Früh übt sich: Bereits in der achten Klasse drehte der heute 36-jährige Norweger Roar Uthaug seinen ersten Film. "Der Axt-Mörder" hieß das Werk, bei dem es sich, soweit darf spekuliert werden, nicht um Familienunterhaltung gehandelt haben wird. Nach der Arbeit an diversen Videoclips, Werbespots und ein paar Kurzfilmen (Nominierung für den Studenten-Oscar) lieferte der Regisseur 2006 ein äußerst erfolgreiches Spielfilmdebüt ab. Sein Horror-Thriller "Cold Prey - Eiskalter Tod" (2006) gewann beim bedeutenden norwegischen Filmpreis "Amanda" in gleich zwei Kategorien und lockte knapp 253.000 seiner Landsleute ins Kino. Was sich bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 4,8 Millionen durchaus sehen lassen kann. ProSieben strahlt den Film nun als Free-TV-Premiere aus.
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Mit "Cold Prey" beweist Regisseur und Co-Autor Uthaug, dass sich auch die Skandinavier darauf verstehen, das Publikum zum Gruseln zu bringen. Wenngleich er sich durchaus von amerikanischen Teenie-Horrorfilmen inspirieren ließ.
In seinem Hochglanz-Slasher - passenderweise nach dem Bergsteiger-Thriller "Vertical Limit" (20.15 Uhr) programmiert - schickt er eine Gruppe junger, attraktiver Leute zum Skifahren. Auf dem Gipfel kommt natürlich alles anders und wesentlich unerfreulicher, als sich das die Truppe gedacht hat. Denn in dem verlassenen Hotel, in dem sie nach einem Ski-Unfall Zuflucht suchen, hat sich auch ein mordlüsterner Psychopath eingenistet, der sich schon auf den Besuch freut. Jenseits aller Zivilisation beginnt ein Kampf um Leben und Tod, dem nicht wenige der leicht bekleideten Jugendlichen zum Opfer fallen.
Für Gänsehaut sorgen bei diesem spannenden und optisch eindrucksvollen Horrorfilm nicht nur der fiese, vermummte Bösewicht mit der Spitzhacke, der seine blutbeschmierten Opfer durch die dunklen Flure scheucht, sondern auch die traumhaften Naturaufnahmen der tief verschneiten Bergwelt. Die guten Darstellerleistungen ("Amanda"-Award für Ingrid Bolsø Berdal) sowie die durchweg liebevolle Inszenierung machen einige eher vorhersehbare Entwicklungen des Horror-Streifens allemal wett. - Die Fortsetzung von "Fritt vilt" (Originaltitel) kam im Oktober 2008 in die norwegischen Kinos und lockte abermals 238.000 Zuschauer an. Der dritte Teil wird gerade gedreht.
Ute Nardenbach
Ingunns (Viktoria Winge) Begegnung mit dem Mann mit der Spitzhacke wird für sie wenig erfreulich ausfallen. (ProSieben / Telepool GmbH)
Eine tief verschneite Berglandschaft ist die optisch eindrucksvolle Kulisse des Horror-Thrillers. (ProSieben / Telepool GmbH)
Die jungen Leute wissen nicht, dass sich in dem verlassenen Hotel, in dem sie nach einem Ski-Unfall Zuflucht suchen, auch ein mordlüsterner Psychopath eingenistet hat. (ProSieben / Telepool GmbH)
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