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Wenig Sinn, in Hochglanz verpackt: "Passwort: Swordfish"

Passwort: Swordfish

Halle Berry ist verführerisch und erstmals halb nackt zu sehen, Hugh Jackman spielt den menschelnden Kriminellen, John Travolta den bösen Buben, und es gibt die atemberaubendste Explosion seit "Zabriskie Point" zu sehen - das ist eigentlich alles, was man über "Password: Swordfish" (2001) wissen muss. Den größten Karrieresprung der namhaften Schauspielerriege legte Hugh Jackman hin. Vor allem als X-Man "Wolverine" machte der 41-jährige Australier eine überaus gute Figur, die ihm gar seinen "eigenen" Blockbuster "X-Men Origins: Wolverine" (2009) einbrachte. Der zweite Teil der Superhelden-Reihe ist bereits angekündigt und soll 2011 auf die Kinoleinwand kommen. Im etwas konfusen, aber perfekt durchgestylten Hochglanz-Epos "Password: Swordfish", den vox nun wiederholt, musste sich Superstar Jackman allerdings in die prominente Darstellerriege einreihen.

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Dass man auch ohne übertriebenen Körpereinsatz Erfolg haben kann, erfuhr Halle Berry ein Jahr nach ihrem Ausflug ins Action-Genre. Für ihre Rolle im Südstaaten-Drama "Monster's Ball" - an der Seite von Billy Bob Thornton - bekam sie als erste afro-amerikanische Frau den Oscar als beste Hauptdarstellerin.

Doch in "Password: Swordfish" sind es ausschließlich die körperlichen Reize, die zählen. Weil sich der ebenso smarte wie brutale Gabriel Shear (Travolta, derzeit mit dem Remake "Die Entführung der U-Bahn Pelham 123" im Kino) vorgenommen hat, die amerikanische Regierung um neun Milliarden illegale Dollar zu erleichtern, die im Cyberspace schlummern, trifft nun ein Potpourri an Persönlichkeiten aufeinander. Da Shear selbst nur Angst einflößend aussieht, aber keineswegs in der Lage ist, einen Code zu knacken, muss er den guten Menschen auf der falschen Seite des Gesetzes animieren, für ihn zu arbeiten. Dies tut er mit einem engen, roten Kleid, in dem seine Assistentin (Berry) steckt, an der silberne Creolen baumeln.

Während dies für Hacker Stanley (Jackman) noch angenehm sein mag, muss er das Vorstellungsgespräch unter erschwerten Bedingungen durchstehen. Er bearbeitet energisch die Tastatur, um einen Regierungscode zu knacken, wird zeitgleich oral befriedigt und hat eine weitere Mündung am Kopf, die allerdings zu einer Pistole gehört.

Als sei Regisseur Dominic Sena bewusst, wie dünn die Geschichte des unerfahrenen Drehbuchautors Skip Woods ist, stylt er bis zur Blumenvase alles durch und nutzt seine Erfahrung als gut bezahlter Videoclip-Regisseur bei der optischen Umsetzung. Der Film ist schnell, sehr schnittig und hat manchmal das dreckige Flair von Senas Kinodebüt "Kalifornia".

Wirklich atemberaubend ist allerdings die Rundum-Kamerafahrt bei der ersten Explosion. Wie sich Hugh Jackmans Gesicht in einer rollenden Silberkugel spiegelt, das ist schon ein interessanter optischer Aspekt. Doch ein gut in Szene gesetzter Feuertanz zu Beginn macht noch keinen Actionfilm. Ganz besonders dann nicht, wenn sich Sena nur für solche Momente viel Zeit lässt, während er anschließend in Windeseile verwirrend viele Personen vorstellt.

Jan Treber


Ginger (Halle Berry) assistiert dem Gansterboss Gabriel als Gehilfin und Gespielin.
Ginger (Halle Berry) assistiert dem Gansterboss Gabriel als Gehilfin und Gespielin. (vox / Warner Bros. Ent. / RP)

Smarte Gangster unter sich (von links): Ginger (Halle Berry), Gabriel (John Travolta), Agent Roberts (Don Cheadle), Stanley (Hugh Jackman).
Smarte Gangster unter sich (von links): Ginger (Halle Berry), Gabriel (John Travolta), Agent Roberts (Don Cheadle), Stanley (Hugh Jackman). (vox / Warner Bros. Ent. / RP)

Gabriel Shear (John Travolta) knackt mit Hilfe des genialen Hackers Stanley Jobson illegale Regierungskonten, um seine persönliche Art der Bekämpfung des Terrorismus zu finanzieren.
Gabriel Shear (John Travolta) knackt mit Hilfe des genialen Hackers Stanley Jobson illegale Regierungskonten, um seine persönliche Art der Bekämpfung des Terrorismus zu finanzieren. (vox / Warner Bros. Ent. / RP)

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