Ben Hur
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Nach fünf Jahren Vorbereitungszeit, inklusive 14 Monaten für den Bau der 300 verschiedenen Sets in den Cinécitta-Studios von Rom, wurden 365 Darsteller mit Sprechrollen, 50.000 Statisten und 78 Pferde auf 65-Millimeter-Filmmaterial abgefilmt. "Ben Hur" (1959) gilt bis heute als Meilenstein der Filmgeschichte, dreieinhalb Stunden lang entführt Regisseur William Wyler das Publikum in das Palästina der Zeit Jesu und erntete für seinen epochalen Monumentalfilm elf Oscars. Den Superlativen des Films wird nun auch seine DVD-Neuauflage gerecht. Auf vier Discs gibt es neben dem Film, der Charlton Heston unsterblich machte, eine Menge Extras und zusätzlich die erste Verfilmung des Romans von Lee Wallace (1880), die 1925 entstand.Die Geschichte selbst dürfte bekannt sein und gehört dank ständiger Wiederholungen zu Ostern wie Eiersuchen und Kirchgang. Der Jude Ben Hur (Charlton Heston) verliert wegen eines heruntergefallenen Dachziegels Familie und Freiheit, gerät in römische Gefangenschaft, überlebt eine Seeschlacht, rettet einem einflussreichen Römer das Leben, steht am Ende seinem römischen Widersacher Messala in der Jerusalemer Rennbahn gegenüber und begegnet Jesus in dessen letzten Stunden auf dem Weg zur Kreuzigung. Die DVD bietet noch weit mehr als nur den Film: Neben dem von Charlton Heston gesprochenen Audiokommentar, Bildern von Probeaufnahmen, diversen Fotos und dem Trailer ist das vor allem ein fast einstündiges, zwei eindrucksvolle Making Ofs (1994, 2005) mit Szenenbildern, Hintergrundgesprächen und Stuntaufnahmen. Besonders viel Raum nimmt das Wagenrennen ein, dessen Vorbereitung und Umsetzung etwa ein Jahr gedauert hat und bei dem einiges zu Bruch ging. Prunkstück ist jedoch die Stummfilmversion, die bereits 1925 äußerst kostspielig war und mehr als vier Millionen Dollar verschlang. Das ebenfalls opulente dreieinhalb Stunden lange Werk kommt in der bearbeiteten Fernsehfassung und wurde mit Filmmusik von Carl Davis unterlegt. Das neu abgetastete Bild ist trotz seines unglaublichen 2,76:1-Formats scharf, was bei solch altem Material durchaus selten ist. Auch die Technicolor-Farben erstrahlen in neuem Glanz und stellen noch einmal eindrucksvoll die Vorzüge dieser Technik unter Beweis, die längst nicht mehr zum Einsatz kommt. Einziger Wermutstropfen: Die Kontraste sind etwas weich, und bei den dunklen Passagen flimmert das Bild ein wenig. Dafür entschädigt der Ton: Der 5.1-Mix ist so nah am Original wie möglich. Ein Vergleich zu heutigen Produktionen sollte zwar nicht gezogen werden, dafür sind die Bässe zu schwach, und den Stimmen fehlt es an Klarheit. Dennoch ist die Abmischung der 46 Jahre alten Aufnahmen gelungen.
Nadja Olsen
bewertungsbox
| bildformat |
2,76:1 (anamorph) |
| sprachen |
Deutsch (5.1), Englisch (5.1), Spanisch (5.1) |
| untertitel |
Deutsch, Englisch, Spanisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Italienisch, Ungarisch, Griechisch, Kroatisch, Serbisch, Türkisch, Polnisch, Slowenisch, Hebräis |
| extras |
Audiokommentar Charlton Heston und Filmhistoriker T. Gene Hatcher; Tonspur mit Filmmusik; Stummfilm von 1925; Making Ofs: "Ben Hur: Das Epos, das Filmgeschichte schrieb" (2005), "Ben Hu |
| laufzeit |
213 Min. |
| tonsystem |
Dolby Digital |
| regionalcode |
Regionalcode 2 |
| preis |
ca. 25 Euro |
| bewertung bild |
gut |
| bewertung ton |
gut |
| bewertung extras |
sehr gut |
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Credits: (USA 1959, R: William Wyler, D: Charlton Heston, Stephen Boyd, Haya Harareet u.a.)
Eine Box der Superlative für einen Film der Geschichte schrieb: "Ben Hur" erscheint als Collector's Edition auf vier DVDs. (Warner)
Unversöhnlich stehen sich die ehemaligen Freunde Messala (Stephen Boyd, links) und Ben Hur (Charlton Heston) gegenüber. (Warner)
Quintus Arrius (Jack Hawkins, Mitte) bietet dem Galeerenhäftling Ben Hur (Charlton Heston, links) Wasser zur Erfrischung an. (Warner) |
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