Nach den zahlreichen Dokumentationen anlässlich des 40. Jahrestags der ersten bemannten Mondlandung (20. Juli) wurde es Zeit, dass auch "Apollo 13" (1995) gezeigt wird. Immerhin ist Ron Howards oscarnominierter Film, der auf der wahren NASA-Mission gleichen Namens beruht, der wohl beste fiktionale Weltraumfilm der 90-er. Sowohl Regisseur Howard als auch Hauptdarsteller Tom Hanks - zuletzt arbeiteten die beiden erfolgreich bei der Dan-Brown-Verfilmung "Illuminati" zusammen - liefern hier Höchstleistungen ab. Das ZDF zeigt den Film nun zu später Stunde in einer Wiederholung.
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Der Film dokumentiert eine Geschichte, wie sie sich die Autoren Hollywoods perfekter nicht hätten einfallen lassen können. Eine Geschichte vom Träumen und Scheitern, von Angst und Hoffnung, voller Spannung und - auch die Wirklichkeit kennt es - mit einem Happy End. Chronologisch wird die gescheiterte Mondmission von "Apollo 13" aufgearbeitet. Nach 55 Stunden im All zerplatzte mit dem berstenden Sauerstofftank die Hoffnung von Jim Lovell, Fred Haise und Jack Swigert auf die Erfüllung des Traums, der für alle Träume der Menschheit stand: die Eroberung des Mondes.
Auf der Grundlage des Romans "Lost Moon" von Jim Lovell berichtet Regisseur Ron Howard akribisch genau über die Tage, in denen die Welt den Atem anhielt. Von den Vorbereitungen, dem Start, dem Unfall im Weltraum, der tagelangen Angst der Astronauten und ihrer Angehörigen, den verzweifelten Rettungsversuchen der Fachleute am Boden - und der Heimkehr. Doch Howard hat "Apollo 13" zu keinem Zeitpunkt als klassisches Hollywood-Movie angelegt. Nie werden Gefühle in übertriebenem Maße zelebriert, keine überladenen Dialoge, keine unsinnigen Kurzschlussreaktionen, die den Ereignissen aus dem Jahre 1970 die Glaubwürdigkeit nehmen würden.
Wohlbehalten kehrten sie zurück, die drei Astronauten, gespielt von Tom Hanks, Bill Paxton und Kevin Bacon. Die Hoffnung, den Mond betreten zu dürfen, hatte sich nicht erfüllt, doch das Geschenk des Lebens übertraf sie allemal. Ohne Pathos trägt die Geschichte von "Apollo 13" Lehren in sich: Das ursprüngliche Ziel verlor bald an Bedeutung. Und die, die scheiterten, wurden am Ende doch noch zu Gewinnern. Der Weg wurde zum Ziel.
Die Realität gab Howard das Ende vor. Und doch versteht es der Regisseur, die Spannung bis zum Schluss beizubehalten. Atemberaubend, die letzten Minuten vor der Rückkehr auf die Erde mit dem Eintreten in die Erdatmosphäre. Mehr als drei Minuten des Wartens sollen in dieser Zeit vergehen, ohne jeden Kontakt zu den Raumfahrern. Drei Minuten, die der 55-Jährige den Zuschauer Sekunde für Sekunde erleben lässt.
Tom Hanks leiht seine Stimme derzeit erneut dem kleinen Cowboy Woody. "Toy Story 3" soll am 18. Juni 2010 in die US-Kinos kommen.
Tom Ruder
"Houston, wir haben ein Problem." Kommandant Jim Lovell (Tom Hanks) und seine Crew geraten in Lebensgefahr. (ZDF / Ron Batzdorff)
Fred Haise (Bill Paxton, links), Jack Swigert (Kevin Bacon, Mitte) und Jim Lovell (Tom Hanks) bekommen während ihres Weltraumfluges Schwierigkeiten. (ZDF / Ron Batzdorff)
Fred Haise (Bill Paxton, links), Jack Swigert (Kevin Bacon, Mitte) und Jim Lovell (Tom Hanks) arbeiten zusammen, um eine Chance auf eine sichere Landung zu haben. (ZDF / Ron Batzdorff)
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