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Home
Anzeige Mit scharfen Konturen zeichnet sich das Relief der Felsen ab, die im Licht der brennenden Sonne in lehmigem Rot leuchten. Was für ein Kontrast zu dem azurblauen Himmel, der sich ungetrübt über den endlosen Canyons erstreckt. Wenn der französische Regisseur Yann Arthus-Bertrand um die Aufmerksamkeit des Publikums bittet, ist es längst den berauschenden Farben seines Regiedebüts "Home" (2009) verfallen. So klar, so schön, so detailreich - kaum zu glauben, dass diese Bilder nicht dem Computer entstammen. In dem Dokumentarfilm, der zeitgleich zur Onlinepremiere und kurz vor Kinostart (25. Juni) auf technisch exzellenter DVD und Blu-ray-Disc erscheint, erstrahlt die Natur in überwältigender Schönheit. Noch. Im Fluge ziehen die Eiswüsten Grönlands vorbei, die Steppen Afrikas, die Krater Islands. Die Menschheit braucht eine neue Perspektive, dachte sich "Die Erde von oben"-Fotograf Yann Arthus-Bertrand, als er beschloss, selbst einen Naturfilm zu drehen, den so viele Menschen wie nur möglich sehen sollten. Ob nun im Kino, vor dem Fernseher oder am PC - Hauptsache, die Botschaft findet ihren Weg. Die Stimme aus dem Off, in der englischen Fassung Hollywoodstar Glenn Close, hat es dabei wahrlich nicht leicht: Mit einer oft gehörten Geschichte muss sie die Aufmerksamkeit der Zuschauer gewinnen, die doch von den Luft- und Weltraumaufnahmen unseres Planeten vollkommen gebannt sind. Sie wissen, was kommen muss, wenn Natur so aufwendig in Szene gesetzt wird: Die Erde ist am Ende und wir sind schuld. So viele haben es schon festgestellt, in Bild, in Ton, in Buchform. Auch Yann Arthus-Bertrand liegt es fern, die Fakten unter den Tisch fallen zu lassen. Doch er lässt sich Zeit damit, sie unmissverständlich zu formulieren. Bis es so weit ist, dominiert nicht die Sorge seine Ausführungen, sondern die Liebe, die Faszination für die Welt, in der wir leben. "Wichtig ist nicht, was verloren ist, sondern, was bleibt", resümiert er. Es bleibt keine Zeit, den Kopf in den Sand zu stecken. "Es ist zu spät, Pessimist zu sein." Voller Leidenschaft zählt der Fotograf die Maßnahmen auf, die ihn hoffnungsvoll stimmen: Investitionen in erneuerbare Energien, beispielsweise, oder die Errichtung von Nationalparks. Aber auch die Bereitschaft vieler Menschen, etwas zu verändern. Die Bereitschaft, etwas zu bewahren. Etwas von so großer Schönheit. Annekatrin Liebisch bewertungsbox
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Credits: |
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