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The Eye 2

The Eye 2

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Die asiatischen Geister mit den schwarzen, langen Haaren - man kennt sie aus "Der Fluch" und aus "der Ring" nur allzu gut - kommen wieder. Dieses Mal schweben sie munter durch die Luft und direkt rein in den Geburtskanal schwangerer Frauen. Was in "The Eye 2" (2004) vor sich geht, ist nichts für Damen im Wochenbett. Denn hier wird die buddhistische Leere vom ewigen Kreislauf der Wiedergeburt auf unangenehm plastische Weise illustriert. Dazu gesellen sich die genretypischen Schockeffekte. Das inhaltlich unabhängige Sequel zu "The Eye" (2002) der Gebrüder Pang aus Thailand erscheint nun auf DVD und erweist sich im Gewühl des Eastern-Horrors als schlichtes, mitreißendes Glanzlicht.

Denn bis auf die obligatorischen Toten mit den langen Haaren unterscheidet sich "The Eye 2" in Ästhetik und Idee von den genannten Gruselschockern. Und vor allem: Es gibt eine Erklärung, eine relativ schlüssige, die nicht auf ein weiteres Sequel schielt und so den Film eine klassische Einheit werden lässt.

In Joeys (hinreißend: Qi Shu) Leben läuft nichts nach Plan: Ihre Beziehungen scheitern und auch ein Selbstmordversuch misslingt. Als sie erfährt, dass sie schwanger ist, ist das endlich ein Lichtblick in ihrer tristen Existenz. Doch dann beginnt der Horror: Die junge Frau sieht Dinge, die ihre Umwelt nicht wahrzunehmen scheint. In Joeys Nähe häufen sich Selbstmorde und Komplikationen bei anderen schwangeren Frauen. Der Vater des Kindes will nichts mehr mit ihr zu tun haben, und so muss Joey ganz allein ihr ungeborenes Baby vor den Widrigkeiten der dies- und jenseitigen Welt schützen.

In drastischen Bildern, die jeden Gynäkologen erschaudern ließen, wird die Geschichte der psychisch labilen Frau erzählt und die nicht nur schwangerschaftsbedingte Übelkeit der Hauptdarstellerin sehr plastisch illustriert. Der inhaltliche Kniff, der die Story trägt: Die Idee, dass jeder Schwangeren ein Geist beisteht, der darauf wartet, in den Körper des Neugeborenen zu schlüpfen.

Für Zartbesaitete und eben Frauen kurz vor der Entbindung ist "The Eye 2" absolut nichts, trotz der Freigabe ab 16 Jahren. Ständig fließt Blut diverse Schenkel runter, Köpfe zersplittern auf dem Asphalt und krachen auch ordentlich aus den heimischen Boxen, die gezielt für die bedrohliche Atmosphäre eingesetzt werden.

Ansonsten aber eröffnet sich ein spannendes Horrormovie, das von der Einfachheit der ordentlich transferierten Bilder lebt, deren schlichte Ästhetik auch im Heimkino ihre Wirkung entfaltet: Die kargen Krankenhausflure, die reduziert eingerichteten Wohnungen fernab von Asia-Kitsch und dazwischen die gleichermaßen hilflos wie entschlossen wirkende Joey.

Leider sind die Extras etwas mickrig ausgefallen: Lediglich ein kurzes Making Of und Textinfos zu Darstellern und Crew sind auf der DVD enthalten.

Susanne Wolff

bewertungsbox

bildformat 1,78: 1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1), Chinesisch(5.1)
untertitel Deutsch
extras Making Of, Textinfos
laufzeit 91 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 22 Euro
bewertung bild gut
bewertung ton gut
bewertung extras mangelhaft

Credits:
(HK/THA 2004, R: Danny Pang, Oxide Pang, D: Qui Shu, Eugenia Yuan, Jesdaporn Pholdee u.a.)


Nichts für Schwangere: "The Eye 2" erscheint nun auf DVD.
Nichts für Schwangere: "The Eye 2" erscheint nun auf DVD. (Highlight Video)

Joey (Qi Shu) wird während ihrer Schwangerschaft mit schrecklichen Visionen konfrontiert.
Joey (Qi Shu) wird während ihrer Schwangerschaft mit schrecklichen Visionen konfrontiert. (Highlight Video)

Joey (Qi Shu) sieht Menschen, wo gar keine sein dürften ... Die Geister scheinen etwas von ihrem ungeborenen Kind zu wollen.
Joey (Qi Shu) sieht Menschen, wo gar keine sein dürften ... Die Geister scheinen etwas von ihrem ungeborenen Kind zu wollen. (Highlight Video)

Datum: 22.12.2005

Diskussion: "The Eye 2"

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Artikel ID 163644

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