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Action pur: "3 Engel für Charlie - Volle Power"

3 Engel für Charlie - Volle Power

Ganz ehrlich: Was war von "3 Engel für Charlie - Volle Power" zu erwarten? Im Grunde doch nur zwei Dinge: Action und ein bisschen Spaß. Nicht mehr und nicht weniger. War schon der erste Teil, der im Jahr 2000 die kultige TV-Serie aus den 70-ern aufgriff und allein in den USA über 125 Millionen Dollar einspielte, der Inbegriff des Popcorn-Kinos, machte auch die Fortsetzung (2003), die ProSieben nun wiederholt, hier konsequent weiter.

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Erneut führte McG (Joseph McGinty Nichol) Regie. Und dem Ex-Video- und -Werbefilmer gelang das scheinbar Unmögliche: Bei "3 Engel für Charlie - Volle Power" sind die Stunts noch verrückter, die Effekte noch aufwendiger, die unzähligen Kostüme noch irrwitziger und die darin steckenden drei Privatdetektivinnen Natalie (Cameron Diaz), Dylan (Drew Barrymore) und Alex (Lucy Liu) noch ... nun ja ... halbnackter.

War die Story schon beim Vorgänger eher eine Randerscheinung, ist sie auch dieses Mal kaum mehr als ein "Transportmittel" für reihenweise lässige Sprüche und rasend schnell aufeinander folgende Actionsequenzen, aus denen die Heldinnen stets wie aus dem Ei gepellt wieder hervorgehen.

Immerhin lernt der Zuschauer zu Beginn das Leben der drei Supergirls vor ihrem Angel-Dasein ein wenig näher kennen. So kämpft die ansonsten so supertaffe Alex mit ihrer Beziehung zum Filmschauspieler Jason (Matt Le Blanc) und gerät regelrecht ins Schwitzen, als ihr strenger Vater (genial: John Cleese) überraschend auftaucht. Das All-American-Girl Natalie turtelt weiterhin verträumt-romantisch mit ihrem Pete (Luke Wilson). Und schließlich wird die Vergangenheit von Dylan in Gestalt ihres mörderischen Ex-Freundes Seamus (Justin Theroux) auf äußerst unangenehme Weise eine entscheidende Rolle spielen.

All diese kleinen privaten Scharmützel begleiten die erneut herrlich hanebüchene Story, in der es um die Wiederbeschaffung von zwei gestohlenen Titanringen geht, auf denen sämtliche Daten aus dem FBI-Zeugenschutzprogramm gespeichert sind. Schon bald wird klar, dass Natalie, Dylan und Alex es dieses Mal mit einem ebenbürtigen Gegner zu tun haben.

Im Grunde unterscheidet sich "Volle Power" nicht wesentlich vom ersten Teil, McG ist seinem Stil wahrlich treu geblieben. Sogar der "Thin Man" (Crispin Glover) taucht als Bösewicht wieder auf. Dennoch ist das unbeschwert-leichtfüßige Action-Comedy-Spektakel in keiner Sekunde langweilig.

Mit einer Änderung mussten die Fans allerdings doch fertig werden: Bill Murray ist als Bosley nicht mehr dabei. Stattdessen übernahm der schwarze Komiker Bernie Mac ("Ocean's Thirteen") dessen Funktion als rechte Hand der Engel. Er heißt ebenfalls Bosley und soll der Bruder (!) des Originals sein.

Die Überraschung des Films ist aber Demi Moore, der die Rolle des gefallenen Ex-Engels Madison auf den komplett überarbeiteten, aber ungemein beneidenswerten Leib geschrieben wurde. Pikanterweise ist sie so im selben Leinwandstreifen wie ihr Ex-Ehemann Bruce Willis zu sehen, der neben einer Reihe von weiteren Stars wie Carrie Fisher, Original-70er-Engel Jaclyn Smith und der Sängerin Pink einen kurzen Cameo-Auftritt hat.

Bernd Fetsch


Auf der Suche nach zwei verschwundenen Ringen räumt Undercover-Engel Natalie (Cameron Diaz) in der Unterwelt gewaltig auf.
Auf der Suche nach zwei verschwundenen Ringen räumt Undercover-Engel Natalie (Cameron Diaz) in der Unterwelt gewaltig auf. (ProSieben / Sony Pictures Television)

Geben mächtig Gas, von links: Dylan (Drew Barrymore), Natalie (Cameron Diaz) und Alex (Lucy Liu).
Geben mächtig Gas, von links: Dylan (Drew Barrymore), Natalie (Cameron Diaz) und Alex (Lucy Liu). (ProSieben / Sony Pictures Television)

Die Rolle des gefallenen Engels Madison wurde Demi Moore auf ihren komplett überarbeiteten (dennoch anbetungswürdigen) Körper geschrieben.
Die Rolle des gefallenen Engels Madison wurde Demi Moore auf ihren komplett überarbeiteten (dennoch anbetungswürdigen) Körper geschrieben. (ProSieben / Sony Pictures Television)

Datum: 20.07.2009

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