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Angenehm: "Break Up" von Pete Yorn & Scarlett Johansson

Pete Yorn & Scarlett Johansson Break Up

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Eines kann man ihr ja nicht absprechen: Mut hat Scarlett Johansson bereits bewiesen. Schließlich konnte die Hollywood-Actrice von vorneherein davon ausgehen, dass ihre Sangesambitionen, wie jene von Schauspiel-Kollegen und -Kolleginnen zuvor, erst mal skeptisch bis äußerst kritisch beäugt werden. Und dennoch: Johansson wagte sich als musikalische Newcomerin auf ihrem Debüt "Anywhere I Lay My Head" gleich mal an Songs von Tom Waits. Und bei "Break Up", das sie gemeinsam mit Songwriter Pete Yorn aufnahm, ist der eigene Anspruch jetzt nicht viel geringer.

Zugegeben: Die Idee für die Zusammenarbeit kam von Yorn, der eines Nachts von einem Album, "wie Serge Gainsbourg und Brigitte Bardot" einst in den 60er-Jahren aufgenommen hatten, träumte. Und seine Traumbesetzung für die Neuvertonung des Duett-Stoffs sei ganz klar Johansson gewesen. Als langjährige Freundin konnte sie das Angebot dann auch nicht abschlagen, schließlich klang Yorns Idee "wie ein ganz interessantes Abenteuer". So lässt die Schauspielerin zumindestens verlauten.

Das Interessante: Wenn man die Entstehungsgeschichte, die selbst gesetzten Ansprüche und die generelle Skepsis gegen Johansson als Sängerin einfach außen vor lässt, wird man mit "Break Up" ein wirklich gutes Songwriter-Album entdecken. Das vor allem dazu geeignet ist, Yorns guten Ruf zu mehren und weniger Johanssons Reputation als Sängerin zu fördern. Klar: Sie singt gar nicht mal so schlecht, bei der Single "Relator" sogar sehr angenehm rauchig und voller Seele, große Spuren hinterlässt, oder gar in die Fußstapfen einer Bardot oder Birkin tritt sie nicht. Dafür glänzen Yorns Songs um so mehr, sind kleine Power-Pop-Ohrwürmer, die mit Folk- ("Wear & Tear" mit lustigem Banjo) und Country-Versatzstücken ("I Don't Know What To Do" samt perlendem Piano und klagender Pedal Steel) spielen.

Angesichts des klangvollen Namens der Woody-Allen-Muse müsste man fast "Viel Lärm um nichts" als Fazit ziehen. Aber eines kann man Scarlett Johansson ebenfalls nicht absprechen. Nachdem sie sich für das Debüt die mehr als qualifizierte Hilfe von David Bowie und Produzent David Sitek (TV On The Radio) sicherte, hat sie für "Break Up" wieder einen exzellenten musikalischen Partner für ihre Gesangsambitionen gefunden.

Stefan Weber


Datum: 06.09.2009

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