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The Spirit(vm/tsch) Als „Sin City“ 2005 ins Kino kam, gab es eine Zeitlang kein anderes Thema. Der Film war eine Sensation. Dank seiner innovativen Optik, seiner spannenden Story und seinen originellen Charakteren thront Robert Rodriguez` Werk immer noch auf dem ersten Platz der langen Liste der Comic-Verfilmungen. Frank Miller, der den Comic geschaffen hat, war als Co-Regisseur dabei und meinte 2008, es sei an der Zeit, selber einen Film zu drehen. Das Resultat: „The Spirit“, ein Flop. Das Problem dabei: Miller mag in Sachen Ästhetik ein Meister sein, doch ein guter Erzähler ist er nicht. Seine Charaktere bleiben blass, die Handlung vermag nicht, einen zu fesseln. Ein typischer Fall von „style over substance“. Anzeige Die sehr ähnliche Optik, das Film-Noir-Feeling, die hübschen Frauen: "The Spirit" (2008) wirkt auf den ersten Blick wie ein Abklatsch von "Sin City". Das dachten sich auch die deutschen Kinobesucher und ließen den Film weitgehend außer Acht. Aber "The Spirit", jetzt auf DVD und Blu-ray-Disc erschienen, ist anders. Wobei anders nicht unbedingt besser heißt. "The Spirit" (Gabriel Macht) ist ein Polizist, der eigentlich vor drei Jahren gestorben ist, bevor ihn der Verbrecher Octopus in einem Experiment wiederbelebte. Jetzt ist Spirit nur noch sehr schwer totzukriegen - ein Umstand, den er und Erzfeind Octopus (Samuel L. Jackson), der das gleiche Schicksal teilt, gerne nutzen, um sich nächtelang mit aberwitzigen Kämpfen zu amüsieren. Als aber Spirits Jugendliebe Sand Saref (Eva Mendes), inzwischen eine Diebin, nach langen Jahren mit einer brisanten Beute in die Stadt zurückkehrt, ändert sich das Gleichgewicht der Kräfte und ein Kampf nach dem Prinzip "jeder gegen jeden" bricht los. Frank Miller, der schon bei der Verfilmung seines eigenen Werks "Sin City" an der Regie mitgewirkt hatte, inszenierte "The Spirit" allein. Das hat dem Film nicht gut getan: Die Optik ist zwar - obwohl nicht mehr neu - durchaus noch interessant, aber die Charaktere und die Story bleiben platt. Dazu übertreibt es Samuel L. Jackson mit dem Overacting, während Gabriel Macht als titelgebende Hauptfigur durchgehend blass bleibt. Die DVD überzeugt mit klarem Ton und Bildern, die bei aller Düsternis schön scharf bleiben. Die Extras umfassen einen Audiokommentar von Frank Miller und Produzentin Deborah Del Prete, halb animierte Storyboards zu einem alternativen Ende sowie zwei Featurettes. Auf der BD ist der Ton noch etwas plastischer und entwickelt mehr Tiefe, auch das Bild ist ein wenig feiner als auf der DVD. Die Extras wurden allerdings nicht wesentlich ausgebaut: Es gibt ein zusätzliches Featurette und die BD-Live-Funktion. Sabine Metzger bewertungsbox
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Credits: |
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