Mit "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith" endet die Story
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Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith
Abspann. Es war ein besonderer Moment. Zweieinhalb Stunden sind vergangen, und es blieb sowohl Begeisterung als auch Leere und Wehmut. Das größte Kinomärchen aller Zeiten ging 2005 zu Ende. Und auch wenn sich Hollywood immer wieder bemüht: Vergleichbares wird es in den nächsten Jahrzehnten wohl nicht mehr geben. Kein anderes Abenteuer hat es in der Vergangenheit vermocht, eine solch große Zahl an Anhängern zu finden. Kein anderes wurde ähnlich ernst genommen. "Star Wars" wird von Millionen in aller Welt trotz seiner utopischen Geschichte in gewisser Weise als Wahrheit begriffen. Mit dem letzten Teil, "Episode III - Die Rache der Sith" (2005), den ProSieben nun wiederholt, stand der Regisseur und Schöpfer der Saga vor der größten filmischen Herausforderung seines Lebens. George Lucas bewältigte sie meisterhaft.
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Nein, die Trauer stellt sich nicht etwa ein, weil dieser Film kein Happy End hat. Jeder wusste, dass alles auf den Moment hinsteuert, in dem der Jedi-Ritter Anakin Skywalker (Hayden Christensen) der dunklen Seite der Macht verfällt. Er wird sich in nur wenigen Sekunden entscheiden müssen. Eine Schlüsselsequenz des Films, die - leider - überraschend unpathetisch inszeniert wurde.
Wie überhaupt der Film, trotz seiner aufwendigen Machart, stilistisch erstaunlich reduziert wirkt. Im Hintergrund, in all den Schlachten und Landschaften, zeigt sich Gewaltiges. Doch das Spiel der Charaktere und deren Dialoge sind konzentriert auf das Wesentliche. Kaum große Gesten, und selbst epochale Sätze verlieren eingebettet in viele Textzeilen an Opulenz. Zielstrebig und ohne Schnörkel führte George Lucas seine Weltraum-Saga zum Ende, das bekanntermaßen einen Sieg der dunklen Seite der Macht bedeutet. Wie es weitergeht, ist bekannt. Luke Skywalker und seine Schwester Leia werden die Verhältnisse wieder zurechtrücken. "Star Wars IV", genauer gesagt, die überarbeitete Version des Filmes von 1977, "Krieg der Sterne - Special Edition" (Freitag, 02.10., ProSieben, 20.15 Uhr), und die ebenfalls digital veredelten Teile V und VI erzählen davon.
"Episode III" beginnt mit einer gigantischen Weltraumschlacht, Schlüsselfiguren sterben erstaunlich früh, und über all dem herrscht ein auffällig humorvoller Grundton. Mit einem Roboter R2D2 in Höchstform, dem ersten von vielen grandios inszenierten Kämpfen mit dem Lichtschwert und den letzten Momenten, in denen die beiden wichtigsten Figuren der Filme I bis III noch an einem Strang ziehen. Obi-Wan-Kenobi (Ewan McGregor) und Anakin Skywalker (Hayden Christensen) stehen Seite an Seite im Kampf gegen das Böse.
Dass sich das bald schon ändern wird, begründet George Lucas schlicht mit der Liebe. Die Errettung von Ehefrau Padme (Natalie Portman), von deren Tod Anakin träumte, ist sein vorrangiges Bestreben. Es war bei allen "Star Wars"-Filmen so: So utopisch Zeit und Orte auch waren, die Motive der Figuren reduzierten sich auf menschliche Emotionen und auf den Erhalt der Werte.
Tom Ruder
Zwischen Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und seinem ehemaligen Schüler Anakin Skywalker (Hayden Christensen, links) entbrennt ein Duell auf Leben und Tod. (ProSieben / Lucasfilm LTD. & TM)
Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) macht sich große Sorgen um seinen Schüler Anakin, den es immer mehr auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen scheint. (ProSieben / Lucasfilm LTD. & TM)
Noch kämpfen Anakin (Hayden Christensen, links) und Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) auf der gleichen Seite. (ProSieben / Lucasfilm LTD. & TM)
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