In "Halloween: Resurrected" schlägt Michael Myers zum 8. Mal zu
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Halloween: Resurrection
Da kann allenfalls James Bond mithalten: Seit gut 30 Jahren kehrt in schöner Regelmäßigkeit einer der gruseligsten Filmhelden mit der Lizenz, nein, mit dem Drang zum Töten auf die Leinwand zurück: Michael Myers, der Psychopath, der besonders gerne an Halloween zu seinen blutigen Mordzügen aufbricht. Das ist natürlich nicht besonders geschmackvoll, versammelt aber durchaus eine stattliche Fangemeinschaft um sich. ProSieben wiederholt nun - pünktlich zum Gruseltag - den achten Teil der "Halloween"-Reihe, der mit verblüffenden Einfällen überrascht. In den USA kam im Spätsommer mit "H2: Halloween 2" von Rob Zombie bereits der zehnte Streifen der Reihe in die Kinos. Der nächste Film, "Halloween 3-D", ist bereits in Planung.
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Es ist egal, dass Michael Myers schon mehrmals dem Erdboden gleichgemacht wurde: Schließlich wurde er im siebten Teil "H20" von Jamie Lee Curtis in der Dauerrolle der Laurie Strode geköpft. Wieso also eine Neuauflage? Geringe Produktionskosten und ein fast schon garantiertes Einspielergebnis beim immer noch nach Mystery dürstenden Teenager-Publikum wischen jede inhaltliche Absurdität weg und lassen einfach den Kopf eines anderen Mannes rollen. So kann das fröhliche Jagen wieder beginnen.
Nun ist "Halloween: Resurrection" (2001) kein einfacher Abklatsch aller bisher da gewesenen Slasherfilme, sondern bringt eine Art "Blair Witch"-Effekt mit: Einige aufgeweckte, aber auch nicht minder schwachsinnige Jugendliche spielen in Myers Geburtshaus ihre Lieblings-Horrorlegenden nach - natürlich auch mit einem künstlichen Myers. Auf ihren Köpfen montieren sie Videokameras, und die Bilder werden direkt ins Internet übertragen. "Dangertainment" nennen sie das.
Unter den potenziellen Myers-Opfern - denn der echte Fiesling kommt zufällig mit frisch geschliffener Messerkollektion vorbei - befinden sich solch illustre Jungstars wie Sean Patrick Thomas ("Save the Last Dance") und Thomas Ian Nicholas ("American Pie"), die, zusammen mit einer taffen Psychologiestudentin (platt, aber nicht unkomisch: Bianca Kajlich), "Überlebenstipps" per Mobiltelefon und Palm zugeschickt bekommen. Es geht ja nur um einen Heidenspaß. Und tatsächlich wirkt das Verwirrspiel mit zwei Killern größtenteils auf brachiale Art und Weise humorvoll.
Und schließlich sind auch noch Jamie Lee Curtis als ewiger Joker sowie US-Rapper Busta Rhymes und Model Tyra Banks als Gaststars dabei. Ein wenig Sicherheit und prominente Namen kann die einfach gestrickte Produktion gut gebrauchen - zumal dieses klassische Bodycount-Movie sehr auf Profit ausgerichtet ist.
Bernd Fetsch
Sie wird ihn wohl niemals los: Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) trifft erneut auf Michael Myers (Brad Loree), der keineswegs tot ist. (ProSieben / Dimension Films)
Der Dauerbrenner des Horrorfilms feiert sein Comeback: Michael Myers (Brad Loree) ist zurück. (ProSieben / Dimension Films)
Eines Tages lassen sich sechs Studenten anwerben, an der Internetaktion "Dangertainment" teilzunehmen. Jenna (Katee Sackhoff), Sara (Bianca Kajlich), Rudy (Sean Patrick Thomas), Bill (Thomas Ian Nicholas) und Jim (Luke Kirby, von links) ahnen nicht, dass der Ort des Geschehens das Haus ist, in dem Michael Myers (Brad Loree, hinten) aufwuchs ... (ProSieben / Dimension Films)
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