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"Das Haus der Dämonen" war ein Bestattungsunternehmen

Das Haus der Dämonen

(mb/tsch) Wem Geistergeschichten Schauder über den Rücken jagen, ist mit „Das Haus der Dämonen“ gut bedient. Der Dämonen-Schocker spinnt nach einem klassischen Spukhaus-Modell eine morbide Geschichte zusammen, die zwar etwas banal ist, aber über genügend Gruselmomente verfügt, um Geister-Gläubige in ihren Bann zu ziehen. In einem ehemaligen Bestattungsunternehmen spielen sich grausame Dinge ab: Wer interessiert sich bei so einer Ausgangssituation für eine logische Auflösung? Na ja, wer das tut, soll von „Das Haus der Dämonen“ lieber weg bleiben.

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Für die Campbells kann es schlimmer nicht kommen. Der 16-jährige Sohn Matt (Kyle Gallner) leidet an einer schweren Krebserkrankung. Die Therapie indes ist teuer. Die mehrstündigen Autofahrten ins Krankenhaus nach Connecticut zerren zusätzlich an Matts Zustand, aber auch an den Nerven seiner Mutter Sara (Virginia Madsen).

Um sich die Pendelei zum Krankenhaus zu ersparen, mietet sich die Familie in ein günstiges Haus unweit der Therapiestation ein. Der niedrige Mietpreis hat einen Grund: Das Haus beherbergte vor Jahrzehnten ein Bestattungsunternehmen. Geräusche, Stimmen und die Silhouetten von allerlei gruseligen Gestalten fallen zunächst nur Matt auf. Der Vater Peter (Martin Donovan) und seine Mutter glauben, dass ihr Sohn mit Halluzinationen auf die starken Medikamente und die Nebenwirkungen der Therapie reagiert. Dabei liegt Matts Sensibilität dem Jenseits gegenüber an seiner Krankheit. Als Todgeweihter ist er empfänglich für Übersinnliches.

Dem erst 22-Jährigen Kyle Gallner ("Smalville") gelingt mit seiner Verkörperung eines sterbenskranken Teenagers, der durch den dämonischen Kontakt zeitweilig zum zwielichtigen, diabolischen Derwisch wird, eine klasse Leistung. Als Medium der Geisterwelt liegt die Klärung der Vorkommnisse allein auf seinen Schultern. Während der Recherchen zur Vergangenheit des Hauses stoßen Matt und das Kindermädchen Wendy (Amanda Crew) auf die wahre Ursache für das dämonische Treiben: Der damalige Leichenbestatter war ein Okkultist, der mit Hilfe von präparierten Leichen Kontakt zum Jenseits herstellte.

Ob sich dasselbe nun anno 1986 tatsächlich so zugetragen hat, sei dahingestellt. Die Vorlage jedenfalls erfüllte ihren Zweck. So überzeugt Peter Cornwells Geisterfilm in bester Poltergeist-Manier mit Schocksequenzen am laufenden Band und mit der Erstklassigkeit des jugendlichen Hauptdarstellers.

Daniel Heim

Credits:
V:Falcom, USA / CDN 2008, R: Peter Cornwell, D: Virginia Madsen, Kyle Gallner, Martin Donovan u.a.

Laufzeit: 92 Min.

Kinostart:
02. Juli 2009


Das Horrordrama "Das Haus der Dämonen" beruht auf einer wahren Begebenheit.
Das Horrordrama "Das Haus der Dämonen" beruht auf einer wahren Begebenheit. (Falcom Media Group)

Sara (Virginia Madsen) vernimmt seltsame Geräusche.
Sara (Virginia Madsen) vernimmt seltsame Geräusche. (Falcom Media Group)

Matt (Kyle Gallner) ist schwer gezeichnet von seiner Krankheit und vom Kampf gegen die Dämonen.
Matt (Kyle Gallner) ist schwer gezeichnet von seiner Krankheit und vom Kampf gegen die Dämonen. (Falcom Media Group)

Datum: 28.06.2009

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