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Neue Filme 2010

Neue Filme 2010

Im neuen Jahr überwiegen Fantasy- und Abenteuerstoffe: die lang ersehnte Fortsetzung von „Iron Man“, der Fantasy-Horror „The Wolfman“ sowie Tim Burtons nächstes Kunstwerk „Alice im Wunderland“ und Ridley Scotts „Robin Hood“ sorgen für märchenhafte Geschichten. Letztere drei Titel verraten, dass der Trend der Neuverfilmungen älterer Stoffe auch im Jahr 2010 weiterhin die Kinowelt beherrschen wird. Man darf sich nämlich auch schon auf Guy Ritchies „Robin Hood“-Remake freuen. Doch auch die in letzter Zeit so modernen Endzeit-Geschichten kommen 2010 nicht zu kurz. In diesem Genre wären vor allem drei Filme zu erwähnen: die Endzeitdramen „The Book of Eli“ und „Die Straße“ und der SciFi-Thriller „Surrogates“, in denen drei starke Männer in apocalyptischen Weltszenarien ums Überleben kämpfen. Dies ist der erste Teil unserer Vorschau auf 2010. Zwei weitere Artikel werden folgen - insgesamt stellen wir Euch über zwei Dutzend Filme vor, die im nächsten Jahr aufregende Kinostunden versprechen.

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Die Saison wird von Surrogates eröffnet. Im SciFi-Thriller, der am 21. Januar 2010 in den deutschen Kinos startet, inszeniert „Terminator 3“-Regisseur Jonathan Mostow, wahrscheinlich inspiriert von den Internet-Einkaufsmöglichkeiten von heute, eine moderne Vision unserer Welt. In ihr brauchen die Menschen gar nicht mehr ihre Häuser zu verlassen, um etwas zu erleben. Denn jeder verfügt über einen so genannten Surrogate, eine Roboter-Kopie seiner selbst, die er bequem von zu Hause aus per Gedanken steuern kann. So lässt sich, ähnlich wie im SciFi-Krimi „Strange Days“ (1995), jedes Abenteuer ohne Konsequenzen für die reale Person erleben: eine perfekte Welt ohne Verbrechen und Angst. Doch als sich ein paar mysteriöse Morde ereignen, muss FBI-Agent Tom Greer (Bruce Willis) selbst zum ersten Mal seit vielen Jahren auf die Straße, wo er mit all seinen Ängsten konfrontiert wird. Radha Mitchell („Silent Hill“) ist an der Seite Willis’ zu sehen.

Am selben Tag (21. Januar) läuft eine kleine Überraschung an. „Herr der Ringe“-Macher Peter Jackson versucht sich mit In meinem Himmel erstmals im Drama-Genre. Die stille Geschichte handelt von einem Mädchen, das vergewaltigt und ermordet wird. Ihre Familie (Eltern Mark Wahlberg und Rachel Weisz und Oma Susan Sarandon) können einfach nicht darüber hinweg. Das weiß das Mädchen, da es nach seinem Tod in einen wunderschönen Himmel kommt und ihnen besorgt von dort aus zusieht. Sie versucht, die Geschehnisse so zu lenken, dass ihr Mörder gefasst wird. Nach Genreregisseuren David Fincher und Danny Boyle greift nun auch Peter Jackson mit einem typischen Oscar-Melodram nach dem Preis „Bester Film“. „In meinem Himmel“ gilt nämlich jetzt schon als heißer Kandidat.

Eine Woche später (am 28. Januar) kann man über Guy Ritchies moderne Interpretation des Krimi-Klassikers Sherlock Holmes staunen. Denn der „Snatch“-Macher inszenierte den alten Stoff durchaus zeitgemäß. Seine Helden prügeln sich durch die Straßen Londons und entsprechen ganz und gar nicht der gewohnten Vorstellung von einem gepflegten Briten. Ritchie hat sich die Richtigen dafür ausgesucht: In der Rolle des weltberühmten Detektivs ist Hollywoods Problemkind Robert Downey Jr. zu sehen, während sein Assistent von Jude Law verkörpert wird.

