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Appleseed

Diverse Appleseed OST

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"Appleseed" als Film ist berauschend und revolutionär. Ein Film, der sowohl in klassischen Science-Fiction- als auch Manga-Gegenden verortet ist und komplett digital entstand, was man der Optik zu keiner Zeit anmerkt. Kein Wunder, dass nicht nur die stetig wachsende Community von J-Fans, sondern auch der Mainstream da gut abgeht. Der Soundtrack zu der Sause ist musikalisch weniger Bahn brechend - er vereinigt auf einer Doppel-CD den Score und die Songs aus dem Film.

Die bewegen sich in dem Feld, das nicht nur bei Animes in den letzten drei, vier Jahren die Soundtracklandschaft prägte. Da treffen fette Gitarren auf harsche Beats, Sampling-Künstler auf Rockbands. Die Boom Boom Satellites sind es, die die Heavy-Akzente setzen, für den groovy Feinschliff holte man Paul Oakenfold, Basement Jaxx, Akufen, Ryuichi Sakamoto und Carl Craig. Ein ordentlicher Mix, der freilich kaum überrascht und ohne die visuelle Unterstützung des Filmgeschehens manchmal etwas zu polternd und hektisch wirkt.

Mit dem Score verhält es sich anders. Tetsuya Takahashi entwarf Klangwelten, die auch alleine funktionieren. Dabei operierte er an der bereits reichlich strapazierten Schnittstelle zwischen klassichem Score mit Streicherdominanz und heftigen Tönen aus dem Computer, umging dabei aber die allzu bekannten Pfade. So wird rasch deutlich, dass er sich nicht ausschließlich am Film, sondern auch am Medium Videospiel mit seinen kühleren, ästhetisierteren Klängen orientierte, auch was die Entstehung und Instrumentierung des Scores angeht. Das dürften Puristen als Manko sehen - sei's drum. Die Mischung aus klerikaler Feierlichkeit ("AKUMU Nightmare"), den heftigen Tönen des Titeltracks und beruhigenden Ambient-Klangwelten ("Mother") weiß durchaus zu gefallen.

Jochen Overbeck


Datum: 20.12.2005

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Diskussion: "Appleseed"

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