Cineastentreff Kino Film Fernsehprogramm Kino Film Mel Gibson und Joaquin Phoenix sehen die "Signs - Zeichen"
Mel Gibson und Joaquin Phoenix sehen die "Signs - Zeichen"

Signs - Zeichen

M. Night Shyamalan ist unberechenbar. Das gilt nicht nur für die Plots seiner Filme, die stets überraschende Wendungen enthalten, sondern auch für deren Erfolg: Während "The Sixth Sense" (1999) allein in den USA fast 300 Millionen Dollar einspielte, ging 2006 "Das Mädchen aus dem Wasser" mit 42,2 Millionen Dollar Boxoffice-Resultat buchstäblich baden. Auch sein jüngster Streich "The Happening" lag im Sommer 2008 mit knapp 64 Millionen Dollar unter dem Niveau des Gruselspezialisten. "Signs - Zeichen" (2002), den Sat.1 nun wiederholt, stammt mit 228 Millionen Dollar aus "besseren Tagen".

Anzeige

 

Seit ihrer ersten öffentlichen Wahrnehmung 1978 gelten Kornkreise als eines der außergewöhnlichsten Phänomene überhaupt. Diesen von Menschenhand in die Felder gestanzten Zeichen wird trotz ihrer doch so irdischen Herkunft eine große sozialpsychologische und religiöse Bedeutung nachgesagt.

Shyamalan, der selbst in einer kleinen Nebenrolle zu sehen ist, spielt in "Signs - Zeichen" mit der Angst der Menschen, von einer übermächtigen Bedrohung überrollt und vernichtet zu werden. Er weckt damit existenzielle Urängste, versucht aber im Ganzen auch Hoffnung zu wecken. Im Mittelpunkt der Story steht Pater Graham Hess (Mel Gibson), der sein Priesteramt aufgegeben und sich auf seine abgelegene Farm zurückgezogen hat. Sein Glaube an Gott wurde durch den Tod seiner Frau erschüttert, und alles, was ihm bleibt, ist die Liebe zu seinen Kindern.

Eines Morgens macht Graham eine beklemmende Entdeckung in einem seiner Maisfelder: einen 200 Meter großen Kornkreis. Woher kommt das Zeichen? Was bedeutet es? Fortan überschlagen sich die Ereignisse: Der Hund wird aggressiv, ein unbekannter Fremdling erscheint auf dem Dach des Hauses, aus dem Babyfon dringen unheimliche Geräusche. Plötzlich tauchen weltweit Dutzende dieser Symbole auf, und die Lage spitzt sich zu. Inmitten der Hysterie sucht Graham mit seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix), seinen Kindern Morgan (Rory Culkin) und Bo (Abigail Breslin) nach einer Lösung. Doch die Antwort wird seinen Glauben mehr denn je erschüttern ...

Von der ersten Sekunde an wird der Zuschauer durch diesen Science-Fiction-Thriller gefesselt. "Signs" ist gutes Paranoia-Kino ohne viel Schnickschnack. Bewusst verzichtet Shyamalan weitgehend auf kostspielige Spezialeffekte. Stattdessen bedient er sich einfachster Mittel des Suspense und arbeitet mit der Fantasie des Betrachters. Allenfalls das missratene Finale des Films dürfte beim Zuschauer ein Gefühl der Ratlosigkeit hinterlassen.

Ob M. Night Shyamalan mit seinem aktuellen Projekt, einem Fantasy-Spektakel um einen zehnjährigen Avatar-Nachfahren, an seine großen Erfolge anknüpfen kann? "The Last Airbender", so der Arbeitstitel, soll am 22. Juli 2010 in den deutschen Kinos anlaufen.

Jan Treber

Signs - Zeichen Sat.1 16.07.2009 20:15:00


Wertung
0 Sterne = unerträglich - 1 Stern = schlecht - 2 Sterne = mittelmässig - 3 Sterne = gut - 4 Sterne = überwältigend

 
Farmer Graham Hess (Mel Gibson) entdeckt eines Tages einen 200 Meter großen Kornkreis in einem seiner Felder.
Farmer Graham Hess (Mel Gibson) entdeckt eines Tages einen 200 Meter großen Kornkreis in einem seiner Felder. (Sat.1 / Touchstone)
Nach dem Unfalltod seiner Frau hat Graham Hess (Mel Gibson, links) den Talar und seinen Glauben abgelegt und lebt nun mit Bruder (Joaquin Phoenix) und Kindern zurückgezogen auf einer Farm.
Nach dem Unfalltod seiner Frau hat Graham Hess (Mel Gibson, links) den Talar und seinen Glauben abgelegt und lebt nun mit Bruder (Joaquin Phoenix) und Kindern zurückgezogen auf einer Farm. (Sat.1 / Touchstone)
Für Merrill (Joaquin Phoenix) beginnt ein gnadenloser Kampf ums Überleben.
Für Merrill (Joaquin Phoenix) beginnt ein gnadenloser Kampf ums Überleben. (Sat.1 / Touchstone)

Datum: 15.07.2009

Diskussion: "Mel Gibson und Joaquin Phoenix sehen die "Signs - Zeichen""

Um eine Diskussion zu "Mel Gibson und Joaquin Phoenix sehen die "Signs - Zeichen"" zu beginnen melden Sie sich bitte im Forum an. Wenn Sie noch nicht registriert sind, können sie sich jetzt registrieren um an den Diskussionen teilzunehmen.

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten:

    "District 9" mischt das SciFi-Genre auf
    Der in Johannesburg liegende „District 9“ ist ein Getto, ein Slum, ein Flüchtlingslager, wie es sie auf der Welt zuhauf gibt. Das Besondere daran: Dort hausen Außerirdische. Irgendwann in den 80ern angekommen, ...

    Wieder Zeit für "Star Wars: Episode I - Die Dunkle Bedrohung"
    ProSieben holt wieder einmal seine Primetime-Allzweck-Waffe aus dem Lager: "Krieg der Sterne". Die Reihe bedarf im Grunde keiner großen Worte mehr, und ist längst unter den Filmklassikern zu platzieren. ...

    "X-Men 2" liefert perfektes Popcorn-Kino
    Streben die "X-Men" die Alleinherrschaft über die Kinosäle an? X Filme über die vielfach talentierten Mutanten sind derzeit in Planung. "Sexiest Man Alive" Hugh Jackman war erst im Frühjahr mit "X-Men ...

    "Alien vs. Predator" punktet nur durch Spezialeffekte
    Die schmalbrüstige Story zum Sci-Fi-Schocker "Alien vs. Predator" (2004) könnte glatt aus der Feder von Erich von Däniken stammen. Der Schweizer Grenzwissenschaftler sorgte einst mit der - gelinde gesagt ...

    Spektakulär: "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger"
    Ein grüner Gnom mit fragwürdigen Grammatikkenntnissen und ein weißhaariger Hüne mit Hang zu schwarzen Kostümen stehen sich gegenüber und plaudern über alte Zeiten ... Klingt wie der Anfang eines skurrilen ...

    Nicht nur Milla Jovovich aka "Ultraviolet" langweilt zu Tode
    Ultraviolet "Resident Evil" zum Vierten: "Afterlife" befindet sich derzeit in Vorbereitung und soll am 16. September 2010 in die Kinos kommen. In den vergangenen Wochen hatten Hauptdarstellerin Milla ...


 
Partner von Fantastic Zero


itemid = 35 - id = 7334 - task = view - option = com_content - limitstart= 0