Weiter geht es mit einem Horrorfilm: The Wolfman (Kinostart: 11. Februar 2010), in dem sich der zum Werwolf mutierende Benicio Del Toro in Schönheit Emily Blunt (“Sunshine Cleaning”, “Der Teufel trägt Prada”) verliebt. Soll er seine Geliebte und seinen Vater (Anthony Hopkins), die nichts von der Gefahr ahnen, in sein dunkles Geheimnis einweihen? Im Remake des Werwolf-Klassikers von 1941 lassen die düstere Atmosphäre, die blassen Gesichter der stets schwarzgekleideten Schauspieler und das herbstliche Wetter Assoziationen an jenes England wach werden, das man aus den unheimlichen Erzählungen Edgar Allan Poes kennt. Der Film hätte bereits am 5. November 2009 starten sollen, doch der Termin wurde verschoben. Ob das etwas damit zu tun hat, dass Joe Johnston (“Jumanji”, “Hidalgo”, “Jurassic Park 3”) hinter der Kamera stand? Wir hoffen nicht.

Noch ein Film, von dem man nicht so recht weiß, was man zu erwarten hat, ist Shutter Island. Nicht, dass es nicht spannend klingen würde, was Regisseur Martin Scorsese im Mystery-Thriller erzählt, doch seit seinen eher als schwach einzustufenden „Aviator“ und „The Departed“ hatte sich Scorsese Ausflügen in das Musikdoku-Genre gewidmet (über Bob Dylan und die Rolling Stones, eine über George Harrison ist in Planung). „Shutter Island“ kann man also als eine Art Comeback betrachten. Neben dem obligatorischen Leonardo DiCaprio sind da noch einige Stars zu sehen (Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Emily Mortimer). Alles dreht sich um ein Spezialgefängnis für psychisch kranke Schwerverbrecher, dessen Insassin Rachel Solando, eine mehrfache Kindermörderin, vermisst wird. Bald kommt der Verdacht auf, dass die Anstalt für Geistesgestörte verbotene Experimente mit den Gefangenen vornimmt. US-Marshall Edward Daniels (DiCaprio) und sein Partner Chuk Aule (Ruffalo) machen sich daran, den mysteriösen Fall aufzuklären. Der Mystery-Thriller wird ab dem 25. Februar zu sehen sein.

The Book of Eli (Kinostart: 25. Februar) wird in dieser Woche wohl die größte Konkurrenz für „Shutter Island“ sein. Im Endzeitdrama ist der größte Teil der menschlichen Zivilisation nach einer Katastrophe ausgelöscht. Die einzige Hoffnung steckt in einem mysteriösen Buch, in dem zu lesen ist, wie sich der Rest der Menschheit retten kann. Also macht sich Einzelgänger Eli (Denzel Washington) auf die Suche. Doch ein Bösewicht (Gary Oldman, der in letzter Zeit selten zu sehen war) macht ihm das Leben schwer, da er das Wissen aus dem rettenden Buch für sich allein behalten will.

Und dann kommt etwas Buntes, etwas unbeschreiblich Buntes. Tim Burtons Alice im Wunderland wird ab dem 04. März Fans der grenzenlosen Phantasie verzaubern. Die Bilder zum Märchen sehen umwerfend aus und versprechen noch viel mehr Magie zu bieten, als bereits in Burtons Meisterwerk „Charlie und die Schokoladenfabrik“ zu bestaunen war. Das prominente Märchen ist an sich schon so abgefahren, dass man sich wundert, warum Tim Burton erst jetzt auf die Idee kam, es zu verfilmen. Es ist ein Stoff, der wie speziell für ihn gemacht ist. Mit an Bord sind Burtons Lieblingsschauspieler und guter Freund Johnny Depp (wie immer), die Frau des Filmemachers Helena Bonham Carter (spielte zusammen mit Depp bereits in „Sweeney Todd“) sowie Anne Hathaway („Der Teufel trägt Prada“).

