Brad Pitt und Robert Redford spielen das "Spy Game"
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Spy Game - Der finale Countdown
Spionage-Thriller des Regisseurs Tony Scott sehen nicht wie konventionelle Spionage-Thriller aus. Trotzdem sind sie welche: "Der Staatsfeind Nr. 1" mit Will Smith in der Hauptrolle war so ein Film, an den man sich erst gewöhnen musste. "Spy Game - Der finale Countdown" (2001) ist komplexer als sein Vorgänger, arbeitet Scott doch eifrig mit Rückblenden und treibt die eigentliche Handlung nur langsam voran. Robert Redford und Brad Pitt, die vor vielen Jahren gemeinsam "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" drehten, fanden sich erneut zusammen, und sie harmonieren gut in den wenigen Szenen, die sie gemeinsam auf der Leinwand haben. vox wiederholt nun diesen Thriller, der vor allem großes Starkino ist.
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Der Kern des Films spielt 1991, im Kalten Krieg, als die Fronten noch klar auf den Landkarten aufzuzeichnen waren. Und ebenso klar sind die Abgrenzungen zwischen den Guten und den Bösen im "Spy Game". Pitt spielt den jungen CIA-Agenten Tom Bishop, Redford ist Nathan Muir, sein Mentor aus früheren Zeiten. Ihre Zusammenarbeit, ihre solide Freundschaft, wird ein letztes Mal auf die Probe gestellt.
Muir steht kurz vor seiner Pensionierung, als er erfährt, dass Bishop bei einem gefährlichen Einsatz in China verhaftet wurde. Es beginnt eine subtile Befreiungsaktion, bei der Muir es weniger mit China als vielmehr mit den eigenen Kollegen beim CIA zu tun bekommt. Der Geheimdienst befürchtet einen internationalen Skandal und hat somit kein besonders großes Interesse an einer Lösung des Konflikts. Muir ist auf sich alleine gestellt und zieht an jedem Hebel, der ihm helfen könnte.
Doch das ist nur die Kernhandlung des Films, der in Rückblenden die Beziehung zwischen den beiden Männern aufarbeitet. Zwischen den Episoden folgt immer wieder die Rückkehr in die Dienstzimmer des CIA, wo die Herren reden und reden. Redford sitzt dazwischen, blickt meist recht überlegen drein, und es kann nicht ernsthaft ein Zweifel daran aufkommen, dass es der alte Haudegen noch einmal schaffen wird, den Jungen ein Schnippchen zu schlagen. Wie das dann am Ende gelingt, ist durchaus unterhaltsam und flott in Szene gesetzt.
Um ausreichend Spannung zu erzeugen, greift das Buch zu einem altbekannten Trick: Die Uhr tickt: Bishop soll in China exekutiert werden, und es bleiben gerade einmal 24 Stunden, um das zu verhindern. Der Zeitdruck wird stilistisch unterstützt: Viele schnelle Schnitte schon in der Eröffnungssequenz weisen den Weg, doch konterkarieren sie die subtilen Teile der Handlung, die irgendwann auch etwas verwirrend wird.
Brad Pitt ist seit August in Quentin Tarantinos Kriegsfilm "Inglourious Basterds" an der Seite einiger deutscher Schauspieler wie Christoph Waltz oder Daniel Brühl im Kino zu sehen. Redford sorgte hingegen kürzlich mit Neuigkeiten aus seinem Privatleben für Schlagzeilen: Der 72-Jährige heiratete in Hamburg seine langjährige Lebensgefährtin, die deutsche Künstlerin Sibylle Szaggars.
Tom Ruder
Nathan Muir (Robert Redford) ist der Mentor des jungen CIA-Agenten Tom Bishop (Brad Pitt, rechts). (vox / RP)
Bei Bishops Befreiung aus China ist Muir (Robert Redford) auf sich alleine gestellt. (vox / Universal Studios Inc. / RP)
CIA-Agent Tom Bishop (Brad Pitt) ist ein Einzelgänger. (vox / RP)
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