Ben Stiller und Owen Wilson sind "Starsky & Hutch"
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Starsky & Hutch
Die Original-Darsteller Paul Michael Glaser und David Soul ließen sich zwar zu einem Cameo-Auftritt überreden. Doch so ganz glücklich mit der Kinoverfilmung ihrer TV-Serie "Starsky & Hutch" waren sie nicht. Das Ergebnis, nun erneut bei ProSieben zu sehen, war weit komischer ausgefallen, als man hätte annehmen können. Vor allem die beiden Titelfiguren wurden keineswegs so ernst genommen wie in der Vorlage, sondern mitunter veralbert, um den einen oder anderen Lacher zu kassieren. So hat "Starsky & Hutch" (2004) durchaus seine Berechtigung als turbulente Actionkomödie. Der Serie wird der Film jedoch nicht gerecht.
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Die Zielrichtung des Buddy-Movies wurde schon deutlich, als bekannt wurde, dass Owen Wilson als Partner von Ben Stiller agieren würde. Zuletzt waren die beiden im Mai in "Nachts im Museum 2" in den Kinos zu sehen. Derzeit stehen sie für die Komödie "Little Fockers", die zweite Fortsetzung von "Meine Braut, ihr Vater und ich", vor der Kamera, die ab 5. August 2010 auf den deutschen Leinwänden zu sehen sein wird. Mit Wilson und Stiller konnte "Starsky & Hutch" nur zu einer komödiantischen Aufarbeitung des Actionklassikers werden, der in den 70-ern vor allem durch seine rauen Sitten eine große Fangemeinde für sich vereinnahmte.
Dabei hielt sich Regisseur Todd Philips ("Old School") inhaltlich sehr ans Original: Detective Starsky (Stiller) nimmt seinen Job etwas zu ernst und hinterlässt meist mehr Schaden, als dass er bahnbrechende Ermittlungserfolge vorweisen kann. Detective Hutchinson (Wilson) dagegen geht mit den Gesetzen großzügig um und hat sich mit den Gaunern der Stadt arrangiert.
Die so gegensätzlichen wie exzentrischen Cops werden zwangsweise von ihrem Vorgesetzten Dobey (armselig künstlich: Blaxploitation-Star Fred Williamson) zu Partnern gemacht und müssen fortan gemeinsam gegen das Verbrechen kämpfen, in Gestalt von Drogendealer Feldman (akzeptabel: Vince Vaughn). Bis zum natürlich gütlichen Ende stürzt das Polizistenduo durch halbherzigen Slapstick und wortgewitzte Duelle. In der Rolle des Huggy Bear, in der Original-Serie eine Kultfigur, ist der Rapstar Snoop Dogg zu sehen.
Obwohl Regisseur Philips die Geschichte seiner Neuverfilmung ebenfalls in den 70-ern ansiedelt und nicht - wie bei "3 Engel für Charly" geschehen - in die Neuzeit transferiert, kommt keine authentische Atmosphäre auf. Es scheint, als hätte sich Philips zwischen zwei Varianten entscheiden müssen: Entweder er dreht einen Film, der nicht jugendtauglich ist, oder eine Trash-Komödie, die auf der schon seit Jahren andauernden hirnlosen Comedy-Welle mitschwimmen soll. Er wählte offenbar den Mittelweg, der indes weit entfernt ist vom Königsweg.
Nick Petersen
Detective David Starsky (Ben Stiller) ist bisweilen bei seinen Einsätzen übermotiviert und übertreibt es regelmäßig bei der Verbrechensbekämpfung. (ProSieben / Buena Vista International)
Der smarte Cop Ken "Hutch" Hutchinson (Owen Wilson, links) nimmt es mit den Dienstvorschriften nicht so genau - was seinen neuen Partner Starsky (Ben Stiller) auf die Palme bringt. (ProSieben / Buena Vista International)
Der halbseidene Huggy Bear (Snoop Dogg) liefert Starsky und Hutch wertvolle Informationen aus der Unterwelt. (ProSieben / Buena Vista International)
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