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Keine-Langeweile-Garantie in "Battlestations Pacific"

Einer gegen alle

Die Mischung macht's: Im Action-Strategie-Simulations-Mix "Battlestations Pacific" fliegt und schippert der Spieler durch den Zweiten Weltkrieg. Ob mit Kurs auf die USA oder Japan darf jeder selbst entscheiden ...

Eidos ruft erneut auf die Kampfstationen: Wie beim Vorgänger "Midway" übernehmen PC- und Xbox-360-Spieler auch bei "Battlestations Pacific" das Kommando über ganze Fliegergeschwader und Flottenverbände. Oder klemmen sich selbst hinters Steuer einzelner Gefährte. Die Langeweile hat beim ständigen Wechsel zwischen den Kommandoebenen kaum eine Chance - trotz der einen oder anderen Nachlässigkeit.

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"Battlestations Pacific" schließt nahtlos an seinen Vorgänger an. Der Krieg zwischen den USA und Japan ist auf dem Höhepunkt, nach der Schlacht um Midway vergeht den Truppen aus dem Land des Lächelns Letzteres allmählich. Aber noch ist nichts verloren. Denn im Gegensatz zum ersten Teil des Genre-Mixes darf sich der Spieler diesmal entscheiden, ob er aufseiten der US-Truppen kämpfen oder sich der Kaiserlichen Japanischen Marine anschließen möchte. Herausfordernd und abwechslungsreich sind beide Kampagnen, die zusammen knapp 30 Missionen umfassen.

Einen Großteil des Games verbringt man im Flugzeug: Mal klettert man ins Cockpit eines Jägers, um gegnerische Bomber vom Himmel zu holen. Dann wieder torpediert man feindliche Frachter, Fregatten oder Flugzeugträger. Dazwischen streift sich der Spieler die Kapitänsmütze über und übernimmt das Kommando über riesige Kreuzer - und das bei jeder Tages- und Nachtzeit, bei jedem Wind und Wetter.

Wer es ruhiger angehen lassen will, beugt sich einfach über eine Übersichtskarte, lässt auf Knopfdruck Jäger aufsteigen, Bomber ummunitionieren, Zerstörer vom Stapel laufen - und den Computer die Drecksarbeit machen. Doch der Kriegsgewinn per Auto-Pilot ist öde. Lieber mischt man selbst mit, springt vom Flak-Geschütz eines Schlachtschiffs direkt ins Cockpit eines Sturzbombers und von dort wieder zurück an den Kartentisch. Angesichts der Vielzahl von Einheiten, die hier aufeinandertreffen, steht der Spieler also immer im Mittelpunkt der Action. Lediglich die Missionen, in denen man mit einem U-Boot auf Schleichfahrt geschickt wird, sind ein wenig - nun ja - zähflüssig.

Trotz der gebotenen Vielfalt ist die Steuerung denkbar einfach gehalten. Schon nach ein paar Einsätzen haben erfahrene Spieler die rund 100 unterschiedlichen Maschinen im Griff.

Optisch und akustisch wird ebenfalls eine Menge geboten: Rauch, Explosionen und Wasserfontänen gibt es im Sekundentakt zu sehen. Das Wummern der Schiffsartillerie, das sonore Brummen der Bomber und die jaulenden Motoren der Jagdflieger vermengen sich zu einem lautstarken Klangteppich. Kleinere Details, etwa animierte Schiffsbesatzungen und die neue Cockpitansicht runden die Präsentation ab. Gut ist auch, dass sich fast jede Mission auf verschiedene Arten gewinnen lässt - aber erst dann verloren ist, wenn es keine Reservetruppen mehr gibt.

"Battlestations Pacific" ist für Einzelspieler eine packende Angelegenheit. Richtig spannend wird's allerdings erst im Mehrspieler-Part. Insgesamt fünf verschiedene Spielmodi für bis zu acht Gamer stehen zur Auswahl - vom simplen Duell bis hin zur Eroberung mehrerer Inseln. Allerdings ist die Anzahl deutschsprachiger Online-Spieler bislang nicht besonders groß.

Artur Hoffmann




Datum: 25.05.2009

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