Die Welt sieht im Endzeitdrama Die Straße hingegen ganz und gar nicht bunt aus. Aus einem nicht näher erklärten Grund hat sich für die Menschen alles zum Schlechten gewendet. Wenige sind übrig geblieben und ihr Leben ist unbeschreiblich hart: In zerstörten Häusern oder im Wald versuchen sie zu überleben, indem sie rauben, morden und sogar ihre Mitmenschen essen. Vor diesem grausamen Leben versuchen ein Mann ohne Namen (Viggo Mortensen, „Herr der Ringe“) und sein Sohn zu fliehen. Zu Fuß steuern sie in Richtung Süden, wo sie eine bessere Welt vorzufinden hoffen. John Hillcoat, der das Western-Drama „The Proposition“ nach dem Drehbuch von Kult-Sänger Nick Cave drehte, stand bei „Die Straße“ hinter der Kamera. Das verspricht Gutes. Der düstere Film basiert auf Cormac McCarthys mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten Roman. Derselbe Autor lieferte den Stoff für den Oscar-prämierten Film der Brüder Coen „No Country For Old Men“. Der deutsche Starttermin ist noch nicht festgelegt worden. Man weiß nur, dass man ihn im Frühjahr 2010 zu erwarten hat.

Am 06. Juni 2010 dürfen sich Comic-Fans freuen, denn es ist Zeit für Iron Man 2. Hinter der Kamera stand wieder Jon Favreau, der bereits den ersten Teil der Comic-Verfilmung drehte und selber im Film als Hogan zu sehen ist. Dieses Mal hat Tony Stark (Robert Downey Jr.) gegen das Militär zu kämpfen, denn von ihm wird verlangt, seinen eisernen Anzug, der ihn zu Iron Man macht, zur Verfügung zu stellen. Doch viel gefährlicher als das Militär sind andere habgierige Schurken, die dem zynischen Helden hinterher sind: Mickey Rourke als Whiplash und Scarlett Johansson in der Rolle der russischen Agentin Black Widow.

Mit einem weiteren Helden, allerdings einem altmodischeren, geht es am 13. Mai weiter. Die Legende über Robin Hood inspirierte im Laufe der Jahre rund 80 Mal große und weniger große Filmemacher. Ridley Scott („Gladiator“, „American Gangster“) meinte, es sei Zeit für die nächste Verfilmung des berühmten Stoffs. Bei der Besetzung der Hauptrolle gibt es auch dieses Mal keine Überraschungen: Der Regisseur scheint in Russell Crowe genauso seinen Mann gefunden zu haben wie Tim Burton in Johnny Depp. Seine Angebetete Maid Marian wird von der passend britisch aussehenden Cate Blanchett verkörpert. Auf die Frage, warum er es denn für angebracht hielt, die Kinowelt um ein weiteres „Robin Hood“-Remake zu bereichern, antwortete Scott, er wolle einen realistischeren Film über das England des 12. Jahrhunderts erschaffen. An der Legende über den noblen Verteidiger der Armen werde sich jedoch wenig ändern. Hm. Ist das jetzt eine gute oder eine schlechte Nachricht?

Vanya Müller


Robert Downey Jr. spielt Sherlock Holmes. Foto: Warner
Robert Downey Jr. spielt Sherlock Holmes. Foto: Warner

Benicio del Toro spielt den Wolfsmenschen. Foto: Universal Pictures
Benicio del Toro spielt den Wolfsmenschen. Foto: Universal Pictures

Leonardo DiCapro spielt in "Shutter Island" mal wieder für Scorsese. Foto: Concorde
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Datum: 25.10.2009

 

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