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"I Love You, Beth Cooper" lässt kein Genre-Klischee aus

I Love You, Beth Cooper

(cg/tsch) Filme wie "I Love You, Beth Cooper" laufen normalerweise am (sehr) frühen Abend im Privatfernsehen. Und dort sind sie gut aufgehoben. Doch dieser eine schaffte es auf die große Leinwand. Das verdankt er dem gleichnamigen High-School-Roman, der es schafft, eine banale Story charmant zu erzählen. Das schafft Regisseur Chris Columbus (2 Harry-Potter-Filme, „Mrs. Doubtfire“) jedoch nicht. Ihm fehlt es an originellen Ideen und so lässt er bei seiner Inszenierung der typischen High-School-Probleme kein Genre-Klischee aus.

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Was haben Teenie-Komödien und Tomatensoßen gemein? Zwischen der Instant-Rezeptur aus dem Päckchen und der aufwendig ausgetüftelten Eigenkreation herrscht ein himmelweiter Qualitätsunterschied - das ist auch bei High-School-Movies nicht anders. Wo "American Pie" erfolgreich Standards setzte, wo "Superbad" die Klischees bis zur Absurdität karikierte, muss "I Love You, Beth Cooper" mit den Minimalzutaten auskommen und hinterlässt dabei einen fahlen Beigeschmack.

Im Zentrum des Geschehens steht der liebenswerte Nerd Denis Cooverman (Paul Rust), der bei seiner Abschlussrede vor der ganzen Schule reinen Tisch macht: Der obligatorischen Schul-Schönheit Beth Cooper (Hayden Panettiere) gesteht er seine Liebe, und der ebenso unerlässliche Macho-Muskelprotz Kevin (Shawn Roberts) kriegt sein Fett weg. Als Blondchen Beth dann tatsächlich abends auf Denis' Nickelbrillen-Soirée auftaucht (natürlich samt Model-Freundinnen, die sich an die Streber-Clique heranschmeißen), geht für ihn ein Traum in Erfüllung, den - oh, Wunder! - Testosteron-Bomber Kevin prompt auf den Kopf stellt.

Den ein oder anderen Lacher erntet "I Love You, Beth Cooper" sicher, doch fehlt es dem Teenie-Filmchen an originellen Ideen. Regisseur Chris Columbus verlässt sich zu sehr auf das bekannte Dreiecksspielchen und die typischen Klischees. Larry Doyles Buchverfilmung fällt in die Kategorie "leichte Unterhaltung mit Basisausstattung".

Gregor Jossé

Credits:
V:Fox, USA 2009, R: Chris Columbus, D: Hayden Panettiere, Paul Rust, Jack T. Carpenter u.a.

Laufzeit: 102 Min.

Kinostart:
29. Oktober 2009


Charmante Romanvorlage etwas blass umgesetzt: "I Love You, Beth Cooper" ist die Verfilmung von Larry Doyles gleichnamigem Bestseller.
Charmante Romanvorlage etwas blass umgesetzt: "I Love You, Beth Cooper" ist die Verfilmung von Larry Doyles gleichnamigem Bestseller. (Fox)

Die Schöne und der Freak: Nur logisch, dass Denis (Paul Rust) und Beth (Hayden Panettiere) am Schluss ein Paar werden.
Die Schöne und der Freak: Nur logisch, dass Denis (Paul Rust) und Beth (Hayden Panettiere) am Schluss ein Paar werden. (Twentieh Century Fox)

Eine heiße Blondine kommt selten allein: Schul-Schönheit Beth Cooper (Hayden Panettiere, Mitte) und ihre Entourage.
Eine heiße Blondine kommt selten allein: Schul-Schönheit Beth Cooper (Hayden Panettiere, Mitte) und ihre Entourage. (Twentieh Century Fox)

Datum: 25.10.2009

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