Das gleichnamige Remake des Horror-Klassikers "Das Omen"
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Das Omen
Es wird wohl am Datum gelegen haben, dass "Das Omen", der nervenzerreißende Horror-Klassiker (1976) von Richard Donner, überhaupt neu verfilmt wurde. Einen Film über den Antichristen am 6.6.06 (ein Dienstag!) ins Kino zu bringen, stellte wohl eine sehr große Versuchung dar. Remake-Spezialist John H. Moore ("Max Payne", 2005) inszenierte die Neuauflage, die es leider nicht schafft, die Qualität des hervorragenden Originals zu erreichen. Die Quittung: Nur 350.000 Zuschauer wollten den Film, den RTL nun als Free-TV-Premiere zeigt, in den deutschen Kinos sehen.
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Am sechsten Tag des sechsten Monats im heiligen Jahr 2000 schickt Satan seinen Sohn auf die Erde. Der kommt in einem Krankenhaus in Rom auf die Welt. Weil der Sohn von Robert (Liev Schreiber) und Katherine Thorn (Julia Stiles) am selben Tag geboren wird und stirbt, adoptiert der Diplomat ohne das Wissen seiner von der Geburt erschöpften Frau den kleinen Damien.
Sechs Jahre später, die Thorns sind mittlerweile in London, nimmt das Unheil seinen Lauf. In Damiens Umfeld kommt es zu bizarren Todesfällen. Das Böse bedroht auch schnell die Familie Thorn selbst. Doch erst nach einem Ausraster Damiens vor der Kirche und dem Tod eines wirren Pfarrers (Pete Postlethwaite) sieht Robert Thorn ein, dass sein Sohn der Antichrist ist und es besser wäre, ein probates Gegenmittel zur Hand zu haben. Also macht sich der Diplomat mit dem geheimnisvollen Fotografen Jennings (David Thewlis) auf den Weg nach Rom und Jerusalem, während Damien (Seamus Davey-Fitzpatrick) und sein böses Kindermädchen Mrs. Baylock (Mia Farrow) in London noch ein wenig Unheil anrichten.
"Das Omen" ist vorhersehbar und das nicht nur, weil die Story bekannt ist, sondern weil das Programm routiniert und unmotiviert abgespult wird. Da hilft auch die launige kleine Auswahl von Prophezeiungsbeweisen nichts. Der Absturz des Space-Shuttles Columbia, 9/11, Tsunami, Irak - aktuelle Bilder im Nachrichtenlook sollen Authentizität vermitteln und dienen als Modernisierung des Films. Sogar der Tod von Papst Johannes Paul II. hat eine Bedeutung. Das alles wirkt allerdings zu konstruiert.
Von der Besetzung kann nur Mia Farrow in einer ironischen Selbstreferenz als Kindermädchen überzeugen - sie war 1967 die Titelheldin in Roman Polanskis "Rosemaries Baby". Liev Schreiber ("X-Men Origins: Wolverine"), der ab 3. September in der Komödie "Taking Woodstock" in den deutschen Kinos zu sehen sein wird, als Diplomat Robert Thorn in der Gregory-Peck-Rolle und Julia Stiles als seine Ehefrau wirken hingegen leicht überfordert. Blasser ist nur noch Damien-Darsteller Seamus Davey-Fitzpatrick, ein Kinderwerbestar, dessen Anstrengungen, einen bösen Blick in das Publikum zu werfen, im wohlwollenden Fall als niedlich eingestuft werden können. Und das ist nun wirklich kein Attribut, das in einem Horrorfilm vorkommen sollte.
Jasmin Herzog
Damien (Seamus Davey-Fitzpatrick) versetzt sein Umfeld in Angst und Schrecken. (RTL)
Durch die vielen rätselhaften Vorfälle bekommt es Katherine Thorn (Julia Stiles) mit der Angst zu tun. (RTL)
Robert Thorn (Liev Schreiber) setzt alles daran, die Wahrheit über Damien herauszufinden. (RTL)
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