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Dúné Enter Metropolis

Dúné Enter Metropolis

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Das sind echt crazy Typen, so viel steht fest. Wer Dúné aus Dänemark schon mal live gesehen hat, dem fallen selbst in Erinnerung daran gerne noch mal die Kinnladen runter. Solche Rockstarposen hat man nicht mehr gesehen, seit - sagen wir - "The Final Countdown". Dazu füllen sieben (!) blutjunge Bandmitglieder die Bühne, im neonfarbenen 80er-Jahre-Outfit, irgendwo zwischen Limahl und betrunkener Seemann. Eine Wucht also, diese Typen, und besonders Cecilie, das einzige weibliche Bandmitglied am Synthesizer. Aber transportiert sich diese Energie und scheinbar völlig schmerzfreie Hingabe auch auf Platte?

Tut sie. Die 200 Konzerte, die Dúné nach eigenen Angaben seit ihrer Bandgründung 2001 gespielt haben, scheinen nicht umsonst gewesen zu sein. Auf "Enter Metropolis", dem zweiten Studioalbum der Band aus der Kleinstadt Skive in der Region Jütland, findet sich ein ganz eigener, druckvoller Elektrorock-Sound, der in seiner unverkrampften Cheesyness an die schwedische Band The Ark erinnert, an Acts wie Mika und The Scissor Sisters und manchmal an The Darkness.

Auf diesen unverhohlenen Pomp muss man sich natürlich einlassen können, um Spaß daran haben zu können. Aber so ist das nun mal beim Glamrock: Alle Emotion einfach mal rauslassen in den Rock'n'Roll. Und der ist bei Dúné auch gerne mal Stromgitarren-Hardrock-hart. Erstaunlich, dass das einer Band gelingt, deren Mitglieder erst im vergangenen Jahr den Schulabschluss gemacht haben. Vielleicht liegt's daran, dass sie ihre Kleinstadt in Blitzgeschwindigkeit hinter sich gelassen haben: Proberaum in Kopenhagen, angeblich gleich neben dem Treff der Hell's Angels. Reisen nach Los Angeles, Moskau, Tokio. Eine Zeit lang Musikerleben in Berlin. Vielleicht liegt's aber auch ein bisschen an Produzent Michael Ilbert, der schon für The Hives, Robyn, The Cardigans und Roxette gearbeitet hat.

Jede Menge Lorbeeren haben Dúné auf jeden Fall schon eingeheimst: dänische Musikpreise, Support-Gigs für die Foo Fighters und Die Ärzte. Mit ihrem zweiten Album "Enter Metropolis" könnte ihnen ein ordentlicher Sprung noch vorne gelingen. Denn ehrlich gesagt: Alles an Dúné schreit "Stadion!" Und das ist gar nicht negativ gemeint.

Andrea Schmidt


Datum: 12.08.2009

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