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Sam Raimi macht mal wieder einen Horrorfilm: "Drag Me To Hell"

Drag Me To Hell

Regisseur Sam Raimi ist dem jüngeren Publikum als der Macher der „Spider Man“-Trilogie bekannt. Doch das Comic-Genre ist nicht sein Spezialgebiet. Seit seiner legendären Splatter-Reihe „The Evil Dead“ in den Achtzigern wurde Sam Raimi als Meister des Horrorfilms gefeiert. Bis 1992, als er den nicht minder bekannten Comedy-Horrorfilm „Army of Darkness“ schuf und sich ab dann anderen Genres widmete. 2000 drehte er den Mystery-Horror „The Gift“, der jedoch trotz seiner hochkarätigen Besetzung nur wenig Aufsehen erregte. Nun liefert der Filmemacher mit „Drag Me to Hell“ sein Horror-Comeback ab und erfreut damit sicher seine alten Fans, die ganze 17 Jahre auf diesen Augenblick warten mussten. „Drag Me to Hell“ kommt am 11. Juni 2009 in die deutschen Kinos.

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Regie: Sam Raimi
Hauptdarsteller: Alison Lohman, Justin Long, Lorna Raver
Kinostart: 11. Juni 2009
Verleih: Universal

Originell ist die Geschichte, die in „Drag Me to Hell“ erzählt wird, vor allem deshalb, weil sie ein Phänomen thematisiert, das trotz seines gruseligen Potenzials bislang nur selten Eingang in das Horror-Genre gefunden hat: Es geht um einen Fluch. Nur „Thinner“ (1996), die fade Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stephen King, behandelt ebenfalls dieses Thema.

„Drag Me to Hell“ erzählt eine Story, die im völlig normalen Büroalltag einer Bankangestellten ansetzt und innerhalb kurzer Zeit in der Hölle mündet. Christine Brown (Alison Lohman, sensationell in Ridley Scotts „Tricks“) hat einen gut bezahlten, aber nicht gerade humanen Job. Sie muss über die Kreditwürdigkeit der Bankkunden entscheiden. Ihre Entscheidungen stürzen nicht selten Menschen ins Unglück. Das Perfide daran: Je mehr Leute sie unglücklich macht, desto besser sieht ihre berufliche Zukunft aus.

Und so bekommt auch die alte Zigeunerin (verkörpert von TV-Schauspielerin Lorna Raver), die eines Tages in Christines Büro aufkreuzt und sie um eine Verlängerung ihres Kredits bittet, keine Sonderbehandlung, sondern wird kurzerhand auf die Straße gesetzt.

Und hier verwandelt sich „Drag Me To Hell“ in einen Horrorfilm: Die Zigeunerin beherrscht die schwarze Magie des Fluchs. Die junge Bankangestellte wird von der Alten, die nun immer mehr wie eine Hexe aussieht, mit einem mächtigen Fluch belegt: Sie soll die ewige Verdammnis erfahren.

„Drag Me to Hell“ trägt den unverwechselbaren Stil von Raimis „Armee der Finsternis“, der bewiesen hat, dass sich Grusel und Komik nicht ausschließen müssen. Raimis jüngstes Werk verbindet auch Schockmomente, Ekel und Horror mit einer gehörigen Dosis Humor, die das Ganze aufzulockern verspricht, ohne dass der Film zu sehr ins Alberne abdriftet.

Ganz im Gegensatz zu seiner hochmodernen Website, auf der sich alles bewegt und Geräusche von sich gibt, wurde der Stil von „Drag Me to Hell“ eher simpel gehalten, was dem Film einen vom Regisseur beabsichtigten Old-School-Touch verleiht. Nach drei „Spider Man“-Effektfeuerwerken hat Sam Raimi wieder zu seinem alten Stil gefunden. Und bevor „Spider Man 4“ 2011 über uns hereinbricht, beglückt der Horrormeister seine Gemeinde auch noch mit einem Remake von „The Evil Dead“. Ob Raimi allerdings selbst Regie führen wird, steht noch nicht fest.

Vanya Müller


Das offizielle Filmplakat. Foto: Universal
Das offizielle Filmplakat. Foto: Universal

Alison Lohman ist schmutzig. Foto: Universal
Alison Lohman ist schmutzig. Foto: Universal

Die böse Hexe hat es auf eine Bankerin abgesehen. Foto: Universal
Die böse Hexe hat es auf eine Bankerin abgesehen. Foto: Universal

Datum: 01.05.2009

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