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Mehr neue Filme 2010

Mehr neue Filme 2010

Im zweiten Stück unserer dreiteiligen Serie über neue Filme 2010 stehen unter anderem der Hochspannungs-Thriller „Green Zone“ im Mittelpunkt und Terry Gilliams Fantasyfilm „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ mit Heath Ledger in seiner letzten Rolle. Vampirfilme sind ein weiterer Schwerpunkt: „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“, der dritte Teil der „Twighlight“-Reihe wird reihenweise Teenie-Herzen brechen und „Daybreakers“, ein viel versprechendes SciFi-Vampirdrama wird die älteren Fans von Blutsaugern bedienen. Für großes Blockbuster-Kino sorgen die Märchen-Epen „Prince of Persia“ und „Clash of the Titans“. Auch Zeichentrickfans kommen auf ihre Kosten: Teil 3 des Pixar-Abenteuers „Toy Story“ kommt in modernem 3D-Gewand daher.

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Nachdem es Terry Gilliam mit seinen letzten Filmen „Tideland“ und „Brothers Grimm“ nicht gelang, an sein Meisterwerk „Fear and Loathing in Las Vegas“ (1998) anzuschließen, ist nun all unsere Hoffnung auf Das Kabinett des Doktor Parnassus gerichtet. Der Trailer zum abgefahrenen Fantasy-Abenteuer sieht so phantasievoll, anarchisch, bunt und barock aus, wie es sich für den Ausnahme-Regisseur gehört. Aufregend ist aber vor allem der Cast des Films und zwar nicht nur deshalb, weil es der letzte ist, in dem Heath Ledger zu sehen ist (er verstarb während der Dreharbeiten, was Terry Gilliam vor erhebliche Probleme stellte und die Fertigstellung seines Werks hinauszögerte). Mit dabei sind noch Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell, die verschiedene Transformationen von Heath Ledgers Figur Tony verkörpern. Die Story dreht sich um Dr. Parnassus (Christopher Plummer, „The Insider“), der einen Pakt mit dem Teufel (Kult-Sänger und -Schauspieler Tom Waits) schließt, um unsterblich zu werden. Doch der Preis ist hoch: Er muss ihm seine wunderschöne Tochter ausliefern, sobald sie 16 wird. Nun ist es soweit und Dr. Parnassus muss das Unmögliche versuchen, um das Mädchen zu retten: Er muss einen Weg finden, um den Teufel zu überlisten. „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ läuft am 07. Januar 2010 in den deutschen Kinos an.

Der Winter 2010 geht mit Daybreakers weiter, einem Vampirfilm, dessen Bilder Gutes versprechen. Ex-Uma-Thurman-Ehemann Ethan Hawke, der zuletzt in Sidney Lumets herausragendem Krimi-Melodram „Tödliche Entscheidung“ (2007) eine gute Figur machte, kämpft nun an der Seite von Willem Dafoe („Antichrist“) um die Rettung der Menschheit. Und die hat’s nötig, denn die meisten Menschen haben sich als Resultat einer Seuche in Vampire verwandelt und zapfen in einer Art „Farmen“ das Blut der wenigen übrig gebliebenen Sterblichen an. Diese Szenen lassen die Erinnerung an jene unheimlichen Szenen in „Matrix“ wach werden, in denen Menschen als Batterien missbraucht wurden. Die Lage ist ziemlich aussichtslos: die Menschen verängstigt und versklavt, die intelligenten Vampire in der Überzahl. Doch ein paar Tote, angeführt von Ethan Hawke, stellen sich auf die Seite der Lebenden. In den USA kann man sich den düsteren SciFi-Vampirfilm der in Deutschland geborenen Brüder Spierig bereits ab dem 08. Januar 2010 anschauen. Wann er die deutschen Blutsauger-Fans erreichen wird, ist leider noch nicht klar.

