Julianne Moore vs. Pierce Brosnan in "Laws of Attraction"
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Laws of Attraction - Was sich liebt, verklagt sich
Ex-Bond Pierce Brosnan ist ein Mann für große Rollen. Vor Kurzem schloss er die Dreharbeiten zu der Thriller-Verfilmung "Ghost" ab, in der er einen britischen Premierminister spielt. In seinem aktuellen Projekt "Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief", das am 12. Februar 2010 in die US-Kinos kommen soll, übernimmt er gar den Part einer griechischen Sagengestalt. In Peter Howitts "Laws of Attraction - Was sich liebt, verklagt sich" (2004) geht es etwas gewöhnlicher zu. RTL zeigt Brosnan nun zum wiederholten Male in der durchaus amüsanten Anwalts-Komödie, die vor fünf Jahren jedoch nur gut 50.000 Besucher in die deutschen Kinos lockte.
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Ein von Charakteren getragener Film benötigt zwei starke Hauptdarsteller. Julianne Moore, die zuletzt an der Romanverfilmung "The Private Lives of Pippa Lee" arbeitete, und "007" a.D., Pierce Brosnan, nahmen die Herausforderung an. Als Milieu des Geschlechterkampfs fungiert der Gerichtssaal. Hier machten sich Daniel Rafferty (Brosnan) und Audrey Woods (Moore) bereits einen Namen im Scheidungsrecht. Jetzt führt sie ein Fall zum ersten Mal gemeinsam vor den Richter.
Die Komödie "Laws of Attraction" zieht ihren Witz aus der Konfrontation der korrekten, ehrgeizigen Streberin Audrey mit dem genialen Chaoten Daniel, der im Gerichtssaal ein Nickerchen macht, bevor er sein unschlagbares Plädoyer hält. Doch der Ton wandelt sich schon bald, und das irritiert ein wenig, ins Ernsthafte, als das explosive Duo für einen mit schmutzigen Mitteln geführten Scheidungskrieg nach Irland reist.
Hier küssten und schlugen sich jahrelang ein wilder Rockstar (Michael Sheen) und seine extravagante Frau (Parker Posey) auf einem Schloss. Wer das Gebäude nach der Scheidung behalten darf, das sollen nun die Anwälte der beiden klären. Ein irisches Volksfest mit viel Whiskey und ein Ring am Finger am nächsten Morgen stürzen aber bald die Anwälte selbst in eine Ehekrise.
Pierce Brosnan - hier mal in modischen Geschmacksverirrungen à la "Columbo" zu sehen - entdeckt den Cary Grant in sich. Den James Bond darf er leider nicht ganz ablegen. Ähnlich wie der Agent ihrer Majestät pflegt Rafferty den Chauvinismus. "Laws of Attraction" eifert nicht nur den klassischen Screwball-Komödien nach, sondern reproduziert auch das Geschlechterverhältnis und Frauenbild dieser Zeit. Wer sich damit wohlfühlt, wird gut unterhalten, denn die Dialoge und Situationen haben viel Witz.
Jasmin Herzog
Audrey Woods (Julianne Moore) ist erfolgreiche Scheidungsanwältin. Die Berufserfahrung lehrte sie, sich vor Männern in Acht zu nehmen. (RTL)
Audrey Woods (Julianne Moore) und ihr Mandant - der wilde Rockstar Thorne Jamison (Michael Sheen) - hoffen, dass der Scheidungskrieg bald ein Ende nimmt. (RTL)
Zwischen den erfolgreichen Scheidungsanwälten Daniel Rafferty (Pierce Brosnan) und Audrey Woods (Julianne Moore) herrscht ein starker Konkurrenzkampf. (RTL)
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