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Lebe lang und in FriedenWahrscheinlich wird kein Kinofilm in diesem Jahr mit mehr Spannung von einer weltweit treuen Anhängerschaft erwartet: Am 7. Mai startet "Star Trek" in den deutschen Kinos. Und der inzwischen elfte Film der Weltraum-Saga sorgte im Vorfeld für reichlich Diskussionsstoff - nicht nur unter Fans. Denn Produzent und Regisseur J.J. Abrams ("Mission: Impossible III", "Lost") wagt einen Neustart, erzählt mit jungen unverbrauchten Darstellern vom allerersten Abenteuer der legendären Enterprise-Crew um Kirk, Spock, Pille und Co. Unverzeihliches Sakrileg? Oder notwendige Verjüngung des über die Jahrzehnte leicht angestaubten "Star Trek"-Images? Nicht nur Fragen wie diese beschäftigen die zahlreichen Trekkies im Netz.
Anzeige Denn die Kino-Trailer und TV-Spots, die auf der offiziellen Homepage des Films unter www.startrekmovie.com zu sehen sind, lassen erahnen: Regisseur Abrams katapultiert die Weltraum-Saga ins Zeitalter des modernen Action-Kinos. Dass die Spekulationen ins Kraut schossen, lag auch daran, dass Details der Handlung seit Beginn der Dreharbeiten streng geheim gehalten wurden. Auch diesbezüglich bietet die Filmseite nicht viel mehr Aufschluss: Der abenteuersuchende "Grünschnabel" James T. Kirk (Chris Pine) und der "in einer von rationaler Logik geprägten Umgebung" aufgewachsene Vulkanier Spock (Zachary Quinto) müssen zusammenarbeiten, um den "Rachefeldzug eines bösen Gegners" zu stoppen, steht hier zu lesen. Inzwischen ist längst klar, dass es sich dabei um einen Romulaner handelt (Erich Bana), der durch die Zeit reist, um eine Rechnung mit Spock zu begleichen. Mit Hintergrundinformationen bedeckt hält sich auch die offizielle "Star Trek"-Homepage (www.startrek.com): Außer Kurzbiografien von Cast & Crew, einer knappen Inhaltszusammenfassung und einigen veralteten News (aus dem Jahr 2007) findet man auf der Suche nach Abrams' Film auf der entsprechenden "Movies"-Unterseite nichts. Das klassische "Star Trek"-Universum wird hier hingegen in Ehren gehalten. Egal, ob Informationen zu 380 außerirdischen Rassen von "Acamarians" bis "Zibalians", ausführlicher Episodenführer zu allen sechs Fernsehablegern oder Nachrichten über ehemalige "Star Trek"-Darsteller - Gene Roddenberry wäre sicher stolz, wie sein Erbe hier bewahrt wird. Als der "Star Trek"-Erfinder 1966 sein Raumschiff Enterprise erstmals über den Fernsehbildschirm schickte, konnte er sicherlich nicht ahnen, zu welchem kulturellen, technischen, ja sogar gesellschaftlichen Phänomen sich die von ihm geschaffenen "unendlichen Weiten" entwickeln würden. Einen ungefähren Eindruck, in welche Lebensbereiche sich Roddenberrys Universum bereits ausgebreitet hat, vermittelt das "Star Trek"-Wiki unter www.memory-alpha.org mit über 30.000 Einträgen. Und unter dem Überpunkt "Star Trek Tributes" erfährt man denn auch, dass 1976 der damalige US-Präsident Gerald Ford anordnete, dass das erste Space Shuttle nicht "Constitution", sondern zu Ehren der Fernsehsendung "Enterprise" zu nennen sei. Die große Verehrung, die "Star Trek" immer noch zuteilwird, zeigt sich aber vor allem natürlich an den abertausenden Webseiten, die von Trekkern liebevoll gepflegt werden. Der wahrscheinlich umfangreichste deutsche Fan-Auftritt ist unter www.treknews.de zu finden, der momentan natürlich auch ganz im Zeichen des neuen Kinofilms steht. Auf einer eigenen Unterseite sind alle verfügbaren Informationen zu "Star Trek" abrufbar, inklusive - Achtung, Spoiler! - einigen weiterführenden Details zur Handlung des Films. Vorbildlich ist hier auch die stets aktualisierte Nachrichtenseite. Und die kürzliche verbreitete Meldung, dass Spock-Darsteller Leonard Nimoy vor Freude "geweint" habe, als er den neuen Film gesehen habe, sorgt hier auch für kontroverse Diskussionen unter den Fans. Denn Nimoys Begeisterung kommt womöglich nicht von ungefähr. Schließlich darf der US-Schauspieler in "Star Trek" ein weiteres Mal in die Rolle des Spock schlüpfen. Während er der breiten Öffentlichkeit wahrscheinlich ausschließlich durch seine Darstellung des rational agierenden Vulkaniers bekannt ist, zeigt er auf seiner Homepage (www.leonardnimoyphotography.com) seine wirklich beeindruckenden Arbeiten als Fotograf. Und erwähnt "Star Trek" mit keinem Wort. Ganz anders als sein Kollege William Shatner. Der legendäre Darsteller von James T. Kirk besitzt nicht nur eine Homepage (www.williamshatner.com), sondern sogar einen eigenen Youtube-Kanal. Unter www.youtube.com/williamshatner lässt sich der Schauspieler zu seinen Lieblingsautos befragen, verrät, dass sein High-School-Spitzname "Tuffy" war und macht sich selbstverständlich Gedanken zum neuen Film. So hält er das Design der neuen alten Enterprise für gelungen, lobt Regisseur Abrams für dessen Treue zur ursprünglichen Serie aus den 60-ern. Schon etwas seltsam, fühlte sich Shatner doch beim Casting zu "Star Trek" übergangen und meldete sich daher lautstark protestierend in der Presse zu Wort. Aber vielleicht ist diese Aussage ja auch ein Friedensangebot. Denn laut letzten Berichten soll die Weltraumsaga mit Abrams und einem zwölften Kinoabenteuer fortgesetzt werden. Stefan Weber |
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