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"Alien vs. Predator" punktet nur durch Spezialeffekte

Alien vs. Predator

Die schmalbrüstige Story zum Sci-Fi-Schocker "Alien vs. Predator" (2004) könnte glatt aus der Feder von Erich von Däniken stammen. Der Schweizer Grenzwissenschaftler sorgte einst mit der - gelinde gesagt - gewagten These für Aufsehen, dass gewaltige Bauwerke wie die ägyptischen Pyramiden oder die Tempelanlagen der Azteken von Außerirdischen errichtet worden seien. Das Drehbuch zu dem Actioner, den vox nun wiederholt, schrieb dann aber doch Paul W.S. Anderson, der gleichzeitig Regie bei diesem Gipfeltreffen der extraterrestrischen Ekelpakete führte. Zuletzt zeichnete der Filmemacher für das Remake von "Frankensteins Todesrennen" von 1975, "Death Race", mit Jason Statham in der Hauptrolle verantwortlich, das er als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent realisierte.

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Es ist schon eine außergewöhnliche Welt, in die Anderson den Betrachter entführt. Eine riesige unterirdische Pyramide im ewigen Eis der Antarktis dient als Kulisse für den entscheidenden Kampf der schleimig-sabbernden Aliens gegen die bis an die Zähne bewaffneten Predatoren. Entdeckt wurde das Konstrukt von dem milliardenschweren Industriellen Charles Weyland (Lance Henriksen).

Um das architektonische Wunderwerk, das einst von den Predatoren erbaut wurde, zu erforschen, hat er ein handverlesenes Wissenschaftler-Team rekrutiert, das von der Umweltexpertin Alexa "Lex" Woods (Sanaa Lathan) angeführt wird. Nachdem die Forscher durch einen geheimnisvollen Schacht in die bizarre Welt abgetaucht sind, stellen sie schnell fest, dass 700 Meter unter der Erdoberfläche ein Duell zwischen außerirdischen Giganten tobt, bei dem die Menschen nur Zaungäste sind.

Viel mehr muss man über die Handlung dieses Science-Fiction-Gipfels nicht wissen. Wer Paul W.S. Anderson und seine Filme - etwa "Resident Evil" - kennt, der weiß, dass er Drehbuchvorlagen bestenfalls als Folie für aberwitzige Special-Effect-Feuerwerke benutzt, die ganz auf die Sehgewohnheiten der Videospielgeneration zugeschnitten sind. "Alien vs. Predator" macht da keine Ausnahme. Das Beste, was man über den Film sagen kann, ist, dass er in dieser Hinsicht alle Erwartungen erfüllt.

Auch in Zukunft darf man vom Regisseur, der sich vornehmlich Computerspiele zur Brust nimmt, Genretreue erwarten: Derzeit soll Anderson an der Adaption des Autorennspiels mit Gangster-Ästhetik "Driver" arbeiten.

Gerd Hilber



Der milliardenschwere Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen) stellt zu Forschungszwecken in der Arktis ein Expeditionsteam zusammen.
Der milliardenschwere Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen) stellt zu Forschungszwecken in der Arktis ein Expeditionsteam zusammen. (vox / Twentieth Century FOX / JM)

In einer der Kammern entdeckt Thomas (Sam Troughton) ein Alien-Ei.
In einer der Kammern entdeckt Thomas (Sam Troughton) ein Alien-Ei. (vox / Twentieth Century FOX / JM)

Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen) hat keine Chance gegen den kriegerischen Predator.
Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen) hat keine Chance gegen den kriegerischen Predator. (vox / Twentieth Century FOX / JM)

Datum: 17.09.2009

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