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Rekord: "Avatar" spielt in nur drei Wochen mehr als 1 Mrd. Dollar ein

Avatar - Aufbruch nach Pandora

AKTUELLE ERGÄNZUNG VOM 3.1.2010: "Titanic"-Regisseur James Cameron hat´s wieder allen gezeigt: Nach nur drei Wochenenden hat "Avatar" bereits über eine Milliarde Dollar weltweit eingespielt. Schon jetzt liegen nur noch drei Filme vor ihm und das knapp. Platz 2 sollte "Avatar" auf jeden Fall schaffen. Damit hätte James Cameron die beiden erfolgreichsten Filme aller Zeiten gedreht. VORSCHAUTEXT: Dokus und TV-Serien sind nicht gerade das übliche Metier, in dem sich jemand wie James Cameron aufhält. Doch genau da war der Regie-Meister seit seinem Riesenerfolg „Titanic“ tätig. Sein Name war seit ganzen 12 Jahren nicht mehr groß im Gespräch. Nun ist er wieder zurück. Und wenn man den Trailer zu seinem neuen Mammut-Projekt „Avatar“ sieht, versteht man, warum es um ihn so still geworden war. Es ist ein Werk, bei dem ein „Anlauf“ von mehreren Jahren als notwendig erscheint. Denn „Avatar“ ist im Begriff, die Kinolandschaft für immer zu verändern. Ganz im Stil des Regisseurs übrigens, der mit beinahe jedem seiner Filme eine kleine Revolution ablieferte und für die Oscars abonniert zu sein schien. Sein großes SciFi-Abenteuer „Avatar“ wird in Deutschland am 17. Dezember 2009 dem großen Warten ein Ende setzen.

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Regie: James Cameron
Hauptdarsteller: Sam Worthington, Sigourney Weaver, Zoe Saldana
Kinostart: 17. Dezember 2009
Verleih: Twentieth Century Fox

Die Idee zu „Avatar“ hatte James Cameron bereits vor 14 Jahren. Doch als er damals sein Konzept vorstellte, fand er sich mit seiner Vision allein gelassen. Diverse Filmstudios gaben zu, es würde ihre Kräfte bei weitem übersteigen, einen Film wie „Avatar“ zu realisieren. Also drehte Cameron „Titanic“, den erfolgreichsten Film aller Zeiten, der Effekte vorführte, die es bis dahin auf der Leinwand so nicht gegeben hatte.

12 Jahre nach „Titanic“ ist die Welt endlich für „Avatar“ bereit. Mit der Eroberungstour der 3D-Technik in vielen Kinosälen der Welt scheint endlich ein Medium Camerons Vision gewachsen. Unlängst zeigte der Filmemacher 24 Minuten seines Projekts einem ausgewählten Publikum. Es sei, als würde man mit offenen Augen träumen, gab der Regisseur stolz eine der Reaktionen auf seinen „Avatar“ preis. In einem sind sich die Kritiker, die dem freudigen Ereignis beiwohnen durften, jetzt schon einig: Das Wort „spektakulär“ sei gar nicht spektakulär genug, um das zu beschreiben, was Cameron da präsentiert habe. Seitdem gibt es keinen anderen Film, der die Kinowelt so sehr in Atem hält.

Das Wort „Avatar“ kommt ursprünglich aus dem Sanskrit und bezeichnet die körperliche Manifestation Gottes auf der Erde. Im Internet-Zeitalter kam diesem Begriff eine weitere Bedeutung zu: Über einen Avatar verfügt jeder Computerspieler in Games wie „World of Warcraft“ oder „Second Life“. Und da kommen wir Camerons Vision näher. In ihr brauchen Menschen einen Avatar, eine genetische Mischung ihrer selbst mit einem Alien, um auf dem entfernten Planeten Pandora überleben zu können. Doch die dort sesshaften Wesen haben nichts mit Camerons „Aliens“ von 1986 gemeinsam. Denn die Na’vis, so ihr Name, sehen wirklich wunderschön aus. Riesig sind sie und blau, doch auch ziemlich menschenähnlich. Zudem leben sie ganz friedlich und naturverbunden.

Schnell wird also klar, dass die Bedrohung, die sich in „Avatar“ breit macht, nicht von ihnen, sondern von den Menschen aus kommen wird, die auf der Suche nach dem wertvollen Rohstoff Unobtainium den schönen Planeten Pandora und seine Ureinwohner zu zerstören bereit sind. Klingt leider ziemlich bekannt, ein bisschen wie eine Metapher von der Eroberung Amerikas und der Ausrottung der Indianer. Durch die Zentralfigur des Geschehens, einen menschlichen Kriegsveteranen (Sam Worthington, „Terminator: Die Erlösung“), der auf Pandora in der Form eines Avatars lebt und sich in eine schöne Na’vi-Frau (Zoe Saldana) verliebt, weckt die Geschichte auch noch Assoziationen zu „Der mit dem Wolf tanzt“.

Denn wenn die bösen Menschen kommen und einen vernichtenden Krieg mit den Einheimischen beginnen, wird er sich fragen müssen, auf wessen Seite er nun kämpfen soll und welches sein richtiges Leben ist: als gehbehinderter und unglücklicher Mensch oder als glücklich verliebter und gesunder Avatar. Das, untermalt mit phantasievollen Animationsbildern von schönen Na’vi-Menschen mit langen Haaren, die halb nackt auf riesigen Drachen durch die Gegend reiten, weckt sogar Assoziationen zu „Pocahontas“.

Hoffentlich erweisen sich diese Befürchtungen als falsch und voreilig. Denn so faszinierend die Bilder und Effekte in „Avatar“ auch sein mögen, wäre es richtig schade, wenn sie das Einzige wären, was ins Kino lockt.

Vanya Müller


Das offizielle Plakat zum Film. Foto: Fox
Das offizielle Plakat zum Film. Foto: Fox

Sam Worthington aus dem letzten "Terminator" hat auch in "Avatar" eine Hauptrolle. Er spielt einen Bewohner Pandoras, der sich eine schöne Ureinwohnerin verliebt. Foto: Fox
Sam Worthington aus dem letzten "Terminator" hat auch in "Avatar" eine Hauptrolle. Er spielt einen Bewohner Pandoras, der sich eine schöne Ureinwohnerin verliebt. Foto: Fox

Apocalypse Now auf Pandora. Foto: Fox
Apocalypse Now auf Pandora. Foto: Fox

Datum: 13.10.2009

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