Und dann ein Männerfilm. Das muss betont werden, da der Titel ziemlich in die Irre führt. From Paris with Love (Kinostart: 25. Februar 2010) ist kein Liebesdrama und auch keine Fortsetzung des Paris-Hilton-Pornos „One Night in Paris“, sondern ein knallharter Actionfilm. Es wird geschossen, gejagt, geprügelt und vor allem permanent viel zu schnell gefahren, denn der FBI-Agent Charlie Wax (ein wirklich wild aussehender John Travolta) hat’s immer ziemlich eilig, will er doch einen Terroranschlag verhindern. Doch da er auch stets (mindestens) eine riesige Waffe in der Hand hält, braucht er jemanden, der das Auto steuert. Damit wird ein junger Botschaftsangestellter (Jonathan Rhys Meyers, „Match Point”, „Die Tudors”) beauftragt, der mit dieser Aufgabe ziemlich überfordert ist. Und fertig ist der Plot. „From Paris with Love“ ist das dritte Werk des Franzosen Pierre Morel, in dessen hartem Action-Krimi „96 Hours“ (2008) Liam Neeson die halbe Pariser Unterwelt niedermetzelte, um seine entführte Tochter zu retten. Und obwohl sich die Abenteuer des ungleichen Travolta-Meyers-Duo etwas oberflächlich anhören, versprechen sie doch viel mehr Spaß und gute Action als der trockene Tony-Scott-Film „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“, in dem Travolta wieder einmal den Wilden gab. Diese Rolle scheint ihm immer besser zu gefallen.

Am 01. April 2010 kommt ein Monumental-Werk ins Kino: das Remake des Fantasyfilm Clash of the Titans. Der Franzose Louis Leterrier, der bei “Der unglaubliche Hulk” (2008) und “Transporter 2” (2005) hinter der Kamera stand, inszenierte den ultimativen mythologischen Kampf um die Weltmacht zwischen Menschen, Königen und Göttern mit einer prominenten Besetzung: Liam Neeson („96 Hours“) ist als der Gott der Götter Zeus zu sehen, Ralph Fiennes („Der Vorleser“) verkörpert den Gott der Unterwelt Hades und Sam Worthington („Terminator 4“, „Avatar“) kämpft als Perseus um die Rettung der Prinzessin Andromeda und tritt gegen den mächtigen Hades (Fiennes) an. Die Bilder zum Action-Fantasy-Drama versprechen großes Blockbuster-Kino.

Für seinen neuen Film hat Paul Greengrass den Richtigen schon wieder in Matt Damon gefunden. Nachdem Regisseur und Schauspieler bereits zweimal zusammen sehr Gutes leisteten (in „Die Bourne Verschwörung“ und „Das Bourne Ultimatum“), geht es ab dem 15. April 2010 mit Green Zone weiter. Auch in dem Irak-Thriller wird Matt Damon als US-Armee-Offizier Roy Miller von den eigenen Leuten gejagt, als er zusammen mit der Washington Post-Korrespondentin Lawrie Dayne (Amy Ryan, spielte 2007 in Ben Afflecks „Gone Baby Gone“) eine Verschwörung in den eigenen Reihen aufspürt. Ab diesem Moment geht es ihm nicht mehr nur um die Aufdeckung der für viele unbequemen Wahrheit, sondern auch ums nackte Überleben. Das preisgekrönte Enthüllungsbuch des Washington-Post-Redakteurs Rajiv Chandrasekaran „Imperial Life in the Emerald City: Inside Iraq’s Green Zone“ diente als Vorlage für den Polit- und Agenten-Thriller, der einen aufregenden Blick hinter die Kulissen des Kriegs im Irak bietet und allem Anschein nach viel spannender wird als all die mauen Irakfilme, die in den letzten Jahren gedreht wurden. Übrigens ist die vierte Zusammenarbeit von Greengrass und Damon bereits in Planung: Ein weiterer Jason-Bourne-Film wird voraussichtlich im Juni 2011 in den US-Kinos starten.

