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Konsequent durchgeknallt: "Hellboy"

Hellboy

Nicht ohne meinen Regisseur: "Hellboy" Ron Perlman verkündete unlängst, dass er auch für ein drittes Kinoabenteuer des etwas anderen Comic-Superhelden vor die Kamera treten würde. Allerdings nur, wenn Guillermo Del Toro ("Pans Labyrinth"), Regisseur der ersten beiden Filme, wieder in die Produktion involviert ist. "Er müsste zumindest das Drehbuch schreiben", erklärte Perlman, der weiß, dass Del Toro kaum Zeit haben wird, wieder die komplette Inszenierung zu übernehmen. Der Mexikaner dürfte in den nächsten Jahren mit der Verfilmung von Tolkiens "Hobbit" durchaus ausgelastet sein. Eine baldige Realisierung des dritten "Hellboys" ist also nicht in Sicht. Zumindest ProSieben sorgt am Pfingstmontag für höllische Stimmung und zeigt noch einmal das Original von 2004.

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Erzählt wird in dieser Dark-Horse-Comic-Umsetzung die herrlich unrealistische Geschichte eines klobigen Dämonen, der in den Wirren des Zweiten Weltkrieges von einem monströsen Bösewicht namens Rasputin mithilfe der Nazis auf die Erde gezaubert wird, um den Weltuntergang heraufzubeschwören. Doch wird Hellboy, so der poppige Name des kleinen Pulverteufels, von einem Sondereinsatzkommando der Alliierten freigeschossen und von einem Professor (John Hurt) adoptiert.

Jahrzehnte später ist er zum Vorkämpfer der geheimen "Organisation für paranormale Forschung und Abwehr" avanciert. Wenn sich die dämonische Unterwelt ans Licht wagt, schlägt Hellboy (Perlman) zurück. So gibt es im Film einiges, was zerstört, durchstochen und zersiebt wird oder was mit lautem Knall, Schrei und viel Schleim in unzählige Stücke explodiert. Es ist aber auch die ironisch-feinsinnig gesponnene Geschichte einer Liebe zwischen dem von der Welt ungeliebten Alleingänger und einer zarten, aber Feuer werfenden Schönheit namens Liz (Selma Blair), die zeit ihres Lebens für ihre übermenschlichen Kräfte gehänselt und vorverurteilt wurde.

Vielleicht ist "Hellboy" so erfrischend anders, weil Del Toro am Steuerrad stand. Es sollte nie ein reines Action-Spektakel werden, beteuerte der mexikanische Filmemacher. Und tatsächlich wurde sein "Hellboy" zur Inkarnation eines Comics, der so noch nie auf die Leinwand gebannt wurde. "Hellboy" ist ein rundum stimmiger Film, der vor allem Spaß macht, weil er von der ersten bis zur letzten Minute packt, einen stringenten visuellen Stil aufweist und eben genau das miteinander vermengt, was Comics zu einem solch beliebten Phänomen macht: Mythen, Superkräfte, Liebe sowie ganz und gar menschliche Probleme.

Bernd Fetsch



Eigentlich ist Hellboy (Ron Perlman) ein Dämon, der einst im Auftrag von den Nazis beschworen wurde. Da er aber auf der Erde von Professor Trevor Bruttenholm großgezogen wurde, setzt er nun all seine Kraft gegen das Böse ein.
Eigentlich ist Hellboy (Ron Perlman) ein Dämon, der einst im Auftrag von den Nazis beschworen wurde. Da er aber auf der Erde von Professor Trevor Bruttenholm großgezogen wurde, setzt er nun all seine Kraft gegen das Böse ein. (ProSieben / Sony Pictures Television)

Kaum sind der junge FBI-Mann John Meyers (Jeffrey Tambor) und Liz Sherman (Selma Blair) als "Kindermädchen" für Hellboy eingesetzt, da findet auch schon ein Monsterangriff auf das örtliche Museum statt.
Kaum sind der junge FBI-Mann John Meyers (Jeffrey Tambor) und Liz Sherman (Selma Blair) als "Kindermädchen" für Hellboy eingesetzt, da findet auch schon ein Monsterangriff auf das örtliche Museum statt. (ProSieben / Sony Pictures Television)

Müssen verhindern, dass Rasputin und seine Schergen die Welt in ein Chaos stürzen: Abe Sapien (Doug Jones, links) und Professor Buttonholm (John Hurt).
Müssen verhindern, dass Rasputin und seine Schergen die Welt in ein Chaos stürzen: Abe Sapien (Doug Jones, links) und Professor Buttonholm (John Hurt). (ProSieben / Sony Pictures Television)

Datum: 31.05.2009

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Artikel ID 216846

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