony Pictures Television International)
Landei Deeds (Adam Sandler) verliebt sich in die angebliche Schulkrankenschwester Pam (Winona Ryder). (Sat. 1 / Sony Pictures Television International)
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