Märchenhaft und mit vielen Special Effects geht es dann mit Prince of Persia weiter. Dass das Fantasy-Abenteuer darauf angelegt ist, der nächste große Kassenschlager zu werden, kann man an den Namen der Beteiligten ablesen: Regisseur Mike Newell, der Blockbuster wie „Harry Potter und der Feuerkelch“ (aber auch Meisterwerke wie „Donnie Brasco“) drehte, tat sich mit dem „Fluch der Karibik“-Produzenten zusammen, der einst Johnny Depp vom Independent-Schauspieler zum Superstar machte. Anscheinend hat er nun dasselbe mit Jake Gyllenhaal („Donnie Darko“, „Jarhead“) vor. Er musste sich einem harten Training unterziehen, um einen mittelalterlichen persischen Prinzen überzeugend zu verkörpern, der an der Seite der schönen Prinzessin Tamina (Bond-Girl Gemma Arterton) eine gute Figur macht und auch noch gegen den bösen Großwesir Nizam (Ben Kingsley) kämpft, um die Welt vor seinen bösen Absichten zu retten. Die Videogame-Verfilmung wurde als Trilogie angelegt. Ob sie den Erfolg der „Fluch der Karibik“-Reihe wiederholen kann, wird sich ab dem 29. Juli 2010 zeigen.

Am 15. Juli 2010 werden (überwiegend weibliche) Teenie-Herzen höher schlagen, denn dies ist der Starttermin von Eclipse – Bis(s) zum Abendrot, des dritten und letzten Teils der populären „Twighlight“-Vampir-Saga. Nachdem der Vampir Edward (Robert Pattinson) in Teil 2 der Fantasy-Romanze „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ (Kinostart: 26. November 2009) nach Italien übersiedelt, um seine Geliebte Bella (Kristen Stewart) vor sich und seinen Artgenossen zu beschützen, wendet sich das Mädchen an Jacob, einen Werwolf, um über die Trennung hinwegzukommen. Doch Werwölfe sind die größten Feinde der Vampire. Aus diesem gefährlichen Liebesdreieck entsteht ein Konflikt, der in Teil 3 der Reihe seinen Höhepunkt erreicht. Denn da bahnt sich ein Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen an und Bella muss eine Entscheidung treffen. Bei „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ steht David Slade hinter der Kamera, der bei dem brutalen Vampir-Horrorfilm „30 Days of Night“ (2007) mit innovativen Bildern und Ideen überzeugte.

Und zu guter Letzt in unserem zweiten Teil der Jahresvorschau 2010: Toy Story 3. Das Pixar-Animationsspektakel „Toy Story“ (1995) revolutionierte seinerzeit das Genre: Es war der erste vollständig am Computer erstellte Zeichentrickfilm. Die Fortsetzung der Geschichte um die lebendigen Spielzeugfiguren von 1999 erfreute sich ebenfalls eines großen Erfolgs. Nachdem beide mittlerweile zu Klassikern avancierten Kinderfilme auf 3D getrimmt wurden, werden sie den Fans helfen, die Zeit bis zum 23. September 2010 zu überbrücken, wenn „Toy Story 3“ in den deutschen Kinos startet.

Vanya Müller


Valentina (Lily Cole) ist dem Teufel (Tom Waits) versprochen. Foto: Concorde
Valentina (Lily Cole) ist dem Teufel (Tom Waits) versprochen. Foto: Concorde

"Parnassus"-Regisseur Terry Gilliam hat seinen besten Film seit "Fear and Loathing in Las Vegas" gedreht. Foto: Concorde
"Parnassus"-Regisseur Terry Gilliam hat seinen besten Film seit "Fear and Loathing in Las Vegas" gedreht. Foto: Concorde

Perseus (Sam Worthington aus "Avatar" und "Terminator 4") hat es schwer: Sein Gegner ist Hades (Ralph Fiennes), der Gott der Unterwelt. Es geht um Prinzessin Andromeda (Alexa Davalos). Foto: Warner
Perseus (Sam Worthington aus "Avatar" und "Terminator 4") hat es schwer: Sein Gegner ist Hades (Ralph Fiennes), der Gott der Unterwelt. Es geht um Prinzessin Andromeda (Alexa Davalos). Foto: Warner

Datum: 01.11.2009

 

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