Nicht nur Milla Jovovich aka "Ultraviolet" langweilt zu Tode
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Ultraviolet
"Resident Evil" zum Vierten: "Afterlife" befindet sich derzeit in Vorbereitung und soll am 16. September 2010 in die Kinos kommen. In den vergangenen Wochen hatten Hauptdarstellerin Milla Jovovich und Regisseur Paul W.S Anderson aber wohl etwas weniger Zeit, sich um die Arbeit zu kümmern. Die Dauerverlobten gaben sich Ende August das Jawort. Weniger romantisch geht es für gewöhnlich in Millas Filmen zu. Außerhalb des Science-Fiction- und Horror-Sektors will es für die gebürtige Ukrainerin nicht mehr so richtig klappen. Auch der Action-Streifen "Ultraviolet" (2005), den ProSieben nun wiederholt, war für eine ernsthafte Karriere sicherlich nicht förderlich.
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Was sich Regie- und Drehbuchwunderkind Kurt Wimmer, den seit seinem Coup "Equilibrium" der Hauch eines Genies umgibt, da zusammengedacht, -geschrieben und -gedreht hat, lässt das süßeste Popcorn fade werden: Menschen mutierten durch Biowaffen zu Vampiren. Gelenkig und kampfeslustig dürsten sie nach Blut. Und so tobt ein Bürgerkrieg zwischen Anormalen und Normalen, angeführt von einem ruchlosen Diktator. Als prominentes Opfer der Gewalt wird bald ein argloser Junge ausgemacht, der offenbar die letzte Rettung für die Vampirmenschen in Form eines Blutheilstoffes in sich trägt. Er soll von den Menschen getötet werden, was die Heldin der Geschichte mit dem Kampfnamen Ultraviolet (Jovovich) natürlich keineswegs geschehen lassen kann.
Wimmers Science-Fiction-Farce, die dem Zuschauer vorgaukeln soll, es handle sich um eine Comic-Verfilmung, ähnelt einem dehnbaren Kaugummi, dessen Blase schon in den ersten Momenten der am Ende kaum noch erträglichen 79 Minuten Lauflänge flugs an Volumen zunimmt, um dann in Phrasendrescherei, flacher Gefühlsduselei und überstilisierten Bildern merklich, schnell und schmerzhaft zu platzen. Die überzeichneten Charaktere, allen voran die Diktatorenfigur Vicecardinum Ferdinand Daxus (Nick Chinlund), könnten tatsächlich aus einem Comic stammen, doch wohl nur aus einem misslungenen, den kein Studio hätte verfilmen wollen.
Es wird viel gehauen, gestochen und geschossen in Wimmers Kaugummi-Träumereien über eine potente Superheldin ohne Witz, Charme und leider mit der Ausstrahlung einer Rundablage. Die vorhersehbaren Handlungsschritte langweilen, die gewollt grelle Visualität, gepaart mit einer horriblen Musikuntermalung, kommt einer Folter nah.
Franziska Kramer
Violet (Milla Jovovich) profitiert von ihren außergewöhnlichen kämpferischen Fähigkeiten. (ProSieben / Screen Gems)
Der neunjährige Six (Cameron Bright) soll von Violet (Milla Jovovich) beschützt werden. (ProSieben / Screen Gems)
Daxus (Nick Chinlund) will Violet und alle anderen Infizierten auslöschen. (ProSieben / Screen Gems)
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